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Juli 2015

Erbe der Menschheit

Die 24 neuen UNESCO-Welterbestätten

Von Kurt Schlünkes

Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 39. Tagung vom 28. Juni bis 8. Juli 2015 in Bonn insgesamt 24 Stätten neu in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu zählen die historische Weinlandschaft der Champagne, das arabisch-normannische Palermo und die antike Stadt Ephesus in 
der Türkei. Deutschland verzeichnet mit der Speicherstadt und dem Kontorhausviertel mit dem Chilehaus in Hamburg bereits seine vierzigste Welterbestätte. Erstmals sind Jamaika und 

Singapur in der Welterbeliste vertreten. Drei Welterbestätten wurden erweitert.

Die Blue Mountains sind eng verbunden mit der Geschichte der Maroons
© JNHT / M. Morgan

Jamaika: Die Blue and John Crow Mountains – die erste Welterbestätte des Landes – zählen sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe. Die Blue Mountains sind die höchste Bergkette Jamaikas mit Gipfeln über 2.200 Metern. Zusammen mit den angrenzenden John Crow Mountains bilden sie den größten Nationalpark der karibischen Insel. Die Blue Mountains gehören aufgrund der außergewöhnlich hohen Anzahl endemischer Arten zu den globalen Hotspots der Biodiversität. In dem tropischen Bergregenwald gedeihen seltene Baumarten, Moose, Farne, Bromelien und Orchideen. Auch viele Amphibien-, Vogel- und Säugetierarten, die weltweit als bedroht gelten, leben hier. Der WWF zählt die Blue Mountains zu den "Global 200 priority ecoregions" – den biologisch wertvollsten Lebensräumen der Erde. Aber auch in kultureller Hinsicht haben die Blue Mountains große Bedeutung. Sie sind eng verbunden mit der Geschichte der Maroons und ihrem Freiheitskampf gegen die Sklaverei. In den unzugänglichen Bergwäldern organisierten die Maroons ihren Widerstand gegen die britische Kolonialmacht. Granny Nanny, eine Anführerin der Windward Maroons, gründete 1720 in den Blue Mountains die erste freie Siedlung afrikanischer Sklaven. Der Ort erhielt den Namen "Nanny Town". Bis heute wird Granny Nanny auf Jamaika als Nationalheldin verehrt. Mit der Aufnahme in die "Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes" der UNESCO fand das Erbe der Maroons bereits 2008 internationale Anerkennung.

Tusi-Stätte Tangya
© Management Office of Tangya Tusi Domain

China: Die Tusi-Stätten in Laosicheng und Tangya und die Festung von Hailongtun repräsentieren Chinas Stammeshäuptlingssystem während der Ming- und Qing-Zeit. Vom 13. bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die "Tusi" von der Zentralregierung als erbliche Herrscher ihrer Regionen ernannt. Die chinesischen Kaiser führten das Tusi-System ein, um die in den südlichen Provinzen lebenden Eingeborenenstämme in das Regierungssystem zu integrieren. Dieses politische System ermöglichte es den Stammeshäuptlingen ethnischer Minderheiten, ihre Region sowohl auf Basis des Kaiserrechts als auch ihrer lokalen Bräuche zu regieren. Von den ehemaligen Herrschaftsbezirken der Tusi zeugen die Überreste von Festungsanlagen, Grenzmauern und Grabstätten der Stammeshäuptlinge.

Kirche der Herrnhuter in Christiansfeld
© Kolding Kommune / Annemette Løkke Berg

Dänemark: Christiansfeld ist eine außergewöhnlich gut erhaltene Herrnhuter-Siedlung in Südjütland. Sie wurde 1773 als Kolonie der ursprünglich aus Herrnhut in Sachsen stammenden Brüdergemeine gegründet und spiegelt die Ideale dieser evangelisch-lutherischen Glaubensgemeinschaft wider. Die Siedler erbauten die Stadt um einen zentralen Kirchplatz. Die auffällig schlichte Kirche, die kaum Schmuck enthält, und das noch heute intakte Gebäudeensemble mit großen Gemeinschaftshäusern für Witwen und unverheiratete Mitglieder der Brüdergemeine veranschaulichen die Idee der Gleichheit und Harmonie und den einfachen Lebensstil der Gemeinschaft. Christiansfeld hat seine ursprüngliche Architektur mit homogenen Gebäudegruppen, einheitlich in Stil, Form und Material, bis heute bewahrt. Die Siedlung ist eines der am besten erhaltenen Beispiele für die Handwerkstradition und die Prinzipien der Stadtplanung und Architektur der Herrnhuter Brüdergemeine in Skandinavien.

