




Immaterielles Kulturerbe
Puppentheater, Poetry Slam, Prozessionen, Heilwissen und Geigenbaukunst – all das spiegelt die Bandbreite des gelebten Kulturerbes wider. Die Formen immateriellen Kulturerbes sind entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und fortwährend neu gestaltet. Zu den Ausdrucksformen gehören etwa Tanz, Theater, Musik und mündliche Überlieferungen wie auch Bräuche, Feste und Handwerkskünste.
Damit das weltweit vorhandene traditionelle Wissen und Können erhalten bleibt, hat die UNESCO 2003 das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes verabschiedet. Mehr als 150 Staaten sind inzwischen der völkerrechtlich verbindlichen Konvention, die 2006 in Kraft trat, beigetreten. Die drei Listen des immateriellen Kulturerbes veranschaulichen die Vielfalt lebendiger kultureller Ausdrucksformen aus allen Weltregionen.
In Deutschland tritt das UNESCO-Übereinkommen 2013 in Kraft. Schrittweise wird ein Verzeichnis des hierzulande gepflegten immateriellen Kulturerbes erstellt (Aufnahmeverfahren). Das bundesweite Verzeichnis soll von Jahr zu Jahr wachsen und langfristig die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar machen.
Aktuelle Artikel
Deutschland erstellt Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes
Gruppen und Gemeinschaften können sich mit kulturellen Ausdrucksformen bewerben (29.04.2013)
Deutschland tritt UNESCO-Übereinkommen zum immateriellen Kulturerbe bei
Wissen und Traditionen von Generation zu Generation weitergeben (11.04.2013)
"Immaterielles Kulturerbe wird stets weiterentwickelt und neu erfunden"
Interview mit Samuel Lee (02.04.2013)
Regionalforen zum immateriellen Kulturerbe
Das lebendige Kulturerbe kennenlernen und wertschätzen (02.04.2013)
Batik-Technik auf dem Lehrplan
Ein indonesisches Modellprojekt aus dem UNESCO-Register guter Praxis (01.03.2013)






