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Juli 2013

Lebendiges Kulturerbe – zeigen Sie anderen, was Ihnen wichtig ist!

Bewerbung für bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes bis 30. November 2013

Mit dem Beitritt zum UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes hat sich Deutschland verpfichtet, ein bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes zu erstellen. Gruppen und Gemeinschaften, die eine kulturelle Ausdrucksform praktizieren, können bis zum 30. November 2013 Vorschläge für das bundesweite Verzeichnis einreichen: Erzählen Sie, was Ihre Tradition ist und was sie definiert, wie Sie gemeinsam aktiv sind und was Ihnen dabei wichtig ist!

© UNESCO

Menschen in Gruppen und Netzwerken mit gemeinsamen Interessen sind herzlich eingeladen, sich mit ihrer lebendigen Alltagskultur, ihrem Wissen und Können für das neue bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes zu bewerben.

Durch die Erstellung eines bundesweiten Verzeichnisses wird die Öffentlichkeit auf diese Formen des lebendigen Kulturerbes aufmerksam gemacht. Die Einladung zur Bewerbung ist kein Wettbewerb; es ist eine bundesweite Bestandsaufnahme, aus der man erfahren kann, welche immateriellen Schätze unser Land zu bieten hat und was Sie als Aktive dabei wichtig finden.

Ein Spiegel des kulturellen Reichtums unserer Gesellschaft

"Immaterielles Kulturerbe" bezeichnet lebendige kulturelle Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen werden. Gruppen, Gemeinschaften und auch Einzelpersonen pflegen vielfältige und ganz unterschiedliche Ausdrucksformen dieses kulturellen Erbes. Die Bandbreite des immateriellen Erbes spiegelt den kulturellen Reichtum einer Gesellschaft.

Gesucht sind vielfältige, bunte, innovative Formen des immateriellen Kulturerbes, die überraschen und die zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen können. Die Übernahme vormals fremder Kulturelemente und transnationale kulturelle Wechselwirkungen sind ebenfalls interessant: Inwiefern gibt es inter- oder transkulturelle Formen von immateriellem Kulturerbe, etwa im Bereich von migrantischen und mobilen Prozessen oder über neue mediale Verbindungen und Vernetzungen? Die Ausdrucksformen des immateriellen Kulturerbes werden von Generation zu Generation weitergegeben, ständig neu geschaffen und an veränderte Umstände und Zeiten angepasst. Sie sind Ausdruck von Kreativität, Inspiration und Erfindergeist unserer Gesellschaft.

Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes, mit dem international seit 2003 der vielfältigen gelebten Kultur Aufmerksamkeit geschenkt wird. Eine Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes ist eine öffentlich sichtbare Anerkennung der kulturellen Ausdrucksformen und ihrer Träger.

Gruppen und Gemeinschaften, die eine kulturelle Ausdrucksform praktizieren, können ihre Anmeldung bis zum 30. November 2013 in ihrem Bundesland einreichen. Das Formular steht hier zur Verfügung. Ab 2014 wird das bundesweite Verzeichnis jedes Jahr erweitert.

Beispiele für immaterielles Kulturerbe

Für eine Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis kommen ganz verschiedene Traditionen, Darstellungen und Wissensformen in Frage. Zum immateriellen Kulturerbe zählen:

  • mündliche Traditionen und Ausdrucksformen: z.B. Appenzeller Witz und Satire (Verzeichnis der Lebendigen Traditionen der Schweiz)
  • darstellende Künste: z.B. Chorgesangs- und Tanztradition im Baltikum (Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit)
  • gesellschaftliche Bräuche, Rituale, Feste: z.B. Verein für gegenseitige Hilfeleistung bei Brandfällen "Nebenleistung" (Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich)
  • Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum: z.B. Wassergerichtshöfe in Spanien (Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit)
  • Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken: z.B. Indigo-Handblaudruck (Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich)

Einladung zur Bewerbung (PDF)

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