Parforcejagdlandschaft in Nordseeland
© Ib Welling

Dänemark: Die Parforcejagdlandschaft in Nordseeland veranschaulicht beispielhaft eine bedeutende Etappe der Landschaftsgestaltung in Europa. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Wälder speziell für die Parforcejagd hergerichtet. Die höfische Jagdmethode erforderte eine radiale Einteilung des Reviers. Um das Gelände vollständig überblicken zu können, wurden in den Wäldern sternförmig Schneisen angelegt. Ausgehend von einem Rondell konnte die königliche Jagdgesellschaft über geradlinige Wegachsen das Gebiet rasch und bequem passieren. Der sogenannte Jagdstern – mit einem Jagdschloss als Zentralbau – verweist auf die ästhetischen Ideale des Barock und die Herrschaftsvorstellungen des Absolutismus. Der Jagdstern ist ein Sinnbild der Macht: Wege und Blickachsen strahlen vom Herrscher aus in alle Richtungen. Das geometrische Landschaftsdesign folgte Vorbildern aus Frankreich und Deutschland. Diese Modelle wurden im dänischen Königreich den speziellen Anforderungen der Parforcejagd angepasst. Repräsentative Beispiele für die Parforcejagdlandschaft in Nordseeland sind die historischen Jagdreviere Store Dyrehave und Gribskov und die ehemaligen königlichen Jagdparks Jægersborg Dyrehave und Jægersborg Hegn.

Hamburger Speicherstadt
© Denkmalschutzamt Hamburg / Nicolai Wieckmann

Deutschland: Die Hamburger Speicherstadt ist das größte zusammenhängende, einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt. Bis heute ist die Speicherstadt in nahezu unveränderter historischer Gestaltung erhalten und vermittelt in einzigartiger Weise die maritime Industriearchitektur des Historismus. Sie wurde zwischen 1885 und 1927 in drei Bauabschnitten auf einer Inselgruppe in der Elbe errichtet. Die Speicherstadt besteht aus 15 aus rotem Backstein in neogotischen Architekturformen erbauten großen Lagerhäusern und kleineren Nebengebäuden, die durch Straßen, Wasserstraßen und Brücken miteinander verbunden sind. Das benachbarte Kontorhausviertel mit den Kontoren der hafen- und schifffahrtsabhängigen Unternehmen wurde zwischen 1920 und 1940 erbaut. Architektonisch bedeutsam ist insbesondere das von Fritz Höger errichtete Chilehaus. Mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze und seinen Fassaden aus dunkelrot bis violett gebrannten Backsteinen gilt es als eine Ikone des "Klinkerexpressionismus". Das hochwertige Design und die funktionelle Konstruktion des Chilehauses sowie der Kontorhäuser Meßberghof, Sprinkenhof und Mohlenhof zeugen von den modernen architektonischen und städtebaulichen Konzepten, die Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge des raschen Wachstums im internationalen Handel entstanden. Das Kontorhausviertel in Hamburg war das erste reine Büroviertel auf dem europäischen Kontinent.

Climats in Burgund
© Jean-Louis Bernuy

Frankreich: Die "Climats" in Burgund sind präzise abgegrenzte Weinbauparzellen, die sich wie ein Mosaik über die Hanglagen zwischen Dijon und Santenay erstrecken. Nur in Burgund werden die Reblagen in den Weinbergen nicht als "Terroirs", sondern als "Climats" bezeichnet. Der Begriff wird erstmals in Schriften des 16. Jahrhunderts erwähnt. "Climat" bezeichnet eine Kombination von Eigenschaften der Weinlage. Dazu gehören unter anderem die Hangausrichtung, die natürliche Beschaffenheit des Bodens, das Mikroklima und die historische Anbauweise. Die Essenz eines Climats spiegelt sich in der Farbe, Textur und dem Aroma der Weine wider. Über die Jahrhunderte sind mehr als 1.000 individuelle Climats entstanden. Diese traditionelle Form des Weinbaus hat in Burgund eine außergewöhnliche Kulturlandschaft geformt.

Historischer Weinkeller in Aÿ
© Michel Jolyot / Association Paysages du Champagne

