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Genossenschaften in Deutschland im Porträt

Berlin Music Commission eG und 4freelance eG

Die "Idee und Praxis der Organisation gemeinsamer Interessen in Genossenschaften" ist als erste Kulturform aus Deutschland für die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit vorgeschlagen worden. Eine Entscheidung über die Aufnahme fällt im November/Dezember 2016 auf der Sitzung des Zwischenstaatlichen Ausschusses in Addis Abeba, Äthiopien. 

In dieser Ausgabe einer Artikelserie stellen wir zwei Genossenschaften vor, die in der Kultur- und Medienwirtschaft durch Vernetzung und Zusammenarbeit Vorteile für ihre Mitglieder bringen:

© Berlin Music Commission eG

Berlin Music Commission eG

Gründungsjahr: 2007
Sitz: Berlin
Zweck: Netzwerk zur Förderung der Berliner Musikwirtschaft   
http://www.berlin-music-commission.de/

Die Berlin Music Commission eG wurde 2007 durch 19 Gründungsmitglieder ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Akteure aus allen Bereichen der Musikwirtschaft miteinander zu vernetzen sowie den Wissens- und Informationsaustausch innerhalb der Branche wie auch branchenübergreifend zu fördern. Hierbei steht die Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen im Vordergrund. Das dazugehörige Berliner Kompetenzzentrum Musikwirtschaft bietet den Mitgliedern konkrete Unterstützung für kreative Vorhaben im Bereich Coaching und Beratung. Gleichzeitig soll damit die Attraktivität des Musikstandorts Berlin gesteigert werden. Die Heterogenität der einzelnen Projekte ermöglicht die Erschließung neuen kreativen und wirtschaftlichen Potenzials.

© 4freelance eG

4freelance eG

Gründungsjahr: 2014
Sitz: München
Zweck: Faire und transparente Vermittlung von Freelancern
https://www.4freelance.de

Die mangelnde Transparenz struktureller Mechanismen in der Vermittlung von Freelancern war einer der Hauptgründe, die eine Gruppe junger IT-Freelancer dazu motivierte, die Genossenschaft 4freelance eG zu gründen. Damit legten sie den Grundstein für eine Agentur, die den Freelancern selbst gehört und eine Unterstützung untereinander ermöglicht. Eine kostendeckende Vermittlung von Projekten und Aufträgen steht für die jungen Genossenschaftler im Vordergrund. Die inzwischen mehr als 430 Mitglieder profitieren darüber hinaus von festgelegten Vermittlungsprovisionen in Höhe von rund 10 Prozent, welche unter der Grenze der meisten gewinnorientierten Vermittlungsagenturen liegt. Somit bleiben die Leistungen auch für Auftraggeber attraktiv. Faire und verständliche Rahmenverträge werden gemeinsam mit Genossenschaftsmitgliedern von 4freelance eG entwickelt und sind öffentlich einsehbar. 

Hintergrund

Die UNESCO fördert mit dem Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes das Bewusstsein für den Wert lebendiger Traditionen: Kulturformen, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Deutschland erstellt als Vertragsstaat des Übereinkommens seit 2013 ein Bundesweites Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Derzeit umfasst das Verzeichnis 34 Einträge. Zudem sind zwei Projekte als Gute Praxisbeispiele der Erhaltung immateriellen Kulturerbes anerkannt worden. Aus dem Bundesweiten Verzeichnis können einzelne Elemente auch für eine der UNESCO-Listen nominiert werden.

Die Genossenschaftsidee und -praxis ist ein für alle Bevölkerungsschichten offenes Modell zur Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstorganisation. Sie beruht auf ideellen Grundkonzepten wie Solidarität, Ehrlichkeit, Verantwortung und Demokratie. Diese Prinzipien des kulturellen Selbstverständnisses menschlicher Gemeinschaften und das in der Genossenschaftsidee und -praxis zum Ausdruck kommende bürgerschaftliche Engagement im sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich waren bei der Nominierung für das Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe der DUK ausschlaggebend.

In dieser Artikelserie werden einzelne Genossenschaften porträtiert. Die Serie soll insgesamt ein vielfältiges Bild der deutschen "Genossenschaftslandschaft" ergeben.

(Artikel erstellt am 18. August 2016)

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