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UN-Sicherheitsratsresolution zum Kulturgutschutz

Die systematische Zerstörung von Kulturgütern durch Extremisten nimmt seit Jahren zu. Unter anderem im Irak und in Syrien plünderte und zerstörte die Terrororganisation "Islamischer Staat" zahlreiche historische Güter – etwa in Palmyra, Aleppo oder Nimrud. Neben dem Angriff auf Identität und Geschichte der Menschheit, dient dies - durch den Handeln mit Kulturgütern - auch der Finanzierung von Terrorismus.

Nun hat der UN-Sicherheitsrat eine Resolution zum Kulturgutschutz verabschiedet. Die Resolution 2347 wurde von Frankreich eingebracht und einstimmig von den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats verabschiedet. Sie ist die erste Sicherheitsratsresolution, die sich ausschließlich auf den Schutz des kulturellen Erbes bezieht.

„Die gezielte Zerstörung des kulturellen Erbes ist ein Kriegsverbrechen. Sie ist eine Kriegsstrategie, um Gesellschaften langfristig auseinanderzureißen“, sagte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova. „Die Verteidigung des Kulturerbes ist eine Voraussetzung für Sicherheit und den Schutz von Menschenleben. Waffen sind nicht genug, um gewalttätigem Extremismus entgegenzutreten. Wir brauchen dazu auch Bildung, Prävention und die Weitergabe des kulturellen Erbes. Das ist die Botschaft dieser historischen Resolution.“

Die UNESCO schützt Kulturgüter auf der Grundlage zahlreicher internationaler Abkommen, darunter die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten von 1954, die UNESCO-Konvention gegen den illegalen Handel mit Kulturgut von 1970 und die UNESCO-Welterbekonvention von 1972.

Weitere Informationen

Resolution 2347 des UN-Sicherheitsrats (engl.)
Resolution 2347 des UN-Sicherheitsrats (dt.)
Webseite der UNESCO

(Artikel erstellt am 24. März 2017)

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