Frankreich: Weinberge, Weinhäuser und Weinkeller der Champagne. Die historischen Weingärten und Kellereien von Hautvillers, Aÿ und Mareuil-sur-Aÿ, die Anhöhe von Saint-Nicaise in Reims und die Avenue de Champagne in Épernay zeugen von den Ursprüngen und der Entwicklung des traditionellen Weinbaus in der Champagne. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich die Region zu einer agrar-industriellen Kulturlandschaft. Zum baukulturellen Erbe aus dieser Zeit gehören repräsentative Industriegebäude sowie die großbürgerlichen Anwesen der Champagner-Winzer. Daneben ist eine Vielzahl historischer Produktions- und Vertriebsstätten erhalten, die Einblicke in die hohe Kunst der Champagner-Herstellung geben. Bis heute werden für die Weinbereitung und Lagerung alte Steinbrüche als Weinkeller genutzt, die riesigen unterirdischen Kathedralen gleichen. Die heutige Kulturlandschaft der Champagne ist das Ergebnis eines langen Gestaltungsprozesses, mit dem tiefgreifende technische, soziale und ökonomische Veränderungen verbunden waren. Die Weinerzeugung entwickelte sich von einer handwerklichen Kultur hin zur industriellen Massenproduktion für einen weltweiten Markt. Der besondere Charakter der Kulturlandschaft beruht nicht zuletzt auf der symbolischen Bedeutung des Champagners. Der perlende Wein, der nach streng festgelegten Regeln in der Champagne angebaut und gekeltert wird, gilt in vielen Teilen der Welt als das festlichste aller Getränke.

Die Forth Bridge
© Historic Scotland / Duncan Peet

Großbritannien: Die Forth Bridge, die den "Firth of Forth" – die Mündung des Flusses Forth – an der Ostküste von Schottland überspannt, verbindet Edinburgh und die Halbinsel Fife. Die Eisenbahnbrücke gilt als Meilenstein in der Brückenkonstruktion. Sie wurde 1890 fertiggestellt und war mit über 2,5 Kilometern seinerzeit die längste Stahlauslegerbrücke der Welt. Die Verwendung von Stahl im Brückenbau war im ausgehenden 19. Jahrhundert eine Innovation. Das Fundament der Brücke bilden drei massive, 110 Meter hohe Granitpfeiler mit Fachwerkträgern zu jeder Seite. Die Auslegerarme jedes Trägers haben eine Spannweite von 207 Metern. Das Gesamtgewicht der Brücke beträgt 54.000 Tonnen. Nicht nur wegen ihrer enormen Ausmaße war die Forth Bridge seinerzeit eine Ikone. Innovativ waren auch das Design, die industrielle Ästhetik und die markante rote Farbe. Die Brücke ist bis heute in Betrieb.

Kulturlandschaft von Maymand
© Maymand Cultural Heritage Base / P. Karamnejad

Iran: Die historische Kulturlandschaft von Maymand liegt in der Bergregion der iranischen Provinz Kerman. Die dort lebenden Menschen sind Halbnomaden, die im Frühjahr und Herbst mit ihren Tieren auf die Almen ziehen, wo sie in provisorischen Siedlungen wohnen. In den Wintermonaten leben sie weiter unten im Tal in einem Höhlendorf. Die Wohnstätten des Dorfes bestehen aus mehreren 16 bis 20 Quadratmeter großen Felshöhlen, die auf mehrstöckigen Terrassen angelegt sind. Seit Jahrtausenden ist das Höhlendorf permanent bewohnt. Aufgrund des geringen Niederschlags in der Region wird das Dorf durch zwei unterirdische Aquädukte mit Wasser versorgt. Heute leben in Maymand nur noch 140 Menschen, die ihre traditionelle Lebensweise in Harmonie mit der Natur bewahrt haben. Maymand wurde 2005 mit dem Melina Mercouri-Preis der UNESCO für die Erhaltung von Kulturlandschaften ausgezeichnet.

Palast des Darius in Susa
© ICCHTO / Babak Sedighi

Iran: Susa ist eine der ältesten durchgehend besiedelten Städte der Welt. Im späten 5. Jahrtausend vor Christus entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum am Knotenpunkt der antiken Handelsstraße zwischen Mesopotamien und der iranischen Hochebene. Vom 3. bis 1. Jahrtausend v. Chr. war Susa die Hauptstadt der Elamiter. Unter den Achämeniden wurde Susa Residenzstadt. Später fiel die Stadt unter die Herrschaft der Mazedonier, der Parther und der Sassaniden. Grabungsfunde aus der über 5.000-jährigen Siedlungsgeschichte machen Susa zu einer Schatzkammer der Archäologie. Zu den ältesten Überresten zählen die Akropolis (circa 4.000 v. Chr.) und die elamitische Königsstadt, aus achämenidischer Zeit stammen die Paläste von Darius I. und seines Nachfolgers Artaxerxes II. (ca. 400 v. Chr.). Aus mehreren übereinanderliegenden Schichten legten Archäologen Siedlungsreste, Gebäude und Artefakte aus den verschiedenen Epochen frei. Susa ist eine der wenigen archäologischen Stätten im Nahen Osten, die anhand von Grabungsfunden die Entwicklung von Stadtplanung und Architektur über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahrtausenden und unter dem Einfluss unterschiedlicher Kulturen dokumentiert.

