Deutsche UNESCO Kommission e.V.

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Zwischenstaatliches Programm zur Medienförderung (IPDC)

Das UNESCO- Programm zur Medienförderung (International Programme for the Development of Communication – IPDC) ist ein entwicklungspolitisches Programm und hilft beim Aufbau von Infrastrukturen und unabhängigen Medienangeboten in Entwicklungs- und Transformationsländern. IPDC unterstützt journalistische Ausbildungsprogramme, die Einrichtung von Nachrichtenagenturen und Radiostationen in ländlichen und isolierten Gebieten und leistet technische Hilfe zur Medienförderung.

Die Förderung erfolgt in vier Kernbereichen:

1. Förderung von Meinungsfreiheit und Medienpluralismus
2. Förderung von Bürgermedien, insbesondere Radio
3. Fortbildungen von Journalisten und Förderung von Journalistenschulen
4. Förderung internationaler Zusammenfeld in oben genannten Themenfeldern

Auf Initiative des IPDC setzt sich die UNESCO seit 2010 maßgeblich für organisationsübergreifende Aktivitäten zum Schutz von Journalisten ein. Auf einer UN-Tagung am Haupsitz der UNESCO in Paris wurde im September 2011 der Aktionplan zur Sicherheit von Journalisten erarbeitet, der im April 2012 vom Koordinierungsrat der Leiter der Organisationen des UN-Systems (UN Chief Executive Board) verabschiedet wurde.

IPDC ist das einzige Programm der Vereinten Nationen für die Medienförderung in Entwicklungs- und Transformationsländern. Seit seiner Gründung im Jahr 1980 wurden 1.500 Projekte in mehr als 140 Ländern mit einem Gesamtvolumen von fast 100 Millionen US-Dollar gefördert. Das Programm wird von einem zwischenstaatlichen Rat koordiniert, dem 39 Mitgliedstaaten angehören.