Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Globales Ozeanbeobachtungssystem

Das Global Ocean Observing System (GOOS) dient der dauerhaften Beobachtung des Ozeans. Es ist die ozeanographische Komponente des "Global Earth Observing System of Systems" (GEOSS).

© GOOS
Foto Messboot und Messboje

GOOS wurde entworfen, um Wetter und Klima zu überwachen, zu verstehen und vorherzusagen, um den Zustand des Ozeans und seines Lebens zu beschreiben und zu prognostizieren, um das Management von Ökosystemen und Ressourcen an und im Meer zu verbessern, um Leben und Eigentum zu schützen und wissenschaftliche Forschung zu ermöglichen.

GOOS ist ein Gemeinschaftsprojekt von IOC, UNEP, WMO und ICSU, das durch deren Mitgliedstaaten, über Regierungsstellen, Marinen und ozeanographischen Forschungseinrichtungen umgesetzt wird. GOOS organisiert sich durch eine Vielzahl thematischer Gremien und regionaler Allianzen. Die praktische Umsetzung leistet großteils das Gremium JCOMM.

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GOOS Bojenkarte

Die Idee für GOOS entstand in den späten 1980ern. Erster Schritt zum Aufbau war 1992 die Gründung des zwischenstaatlichen Komitees I-GOOS. Beim Aufbau von GOOS stimmten sich die Staaten über einen Katalog von Instrumenten ab, die an bestimmten Orten fest verankert oder freischwimmend Daten für GOOS liefern sollen. Das Netz von an der Oberfläche schwimmenden Bojen wurde 2005 durch die Aussetzung der letzten Boje vor der Küste Kanadas komplettiert. Noch sind nicht alle "ARGO Sinkbojen" im Einsatz, über 3.000 schwimmen aber schon in den Weltmeeren.

GOOS ist die ozeanographische Komponente von GEOSS, einem im Februar 2005 beschlossenen Plan von derzeit 80 Staaten. GEOSS soll bis zum Jahr 2015 die Erdbeobachtung revolutionieren, indem es alle anderen globalen Beobachtungssysteme vernetzt und zusammenfasst, für den Ozean, das Festland und die Atmosphäre. GEOSS wird auch von vielen UN-Organisationen unterstützt.  

Website von GOOS

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