Nekropole von Bet She'arim
© Tsvika Tsuk

Israel: Die Nekropole von Bet She'arim ist ein außergewöhnliches Zeugnis des antiken Judentums. Im 2. Jahrhundert nach Christus war Bet She'arim die wichtigste jüdische Begräbnisstätte außerhalb von Jerusalem. Die unterirdischen Grabstätten der Nekropole sind eine Schatzkammer mit eklektischen Kunstwerken, reichen Verzierungen und Inschriften in aramäischer, griechischer und hebräischer Sprache. Sie bezeugen eine Periode der Wiederbelebung der jüdisch-religiösen Kultur. Bet She'arim steht in enger Verbindung mit dem Patriarchen Rabbi Jehuda, einem der geistigen und politischen Führer des jüdischen Volkes und Verfasser der Mischna, der ersten größeren Niederschrift der mündlichen Tora. Rabbi Jehuda ha-Nasi lebte und arbeitete in Bet She'arim. Daher gilt der Ort als ein Wahrzeichen der jüdischen Erneuerung.

Kathedrale von Palermo
© CRICD

Italien: Das arabisch-normannische Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale repräsentieren das baukulturelle Erbe des Königreichs Sizilien. Palermo war von 1130 bis 1194 die Hauptstadt dieses multikulturellen Königreiches. Die normannischen Herrscher verwoben bei ihren Kirchen- und Schlossbauten die Stilelemente aus Morgenland und Abendland und schufen damit eine neuartige und unvergleichliche Architektur. Zu den Juwelen dieser Baukunst zählen neben den Kathedralen von Palermo, Cefalù und Monreale der Königspalast in Palermo und die Cappella Palatina, das Schloss Zisa, die Kirchen San Giovanni degli Eremiti, Santa Maria dell'Ammiraglio und San Cataldo sowie die Ponte dell'Ammiraglio. Zusammen sind diese Baudenkmäler ein hervorragendes Beispiel für den Synkretismus zwischen westlichen, islamischen und byzantinischen Kulturen, der den arabisch-normannischen Stil geprägt hat. Dieser neue Stil hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der mittelalterlichen Architektur in Süditalien und im Mittelmeerraum.

Stätten der industriellen Revolution in Japan
© Stadt Kitakyushu

Japan: Stätten der industriellen Revolution in der Meiji-Zeit. Das Ensemble von insgesamt 23 Industriedenkmälern an elf Standorten illustriert die beispiellose industrielle Revolution des Landes nach dem Vorbild der westlichen Welt. Die schnelle Industrialisierung Japans Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts gründete auf der Entwicklung der Eisen- und Stahlindustrie, des Schiffbaus und des Kohlebergbaus. Die erste Phase der Industrialisierung Japans in den 1850er Jahren war eine Zeit des Experimentierens in der Roheisenerzeugung und im Schiffbau. Um die Seeverteidigung zu stärken, wurde die Industrialisierung von lokalen Clans vorangetrieben, die dabei auf das Wissen der westlichen Welt zurückgriffen und westliche Technologien kopierten. In der zweiten Phase während der Meiji-Ära in den frühen 1870er Jahren forcierte Japan die Einfuhr von Technologien aus Westeuropa und Amerika, um sich das Know-how des Westens anzueignen. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Industrialisierung erfolgreich abgeschlossen. Japanische Ingenieure entwickelten die westliche Technologie weiter, um sie schrittweise den spezifischen nationalen Bedürfnissen anzupassen, schafften neue Innovationen und führten die japanische Schwerindustrie zu Weltrang. Die Einschreibung der Stätte war ein historischer Moment. Im Rahmen der Welterbekomiteesitzung erklärte Japan, dass in den 1940er Jahren Menschen aus Südkorea gegen ihren Willen in den Industriestätten unter harten Bedingungen arbeiten mussten. Die japanische Regierung erklärte auch, diesen Teil der Historie der Welterbestätte der Öffentlichkeit zu vermitteln.

Archäologische Stätte 'Bethanien jenseits des Jordans'
© Baptism Site Commission / Simon Balian

Jordanien: Taufstätte "Bethanien jenseits des Jordans" (Al-Maghtas). Die historische Siedlung Bethanien liegt zwei Kilometer östlich des Jordans, etwa 50 Kilometer vor der jordanischen Hauptstadt Amman. Laut biblischer Überlieferung ist sie der Wohn- und Wirkungsort Johannes des Täufers. Bethanien liegt am Fuße eines Hügels, der bereits in vorchristlicher Zeit als heiliger Ort galt: Hier soll einst der Prophet Elias in den Himmel gefahren sein. Gleichzeitig liegt Bethanien auf der antiken Pilgerroute von Jerusalem zum Berg Nebo. Die Ausgrabungen in der Region zählen zu den wichtigsten archäologischen Entdeckungen des heutigen Jordaniens. Zwischen der historischen Siedlung und dem Fluss wurde neben weiteren Gebäuden eine große Kirche aus spätbyzantinischer Zeit entdeckt. Es wird vermutet, dass das Gotteshaus am Flussufer den Taufort Jesu markieren sollte. Nach dem Evangelium des Johannes war Bethanien der Ort, an dem die Jordan-Taufe des Jesus von Nazareth stattgefunden hat.

