Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Internationale Erklärungen im Zusammenhang mit inklusiver Bildung (1948-2007)


Erklärungen / Declarations

Zentrale Aussagen mit Relevanz für qualitativ hochwertige inklusive Bildung

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948)

Universal Declaration of Human Rights (1948)

Jeder hat das Recht auf Bildung Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung Der Grundschulunterricht ist obligatorisch.

Erklärung der Weltkonferenz “Bildung für Alle” (1990)

World Declaration on Education for All (1990)

Jede Person – Kind, Jugendlicher und Erwachsener – soll die Möglichkeit haben, von Bildungsangeboten zu profitieren, die für ihre grundlegenden Lernbedürfnisse konzipiert wurden.

Die Delhi-Erklärung (1993)

The Delhi Declaration (1993)

Überwindung von Ungleichheit im Zugang zu Grundbildung, die in Geschlecht, Alter, Einkommen, Familie, kulturellen, ethnischen und linguistischen Unterschieden sowie geographischer Abgeschiedenheit begründet ist.

Erklärung und integrierter Rahmenaktionsplan zur Friedens-, Menschenrechts- und Demokratieerziehung (1995)

Declaration and Integrated Framework of Action on Education for Peace, Human Rights and Democracy (1995)

Achtung vor den Bildungsrechten von Menschen, die ethnischen, religiösen oder linguistischen Minderheiten und indigenen Völkern angehören Dies muss auch Implikationen für Curricula und Methoden sowie für die Organisation des Unterrichts nach sich ziehen.

Hamburger Erklärung über Erwachsenenbildung (1997)

The Hamburg Declaration on Adult Learning (1997)

Der Staat als wesentliche Instanz, um das Recht auf Bildung für alle, insbesondere für die am stärksten gefährdeten Gruppen der Gesellschaft, wie beispielsweise Minderheiten und indigene Personen, sicherzustellen.

Erklärung der E-9 Länder von Recife (2000)

Recife Declaration of the E-9 countries (2000)

Durchführung von Gesetzesänderungen, um Grundbildung zu erweitern und um „Bildung für Alle“ in Grundsatzerklärungen aufzunehmen Sicherstellung von Zugang und Gerechtigkeit für die Bevölkerung in entlegenen Gebieten.

Erklärung der E-9 Länder von Beijing (2001)

Beijing Declaration of the E-9 countries (2001)

Stärkung handlungsorientierter Programme, die den Lernbedürfnissen von benachteiligten Gruppen wie Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Migranten, Minderheiten und Mittellosen in den Städten und auf dem Land entsprechen.

Allgemeine Erklärung zur kulturellen Vielfalt (2001)

Universal Declaration on Cultural Diversity (2001)

Förderung der sprachlichen Vielfalt - bei Respektierung der Muttersprache - auf allen Bildungsebenen; Einbeziehung traditioneller pädagogischer Ansätze in den Bildungsprozess, um kulturell geeignete Methoden der Kommunikation und der Wissensvermittlung zu bewahren und vollständig auszuschöpfen.

UN-Erklärung zu den Rechten indigener Völker (2007)

United Nations Declaration on the Rights of Indigenous Peoples (2007)

Anerkennung des Rechts von indigenen Familien und Gemeinden, die gemeinsame Verantwortung für Erziehung, Ausbildung, Unterricht und Wohlergehen ihrer Kinder im Einklang mit den Kinderrechten zu behalten; indigene Völker haben das Recht, ihre Bildungssysteme zu bilden und zu kontrollieren, in diesen Unterricht in der ihnen eigenen Sprache abzuhalten, und dies auf eine Art und Weise zu tun, die den Lehr- und Lernmethoden ihrer Kultur entspricht.