Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Bundesweite Koalition Kulturelle Vielfalt

Zur Ausformulierung der deutschen Position zu dem Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen hat die Deutsche UNESCO-Kommission Anfang 2004 - unter Einbindung der Zivilgesellschaft - eine Bundesweite Koalition Kulturelle Vielfalt gegründet. Diese hat die Arbeit an dem UNESCO-Übereinkommen begleitet. Nach Inkrafttreten des Übereinkommens im März 2007 geht es jetzt darum, zu erarbeiten, was für Bund, Länder, Kommunen und Kulturakteure daraus folgen wird.

Die Bundesregierung hat die Konvention am 12. März 2007 ratifiziert. Um das Übereinkommen mit Leben zu füllen und nach innen und außen wirksam werden zu lassen, bedarf es weiterhin der intensiven fachlichen und inhaltlichen Debatte. Hier sind die Erfahrungen und die Impulse aus der Zivilgesellschaft gefragt.

In der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt sind Experten aus Kultur, Verbänden, Parteien, Wirtschaft, Kommunen, öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Forschung und Publizistik vertreten. Die Koalition Kulturelle Vielfalt schafft eine öffentliche Resonanz für das kulturpolitische Anliegen. Kenntnisse zu Reichweite und Grenzen des internationalen Rechtsinstruments zur kulturellen Vielfalt sollen verbreitet und vertieft werden. Eine weitere Aufgabe ist die Beratung und Evaluation staatlicher Maßnahmen und Regelungen. Zudem sollen Impulse für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung von Rahmenbedingungen der Kultur gegeben werden.

Koalitionen international

Die Arbeit der Bundesweiten Koalition profitiert stark von der internationalen Kooperation im Liaisonkomitee (CIL) der weltweit 42 Koalitionen für Kulturelle Vielfalt, die gemeinsam im September 2007 die Internationale Föderation der Koalitionen Kulturelle Vielfalt (IFCCD) gegründet haben: In Teamwork wird laufend elektronisch der schnelle Informationsaustausch zu Fragen der UNESCO, bilateralen Handelsabkommen und dem Stand der WTO-Verhandlungen gesichert. Das CIL besteht seit 2003 und wurde seitens der UNESCO als Partner im Verhandlungsprozess und seitens des Netzes der Kulturminister (INCP) als Kooperations- und Gesprächspartner anerkannt. Im Frühjahr 2005 wurde eine regionale Allianz der europäischen Koalitionen gegründet. Sie findet ebenfalls Akzeptanz als Gesprächspartner seitens EU-Kommission und Europäischem Parlament. Mit der Gründung des IFCCD sind die Koalitionen auch für die UNESCO ein formell verbindlicher Ansprechpartner.

Liste aller 42 weltweiten Koalitionen


Treffen der Bundesweiten Koalition

Seit Juni 2004 fanden elf Konsultationsrunden der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt statt:

Elfte Konsultation (18./19. April 2013) 

Zehnte Konsultation (10./11. Mai 2012)

Neunte Konsultation (5./6. Mai 2011)

Achte Konsultation (19./20. Mai 2010)

Siebte Konsultation (19./20. Mai 2009)

Sechste Konsultation (20./21. Mai 2008)

Fünfte Konsultation (30. Mai 2006)

Vierte Konsultation (26. April 2005)

Dritte Konsultation (17. Januar 2005)

Zweite Konsultation (22. Oktober 2004)

Erste Konsultation (14. Juni 2004)