Historische Stätten der Baekje-Dynastie
© Baekje Historic Areas Nomination Office / Seo Heun-kang

Republik Korea: Historische Stätten der Baekje-Dynastie. Das Königreich Baekje war eines der drei Königreiche, die zwischen dem 1. und 7. Jahrhundert n. Chr. die koreanische Halbinsel beherrschten. Von dem kulturellen Erbe aus dieser Zeit zeugen die historischen Bereiche von Buyeo, Gongju und Iksan, den drei ehemaligen Hauptstädten des Königreichs Baekje. Repräsentative Beispiele aus der Blütezeit des Königreichs (475 bis 660 n. Chr.) sind die Festung Gongsanseong in Gongju und die Königsgräber in Songsan-ri, die Festung Busosanseong und der Jeongnimsa-Tempel in Buyeo, die Königsgräber in Neungsan-ri, der königliche Palast in Wanggung-ri sowie der Mireuksa-Tempel in Iksan. Sie veranschaulichen die Prinzipien der Stadtplanung, Architektur und Kunst, die chinesische Vorbilder und die Lehren des Buddhismus aufgriffen. Die archäologischen Stätten sind Zeugnisse für den kulturellen Austausch zwischen den alten Königreichen in Korea, China und Japan sowie für die Verbreitung des Buddhismus in Ostasien.

Der Aquädukt von Padre Tembleque
© Espacio de la Imagen / Edgar Valtiago

Mexiko: Aquädukt von Padre Tembleque. Der nach dem Franziskanermönch Padre Tembleque benannte Aquädukt wurde zwischen 1554 und 1571 erbaut und gilt als ein architektonisches Meisterwerk des Wasserbaus. Die Franziskaner errichteten den Aquädukt nach dem Vorbild der römischen Wasserleitungen, während die Baumeister der indigenen Gemeinschaften ihre Kenntnisse von den Bautraditionen der mesoamerikanischen Kulturen einbrachten. So besteht das Mauerwerk des Aquädukts vorwiegend aus Lehmziegeln, die Architektur der Arkaden mit den typischen Rundbögen hingegen folgt europäischen Modellen aus der Römerzeit. Die Hauptarkade des Aquädukts bei Tepeyahualco besteht aus 67 Rundbögen, die eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen. Der Kanal des Aquädukts überbrückt Täler und Schluchten und erstreckt sich auf einer Gesamtlänge von 48 Kilometern. Er beginnt am Hang des Vulkans Tecajete, westlich der Stadt Zempoala im Bundesstaat México, und endet in der Stadt Otumba im Bundesstaat Hidalgo.

Burkhan Khaldun
© A. Duurenjargal

Mongolei: Der Heilige Berg Burkhan Khaldun ist laut Überlieferungen Geburtsort und Grabstätte von Dschingis Khan und gilt als Sinnbild des mongolischen Reiches, das den eurasischen Kontinent im 12. und 13. Jahrhundert maßgeblich prägte. Neben dem Burkhan Khaldun gelten sechs weitere Berge als heilig und stehen seit 1994 unter staatlichem Schutz. Die Anbetung heiliger Berge und Quellen ist ein wesentlicher Bestandteil der mongolischen Kultur. Die ursprünglich schamanischen Rituale wurden dabei um buddhistische Lehren und Praktiken erweitert. Sie umfassen deshalb heute neben traditionellen Segenssprüchen, Volksliedern und Opfergaben von Milch und Tee auch den Vortrag buddhistischer Lehrreden, sogenannter Sutras. Als unberührte Landschaften spielen die heiligen Berge auch eine wichtige Rolle für die Erhaltung bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Wasserkraftwerk Såheim in Rjukan
© Per Berntsen

