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Januar 2010

UNESCO-Leitlinien zur Inklusion

Deutsche Übersetzung erschienen

Nur wenige behinderte Kinder besuchen eine Regelschule. Kinder mit Migrationshintergrund verlassen Förderschulen oft ohne qualifizierenden Schulabschluss. Die UNESCO-Publikation "Inklusion: Leitlinien für die Bildungspolitik" soll helfen, den Inklusionsgedanken zu stärken.  Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die Publikation jetzt in deutscher Übersetzung herausgegeben.

In Deutschland besuchen nur 15 Prozent aller behinderten Kinder eine Regelschule. Dies muss sich ändern, auch weil die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen das Recht auf gemeinsamen Unterricht in einer allgemeinen Schule verankert – Deutschland hat diese Konvention 2008 ratifiziert.

Überdurchschnittlich viele Kinder mit Migrationshintergrund werden auch an deutschen Förderschulen unterrichtet, die sie häufig ohne qualifizierenden Schulabschluss verlassen. Die Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, den Inklusionsgedanken in Deutschland zu stärken. Die UNESCO-Publikation "Inklusion: Leitlinien für die Bildungspolitik" soll hierbei helfen.

Inklusive Bildung bedeutet, es allen Menschen in gleichem Maße zu ermöglichen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potenzial zu entwickeln. Dieser Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lernbedürfnissen. Er beinhaltet das Recht auf gemeinsamen Unterricht in einer Regelschule. Tatsächlich sind weltweit aber verschiedenste Gruppen von Ausgrenzung betroffen oder bedroht, zum Beispiel körperlich oder geistig behinderte Kinder, Migranten, Straßenkinder und Opfer von Gewalt.

So verschieden die Bedürfnisse einzelner Gruppen auch sind, eines ist inklusiven Bildungssystemen gemeinsam: Nicht der Lernende hat sich in ein bestehendes System zu integrieren, vielmehr bedarf es flexibler Bildungsangebote, die sich an die jeweiligen Bedürfnisse der Lernenden anzupassen vermögen. Insofern geht der Begriff der "Inklusion" über den Begriff der "Integration" hinaus.

Bereits die Salamanca-Erklärung der UNESCO von 1994 hält das Ziel fest, Bildungssysteme inklusiv zu gestalten. Ende 2008 haben die Teilnehmer der Weltbildungsministerkonferenz diese Notwendigkeit erneut bestätigt. In der Abschlusserklärung fordern sie die Mitgliedstaaten auf, inklusive Bildung zu verwirklichen. Ohne inklusive Bildung sei es nicht möglich, die Ziele des weltweiten Programms "Bildung für Alle" bis 2015 zu erreichen.

Die UNESCO-Publikation "Inklusion: Leitlinien für die Bildungspolitik" macht die Erkenntnisse der internationalen Beratungen über inklusive Bildung zugänglich und bietet einen Überblick über das Konzept der Inklusion sowie die relevanten völkerrechtlichen Instrumente. Konkrete Leitfragen geben eine Hilfestellung bei der Analyse des Bildungssystems. Sie zeigen nächste Schritte auf, um inklusive Bildung in Deutschland voranzubringen.

Die Publikation "Inklusion: Leitlinien für die Bildungspolitik" ist als Print- sowie als elektronische Version bei der Deutschen UNESCO-Kommission erhältlich.

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