Die deutsche IOC-Sektion
Deutschland ist Gründungsmitglied der IOC. Die besondere Organisationsstruktur der IOC führt dazu, dass die deutsche IOC-Sektion das IOC nicht hierzulande vertritt, sondern ein Teil der IOC ist. Die wichtigste Aufgabe der deutschen IOC-Sektion ist die Koordination der Mitwirkung deutscher Institutionen und einzelner Wissenschaftler in der IOC. Derzeit arbeiten ca. 30 deutsche Wissenschaftler in den verschiedensten IOC-Gremien mit. Besonders groß ist das Engagement derzeit in den Gremien, die den Aufbau der Tsunami-Frühwarnungssysteme im Indischen Ozean und im Mittelmeer/Nordostatlantik koordinieren.
Das Auswärtige Amt hat den Vorsitz in der deutschen IOC-Sektion, während die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Monika Breuch-Moritz, die deutsche Delegation in den zwischenstaatlichen IOC-Steuerungsgremien leitet. In der deutschen IOC-Sektion sind mehrere Bundesministerien, der Deutsche Wetterdienst, die DFG, die DUK und wichtige Forschungseinrichtungen wie das AWI und die BGR vertreten. Das Sekretariat der deutschen IOC-Sektion beim BSH in Hamburg betreut Dr. Anna von Gyldenfeldt.
Deutschland stellt laufend nationale Infrastruktur für Forschung, Beobachtungen und Ausbildungsprogramme der IOC zur Verfügung. Dazu gehören das in der Arktis und Antarktis eingesetzte deutsche Forschungsschiff "Polarstern" des AWI, das BGR-Forschungsschiff "Sonne" im Indischen und Pazifischen Ozean und das von der Universität Hamburg betriebene Forschungsschiff "Meteor“ im Indischen Ozean und im Atlantik. Wissenschaftler aus Entwicklungsländern können IOC-Forschungsstipendien erhalten oder an Forschungsfahrten teilnehmen, im Rahmen des Capacity Building der IOC. Immer wieder tritt Deutschland wissenschaftliche Geräte im Rahmen des freiwilligen IOC-Kooperationsprogramms ab.