Norwegen: Die Industriestätten in Rjukan und Notodden im Regierungsbezirk Telemark in Südnorwegen bezeugen die Pionierleistungen der norwegischen Wasserkraftindustrie und den damit verbundenen Aufschwung der jungen Industrienation zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Bau zweier bahnbrechender Wasserkraftwerke schaffte in Rjukan die Voraussetzung für die energieintensive Massenproduktion von Kunstdünger. Innerhalb kürzester Zeit erlangte die Stadt internationalen Rang als Produzent von Düngemitteln für die weltweite Landwirtschaft. Das von dem Konzern Norsk Hydro erbaute Kraftwerk war zu dieser Zeit die größte Turbinenanlage weltweit. 1915 nahm der Konzern ein noch leistungsfähigeres Wasserkraftwerk in Betrieb, das die chemische Schwerindustrie mit Strom versorgte. Im Zuge der Industrialisierung entwickelte sich Rjukan in weniger als 20 Jahren von einer Bauerngemeinde zu einer Arbeitersiedlung mit mehreren tausend Einwohnern. Norsk Hydro investierte in Infrastruktur und Wohnungsbau. Die vom Konzern beauftragten Architekten entwarfen eine Stadt mit einer eindrucksvollen Architektur und hohen sozialen Standards. Die meisten der zentralen Gebäude und die zwei Kraftwerke sind gut erhalten. In einem der Kraftwerksgebäude befindet sich heute das norwegische Industriearbeitermuseum, das die technologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die mit der industriellen Nutzung der Wasserkraft einherging, dokumentiert.

Felszeichnungen in Shuwaymis
© Saudische Kommission für Tourismus und Altertümer / Dr Majeed Khan

Saudi-Arabien: Felszeichnungen in Ha'il. Im Nordwesten der Provinz Ha'il am Rande der Wüste Nefud befinden sich die zwei größten und reichhaltigsten Fundorte von Felsbildern auf der arabischen Halbinsel. In den Sandsteinfelsen des Jabal Umm Sanman entdeckten Archäologen 490 Fundstellen mit insgesamt über 4.000 Felszeichnungen. Sie zeugen vom Leben der Menschen, die sich in der einst fruchtbaren Oase Jubbah angesiedelt haben. Die Felsbilder zeigen Darstellungen von Menschen und Tieren, Jagdszenen, abstrakte Malereien und Inschriften. Sie stammen aus vier Siedlungsphasen während der Jungsteinzeit, der Bronze- und Eisenzeit sowie aus frühislamischer Zeit. Die ältesten Bilder werden Beduinen zugeschrieben, die vor etwa 10.000 Jahren in Jubbah lebten, als dort noch ein großer Binnensee existierte. Die Schutzzone rund um den Jabal Umm Sanman umfasst mehr als 24 Quadratkilometer. Die zweite bedeutende Fundstätte ist das archäologische Schutzgebiet Shuwaymis mit einer der größten und außergewöhnlichsten Sammlungen von Tierzeichnungen. Auf mehreren hundert Felsbildern sind Kamele, Gazellen, Leoparden, Pferde, Hunde und Auerochsen dargestellt. 

Botanischer Garten von Singapur
© Singapore Botanic Gardens National Park

Singapur: Der botanische Garten von Singapur – die erste Welterbestätte des Landes – gehört mit seinen über 3.000 tropischen Pflanzenarten, einem Regenwaldpark und einem riesigen Orchideengarten zu den schönsten und wissenschaftlich bedeutendsten botanischen Gärten der Welt. Seine Geschichte reicht 150 Jahre zurück, bis in die Zeit der britischen Kronkolonie. Ursprünglich wurde er im englischen Stil als Landschaftsgarten angelegt. Später diente er als Wirtschaftsgarten und zur Pflanzenzucht. Unter anderem spielte er eine Schlüsselrolle bei der Züchtung von Kautschukbäumen. Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte er sich zu einem der wichtigsten Zentren für Pflanzenforschung in Südostasien und leistete international bedeutende Beiträge im Bereich der tropischen Botanik und der Gartenbauwissenschaften. Als Zeugen seiner wechselvollen Geschichte blieben zahlreiche historische Landschaftselemente erhalten. Heute dient der botanische Garten im Herzen der Stadt Singapur vor allem als Ort der Bildung und Erholung für jährlich über vier Millionen Besucher.

Römische Celsus-Bibliothek in Ephesus
© Österreichisches Archäologisches Institut / Niki Gail

