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Connecting Practice-Projekt von IUCN und ICOMOS: Ergebnisbericht der 2. Phase liegt vor

Seit 2013 erforscht das Connecting Practice-Projekt von IUCN und ICOMOS neue Methoden und praktische Strategien zur Anerkennung und Unterstützung der Vernetzung von Natur und Kultur im Welterbe.

Als Teil des Austausches und der verstärkten Zusammenarbeit hat Phase I des Projekts (2013-2015) anhand von drei Welterbestätten in der Mongolei, in Äthiopien und in Mexiko erste Erkenntnisse zu globalen und lokalen Lern- und Arbeitsmethoden ermöglicht (Projektbericht der Phase I).

Phase II baute auf den Erkenntnissen der ersten Phase auf und erforschte, wie ein besseres Verständnis des miteinander verwobenen Charakters der natürlichen, kulturellen und sozialen Werte der Stätten erreicht werden kann. Der Projektbericht der Phase II liegt nun vor. Er dokumentiert die Projektarbeit an zwei weiteren Welterbestätten: der Kulturlandschaft des Hortobágy National Parks - die Puszta (Ungarn) und der gemischten, grenzüberschreitenden Stätte Maloti-Drakensberg Parks (Südafrika/Lesotho) und ist ergänzt durch Erfahrungsberichte zur Anwendung des „Enhancing our Heritage (EoH)“-Toolkits (s. World Heritage Paper Nr. 23): einer Management-Effizienz-Methodik für Naturerbestätten, deren Anpassung nun anhand von Kulturerbestätten in der Schweiz und in Finnland getestet wurde.

Im Laufe der beiden Projektphasen wurden die Ergebnisse, Erkenntnisse und Herausforderungen bei internationalen Fachkongressen der Organisationen diskutiert, um für das Thema zu sensibilisieren und Fachdiskurse anzustoßen. Neben den Sitzungen des Welterbekomitees boten vor allem der World Conservation Congress im September 2016 auf Hawai’i (USA) und die ICOMOS-Generalversammlung im Dezember 2017 in Delhi (Indien) Gelegenheit, um im Rahmen eines „Nature-Culture Journey“ bzw. „Culture-Nature Journey“ die Expertengruppen zusammenzubringen und die Diskussionen weiterzuführen.

Zum Abschluss der zweiten Projektphase zeigt sich, dass das Connecting Practice-Projekt nun einen Punkt erreicht hat, an dem erfolgreich erprobte Interventionen in Politik, Leitlinien, institutionelle Praktiken und andere Programme integriert werden sollten. Die beiden Projektphasen wurden maßgeblich durch den Christensen Fund sowie durch Beiträge des Schweizerischen Bundesamtes für Umwelt (BAFU) finanziert und durch diverse indirekte Beiträge der Gastorte der Fallstudien ermöglicht.

Hintergrund: Natur und Kultur verbinden

Während die Welterbekonvention von 1972 nach wie vor ihrem Pionier-Status als einziges, das Natur- und Kulturerbe umfassende internationale Übereinkommen gerecht wird, ist ihre praktische Umsetzung von der Trennung von Natur und Kultur in allen institutionellen und akademischen Bereichen geprägt worden. So auch die Arbeit der Beraterorganisationen IUCN und ICOMOS International.

Wenn auch 2003 die beiden Kriterienkataloge für das Kulturerbe und das Naturerbe in einen einzigen, alle 10 Kriterien umfassenden Kriterienkatalog zusammengeführt wurden (Paragraph 77 der Durchführungsrichtlinien), so hatte dies jedoch noch keine unmittelbaren Auswirkungen auf die jeweiligen Evaluierungs- und Arbeitsmethoden der Beraterorganisationen.

Die Annäherung der Arbeitsmethoden der Beraterorganisationen ist ein zentraler Schritt für eine harmonischere Umsetzung der Welterbekonvention und eine konsistente Beratung des Entscheidungsgremiums Welterbekomitee. Ebenso von zentraler Bedeutung ist das bessere Verständnis von natürlichen und kulturellen Werten, deren Rolle für eine nachhaltige Entwicklung und deren Einbeziehung in das Management in den Welterbestätten selbst. Beide Ziele werden gleichzeitig verfolgt und können zu Synergien und gegenseitigen Lerneffekten beitragen.

Weitere Informationen:

Projekt-Flyer Connecting Practice (Englisch)

IUCN-Themenseite zur Verbindung von Natur und Kultur (Englisch)

World Heritage Paper Nr. 23 „Enhancing our Heritage Toolkit” (Englisch/ Französisch)

Projektbericht der Phase I von Connecting Practice (Englisch)

Projektbericht der Phase II von Connecting Practice (Englisch)

(Artikel erstellt am 9. Januar 2018)

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