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Dezember 2013

Sonderschau "Bark Cloth" unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission

Messe "Living Interiors" vom 13. bis 19. Januar 2014 in Köln

Die Handfertigung von Rindentuch (Bark Cloth) in Uganda wurde im Jahr 2005 von der UNESCO zum "Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Kulturerbes" erklärt, seit 2008 ist diese Handwerkstradition auf der "Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit" verzeichnet. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat für eine Sonderschau zum ugandischen Rindentuch im Rahmen der Messe "Living Interiors" die Schirmherrschaft übernommen.

© BarkCloth Europe

Bark Cloth, eine aus Baumrinde gewonnene Faser, gehört zu den ältesten von Menschen produzierten Stoffen. Für die Herstellung wird die innere Rinde von Bäumen gelöst und so lange geschlagen, bis sie weich ist. Das Rindentuch wird für Lendenschürzen, Röcke, Vorhänge und Wandbekleidungen verwendet; mehrere dicke Lagen ergeben eine ausgezeichnete Schlafunterlage. Die Kunst dieser Tuchherstellung nimmt einen festen Platz im religiösen und festlichen Leben Ugandas ein.

Das Rindentuch wird aus dem ostafrikanischen Feigenbaum Mutuba (Ficus natalensis) gewonnen, der extrem schnell nachwächst und jährlich genutzt werden kann, ohne dass dabei ein Baum gefällt wird. Das ugandisch-deutsche Familienunternehmen Bark Cloth produziert auf Basis dieser traditionellen Methode. Zunächst in Privatinitiative gegründet, später im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert, sichert das Unternehmen heute mehr als 500 ugandischen kleinbäuerlichen Familien ein Einkommen. Die Philosophie des Unternehmens besagt, dass der beste Schutz für dieses immaterielle Kulturerbe dessen Modernisierung ist. Durch Steigerung seiner Funktionalität kann das einzigartige Herstellungsverfahren erhalten werden. Dabei wird besonderer Wert auf eine ökologisch und sozio-ökonomisch nachhaltige Produktionsweise gelegt. Die Bäume werden in Uganda auf Plantagen mit Öko-Zertifizierung angebaut.

Bei der Sonderschau "Bark Cloth-Herstellung – ein immaterielles Kulturerbe" auf der Kölner Möbelmesse im Januar 2014 wird die Fertigung, Weiterverarbeitung und zeitgemäße Verwendung des ugandischen Rindentuchs in Architektur, Design und Kunst dargestellt. Anhand von Kurzfilmen, Slideshows und Live-Shows mit ugandischen Handwerkerinnen wird die Herstellungsweise des Rindentuchs anschaulich.

Die Messe"imm cologne" ist die weltweit wichtigste Einrichtungsmesse. Sie ist jährlich für eine Woche Zentrum der internationalen Einrichtungs- und Designwelt. Für Mary Barongo von Bark Cloth stellt die Teilnahme an der Begleitschau "Living Interiors" eine wichtige Plattform dar: "Im Unterschied zu reinen Zulieferermessen werden auf der Living Interiors Geschichten erzählt und das Produkt wird in einen größeren Kontext gestellt. Immer mehr Verbraucher und Architekten möchten heute wissen, woher ein Produkt stammt, unter welchen Bedingungen es hergestellt wird, ob es einen historischen Hintergrund gibt und wie der Lebenszyklus nach dessen Gebrauch weitergeht." Zielgruppe der Fachmesse sind Innenarchitekten, Objekt- und Einrichtungsplaner, Raumausstatter, Möbelhändler und -zulieferer, Künstler, Designer, Tischler und Stuckateure. Vom 17. bis 19. Januar 2014 ist das Areal auch für das allgemeine Publikum geöffnet.

Weitere Informationen:

Website der Messe Living Interiors: Sonderschau Bark Cloth

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