Türkei: Die antike Stadt Ephesus lag ursprünglich direkt am Meer mit einem Hafen an der Mündung des Kaystros. Durch das Zurückweichen des Meeres verlandete der Hafen und die Küstenlinie verschob sich stetig weiter nach Westen, sodass Siedlungsteile mehrfach neu aufgebaut werden mussten. Die archäologischen Reste der Stadt aus hellenistischer und römischer Zeit befinden sich heute mehrere Kilometer landeinwärts. Ausgrabungen in den letzten 150 Jahren legten weltweit bedeutende Monumente frei, wie die Ruine des berühmten Tempels der Artemis, eines der "Sieben Weltwunder" der Antike. Zu den wichtigsten Funden aus der Zeit des römischen Kaiserreiches gehören die Celsus-Bibliothek und das Große Theater. Vom Lebensstil der römischen Gesellschaft zeugen antike Terrassenhäuser mit Wandmalereien, Mosaiken und Marmorverkleidungen. Im Ruinenfeld von Ephesus befinden sich außerdem das Haus der Jungfrau Maria und die Kirche des Heiligen Johannes. Die Moschee von Isa Bey und die mittelalterliche Siedlung auf dem Stadthügel Ayasoluk zeugen von der Eroberung der Stadt durch die Seldschuken und osmanischen Türken. Die archäologischen Stätten von Ephesus geben Aufschluss über die einzigartige Siedlungsgeschichte der Stadt, die einerseits von natürlichen Umweltveränderungen und andererseits von den Einflüssen unterschiedlicher Kulturen geprägt war.

Festung von Diyarbakır
© Stadtverwaltung Diyarbakır / Mehmet Masum Suer

Türkei: Festung von Diyarbakır und Kulturlandschaft Hevsel-Gärten. Die Zitadelle von Diyarbakır ist eine der größten antiken Festungsanlagen der Welt. Diyarbakır im Südosten Anatoliens am Ufer des Tigris wurde vor mehr als 8.000 Jahren gegründet. An der historischen Stadtmauer kann man die Siedlungsgeschichte ablesen. Römer, Assyrer und Byzantiner haben ihre Spuren hinterlassen. Die Stadtmauer umfasst eine Innen- und Außenburg. Sie besitzt 16 Türme und fünf mit Inschriften und Reliefs versehene Stadttore. Die Wände der Außenburg aus schwarzem Basalt sind bis zu zwölf Meter hoch und drei Meter dick. Ihre vier mächtigen Haupttore zeigen in die vier Himmelsrichtungen. Im Südosten befinden sich die Hevsel-Gärten, die über Jahrtausende die Bewohner der Stadt mit Obst und Gemüse versorgt haben. Diese alte Kulturlandschaft wurde gemeinsam mit der Zitadelle in die Welterbeliste aufgenommen.

Industrielandschaft von Fray Bentos
© Provinzverwaltung Rio Negro / Hector Gomez

Uruguay: Die Industrielandschaft von Fray Bentos ist ein frühes Beispiel für die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung. 1863 gründete der deutsche Ingenieur Georg Christian Giebert in Fray Bentos die weltweit erste Fleischextrakt-Fabrik, die zwei Jahre später in die "Liebig’s Extract of Meat Company" überging. Nach dem Verfahren des deutschen Chemikers Justus von Liebig und mit in England entwickelten Maschinen wurde in Fray Bentos, das über riesige Rinderherden verfügte, tonnenweise Fleischextrakt hergestellt und über den Hafen am Rio Uruguay nach Europa verschifft. 1924 wurden die Fabrikanlagen von der "Frigorífico Anglo del Uruguay S.A." erworben und unter diesem Namen weitergeführt. Die Fabrik in Uruguay versorgte den globalen Markt wie auch die Armeen der beiden Weltkriege mit Fleischpasten und Corned Beef. Große Teile der Fabrik mit ihren Kühlhäusern, Werkhallen, Maschinen und Kaianlagen sind nahezu original erhalten. Der historische Industriekomplex umfasst außerdem zugehörige Landgüter und Arbeitersiedlungen. Die Geschichte der Fabrik und die damit einhergehenden technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen werden im "Museum der industriellen Revolution" umfassend dokumentiert.

Ehemalige spanische Missionsstation Valero
© National Park San Antonio Missions / Robert Howen

Vereinigte Staaten von Amerika: Die Missionen in San Antonio illustrieren die Zeit der spanischen Kolonialisierung des amerikanischen Südwestens. Auf einer Strecke von circa zwölf Kilometern entlang des San Antonio River im südlichen Texas befinden sich die fünf ehemaligen spanischen Missionsstationen Valero (Fort Alamo), Espada, San Juan, San José und die Rancho de las Cabras. Sie wurden im frühen 18. Jahrhundert von Franziskanermönchen erbaut und dienten der Evangelisierung der indigenen Bevölkerung sowie der Verteidigung der Nordgrenze von Neuspanien. Die Missionen sind Bestanteil des "San Antonio Missions National Historical Park" und wurden aufwändig restauriert. Alle Komponenten der Missionen, die das Zusammenleben in einer sich selbsterhaltenden sozioökonomischen Gemeinschaft veranschaulichen, sind nahezu authentisch erhalten: Kirchengebäude, Wohnhäuer, Werkstätten und Viehställe sowie Brunnen und landwirtschaftliche Bewässerungssysteme. In den Missionen lebten die spanischen Missionare in enger Gemeinschaft mit Menschen aus der indianischen Bevölkerung. Viele Coahuilteken wohnten hier und arbeiteten auf den landwirtschaftlichen Anwesen der Missionen. Durch die gemeinsame Nutzung von Wissen und handwerklichen Fähigkeiten und die Annahme einer gemeinsamen Sprache und Religion entstand eine Gemeinschaft mit einer eigenen kulturellen Identität, weder ganz autochthon noch ganz spanisch. Die Missionen in San Antonio sind ein hervorragendes Beispiel für den fruchtbaren Austausch und die enge Verflechtung der spanischen und indianischen Kultur. Anschaulich wird dies zum Beispiel in den Kirchen, die sowohl mit christlichen Symbolen als auch kunstvollen Malereien der Coahuilteken dekoriert sind.

