Januar 2012
Kultur finanzieren in Zeiten der Krise
Internationale Konferenz "radius of art"
Am 8. und 9. Februar 2012 findet in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin die Konferenz "radius of art: Kreative Politisierung des öffentlichen Raums – kulturelle Potenziale für soziale Transformation" statt. Als Kooperationspartner gestaltet die Deutsche UNESCO-Kommission im Rahmen dieser Konferenz eine Podiumsdiskussion zum Thema "Gut Leben in Zeiten der Cholera und anderer Turbulenzen – welche Rolle spielt kulturelle Führung?"

- © Allan Sekula
Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Erfahrungen und Reflektionen aus internationalen Kunst- und Kulturprojekten: Über 200 Teilnehmer/innen diskutieren mit rund 70 Künstler/innen und Kulturschaffenden aus aller Welt neue Formate einer "Kunst des Öffentlichen", die Wirkung von Kunst und Kultur auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse, eine Kultur der Nachhaltigkeit sowie die Zukunft der internationalen Kulturförderung.
Die Deutsche UNESCO-Kommission gestaltet eine Plenumsdiskussion zum Thema "Good life in times of cholera and other turbulences – what role for cultural governance?" Suraiya Begum, Staatssekretärin für Kultur aus Bangladesh, Christine M. Merkel, Leiterin des Fachbereichs Kultur der Deutschen UNESCO-Kommission, Salif Sanfo, Kulturmanager aus Burkina Faso, und Ole Reitov, Programmmanager von Freedom of Musical Expression und der artsfex Initiative aus Dänemark, diskutieren kulturpolitische Strategien und Finanzierungsstrukturen.
Ziel der Konferenz ist es, die Vielzahl internationaler Kulturkooperationen im Spannungsfeld von Kultur und Gesellschaft aufzuzeigen. Sie dient als Ort der Begegnung von Kulturinitiativen aus allen Erdteilen und will Impulse für ein internationales Netzwerk von Kulturkooperationen geben. Ein wichtiger Bezugspunkt ist die UNESCO-Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. Die Konferenz ist ein Beitrag, diese weiter mit Leben zu füllen und ihre Umsetzung auch in Deutschland voran zu bringen. Diskutiert wird unter anderem die Frage, welche finanzielle und strukturelle Unterstützung aus Politik und Verwaltung erforderlich ist.
Öffentliche Veranstaltung "The next revolution will not be funded"
Am 8. Februar (19.30 bis 21.30 Uhr) lädt die Heinrich-Böll-Stiftung Kulturinteressierte zu der öffentlichen Podiumsdiskussion "The next revolution will not be funded" ein. Den Besucher erwartet eine historisch eingebettete, kritische Diskussion zur Zukunft der Förderstrukturen im Kontext der aktuellen, politischen und zivilgesellschaftlichen Veränderungsprozesse.
Die gesamte Konferenz wird per Live-Stream übertragen: www.boell.de/stream
Der Impuls für die Konferenz ging vom Projektbüro "radius of art" der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein in Kiel aus, die sich für deren Vorbereitung und Durchführung mit der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin als Ko-Veranstalter zusammengetan hat. Die Konferenz wird von der Europäischen Union (Programm "Kultur 2007-2013") gefördert und von zahlreichen Kooperationspartnern unterstützt.
Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Konferenz ist nicht mehr möglich.
Weitere Informationen:
Konferenzwebsite: www.radius-of-art.de/conference/
Informationen zur öffentliche Podiumsdiskussion:
www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=10730
Redaktion: unesco heute online Deutsche UNESCO-Kommission e.V. • Colmanstraße 1553115 Bonn • Telefon 0228 / 60497-0 • www.unesco.de



