Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:


[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße Zurücksetzen



schließen
MenüService
Suche
  • Home
  • Schriftgröße

Sicherheit von Journalisten

Jedes Jahr werden am Tag der Pressefreiheit neue traurige Rekorde bekannt gegeben: 2015 war das zweittödlichste Jahr für Journalisten, seit die UNESCO diese Verbrechen dokumentiert. Statistisch gesehen wurde an jedem fünften Tag ein Journalist getötet. Die Journalisten, die in Ausübung ihres Berufs ums Leben kamen, sind nicht vorwiegend Auslandskorrespondenten in Krisengebieten, sondern ganz überwiegend Lokaljournalisten, die illegale Aktivitäten wie Korruption, Drogen- und Menschenhandel aufdeckten. Weniger als einer von zehn Fällen von Gewalttaten gegen Journalisten wird aufgeklärt und strafrechtlich verfolgt.

Die Pressefreiheit ist ein Kernbereich der Menschenrechte. Jeder Angriff gegen einen Journalisten ist ein Angriff auf unsere grundlegenden Freiheiten. "Die Meinungsfreiheit ist eines unserer wertvollsten Rechte. Es untermauert alle anderen Freiheiten und legt die Grundlage für die menschliche Würde. Freie, pluralistische und unabhängige Medien sind essenzielle Voraussetzungen für das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit", so UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in einer gemeinsamen Botschaft zum Welttag der Pressefreiheit.

UN-Aktionsplan zur Sicherheit von Journalisten

Vor diesem Hintergrund hat die UNESCO gemeinsam mit andern UN-Organisationen seit 2010 den "Aktionsplan zur Sicherheit von Journalisten und zur Frage der Straflosigkeit" erarbeitet. Im April 2012 wurde der Aktionplan vom Koordinierungsrat der Leiter der Organisationen des UN-Systems (UN Chief Executive Board) bekräftigt. Die Strategie zur Umsetzung dieses Aktionsplans umfasst Aktivitäten auf nationaler und globaler Ebene und erfordert die Zusammenarbeit vieler UN-Organisationen und zivilgesellschaftlicher Akteure. In der Strategie wird dazu aufgerufen:

  • Regierungen zu unterstützen, Gesetze zu entwerfen, die Meinungs- und Informationsfreiheit schützen und die freie Arbeit von Journalisten garantieren,

  • Bewusstseinsbildung voranzutreiben, um Bürgerinnen und Bürgern die negativen Auswirkungen zu verdeutlichen, die eine Einschränkung der Pressefreiheit mit sich bringt,

  • Aus- und Weiterbildungskurse für Journalisten zum Thema Sicherheit und Versicherungsschutz auszurichten,

  • Notfallpläne zu entwerfen, die Journalisten in akuten Gefahrensituationen Hilfe leisten,

  • die Sicherheit von Journalisten in Konfliktländern und -regionen zu stärken,        

  • Diffamierungen zu entkriminalisieren,   

  • die angemessene Entlohnung freischaffender Journalisten zu unterstützen,

  • den Schutz weiblicher Journalisten – angesichts der Zunahme von Straftaten – zu verbessern.
     

Artikel zum Thema:

Globaler Aufruf zur Verbesserung der Sicherheit von Journalisten
Die Sicherheit von Journalisten stand im Zentrum eines von UNESCO und dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte organisierten Treffens. (Juli 2017)

827 Journalisten weltweit seit 2006 aufgrund ihrer Arbeit getötet
2. November: Internationaler Tag gegen die Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten (November 2016)

Seit 2006 weltweit über 700 Journalisten aufgrund ihrer Arbeit getötet
UNESCO veröffentlicht Bericht zu Meinungsfreiheit und Medienentwicklung (November 2015)

UNESCO veröffentlicht Modell-Curricula für Journalistenausbildung
Exzellenzinitiative zur Journalistenausbildung in Planung (August 2013)

UN-Strategie zur Sicherheit für Journalisten
100 Maßnahmen zum Schutz der Pressefreiheit beschlossen (März 2013)

Weitere Informationen:

UNESCO Website zur Sicherheit von Journalisten 

Aktionsplan der Vereinten Nationen zur Sicherheit von Journalisten und zur Frage der Straflosigkeit (2012)

Suche

Newsletter

Abonnieren Sie unsere verschiedenen Newsletter. mehr...