Erweiterungen

Drei Welterbestätten wurden erweitert:

Pilgerweg in Nordspanien
© Ministère de la Culture de La Rioja / José Ramón Regulez

Spanien: Pilgerrouten nach Santiago in Nordspanien. Die Welterbestätte "Pilgerwege nach Santiago de Compostela" wurde um vier christliche Pilgerrouten in Nordspanien erweitert. Dazu gehören die Pilgerrouten an der nordspanischen Atlantikküste, im Baskenland, in der Region La Rioja und in der Bergregion Liébana in Kantabrien. Zusammen bilden diese vier Pilgerrouten ein knapp 1.500 Kilometer langes Wegenetz. Das gemeinsame Ziel, das alle historischen Wege der Pilgerroute verbindet, ist das Grab des Apostels Jakobus des Älteren in Santiago de Compostela in Galicien. Nach der Entdeckung des Grabs im 9. Jahrhundert wurde Santiago de Compostela neben Rom und Jerusalem zum dritten Hauptziel der christlichen Pilgerfahrt. Die Hauptroute des Jakobswegs in den spanischen Pyrenäen zählt bereits seit 1993 zum Welterbe. 1998 hat die UNESCO die französischen Pilgerstraßen nach Santiago ebenfalls in die Welterbeliste aufgenommen.

Cape Floral
© Western Cape Nature Conservation Board

Südafrika: Die Schutzregion Cape Floral wurde 2004 wegen ihres außergewöhnlichen Pflanzenreichtums als Weltnaturerbe anerkannt. 69 Prozent der geschätzten 9.000 Pflanzenarten in der Region sind endemisch. Cape Floral ist als einer der 35 wichtigsten terrestrischen Biodiversitäts-Hotspots der Welt anerkannt. Die Schutzregion hat zudem wissenschaftliche Bedeutung für die Erforschung biologischer und ökologischer Prozesse. Auf Antrag Südafrikas wurde das Gebiet des Weltnaturerbes auf eine Gesamtfläche von mehr als einer Million Hektar vergrößert. Dadurch soll ein noch besserer Schutz der endemischen Pflanzenwelt und insbesondere der Vegetation von Hartlaubgewächsen (Fynbos) sichergestellt werden. Die Fynbos-Vegetation in Cape Floral ist weltweit einzigartig.

Der Nationalpark Phong Nha-Ke Bang ist Lebensraum des Kleideraffen
© Nationalpark Phong Nha-Ke Bang / FIPI

Vietnam: Der Nationalpark Phong Nha-Ke Bang liegt in Zentralvietnam direkt an der Grenze zu Laos. Er gehört seit 2003 zum Weltnaturerbe. Die Karstformation des Nationalparks hat sich seit dem Paläozoikum – vor etwa 400 Millionen Jahren – entwickelt und ist die älteste bedeutende Karstregion in Asien. In dem weitgehend von tropischem Wald bedeckten Karstgebiet gibt es ausgedehnte Höhlensysteme mit Hunderten von Grotten und lange unterirdische Flüsse. Der Nationalpark ist Lebensraum vieler seltener Arten, darunter in ihrem Bestand bedrohte Primatenarten wie der Rotschenklige Kleideraffe. Durch die Erweiterung der Naturerbestätte von bislang 85.000 auf nunmehr über 126.000 Hektar werden zusätzliche intakte Ökosysteme und wichtige Wassereinzugsgebiete in die Schutzzone integriert.

Auf der UNESCO-Liste des Welterbes stehen jetzt insgesamt 1.031 Stätten aus 163 Ländern: 802 Kulturerbestätten und 197 Naturerbestätten, 32 Stätten zählen sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe. Deutschland ist mit 40 Stätten auf der Welterbeliste vertreten.

Weitere Informationen:

Die aktualisierte Liste des Welterbes  

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