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Das Internationale Hydrologische Programm

Der weltweite Kreislauf des Wassers verändert sich dramatisch in Folge des Klimawandels und des Bevölkerungswachstums. Viele Regionen erleben stärkere und häufigere Dürren, anderswo enden Niederschläge zunehmend in Überschwemmungen. Kürzere, mildere Winter und schmelzende Gletscher bei uns führen zu mehr Hochwasser im Frühjahr und zu niedrigen Pegelständen im Sommer. Schadstoffe und übermäßiges Nährstoffangebot belasten die Gewässer. Rasant wachsende Städte beziehen Trinkwasser aus immer größeren Einzugsgebieten, gleichzeitig haben auch Landwirtschaft und Industrie einen höheren Wasserbedarf. Neue Rezepte für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorkommen sind daher dringend nötig.

Foto der Überflutung von New Orleans
© Tidewater Muse (Flickr CC)

Neue Rezepte zu formulieren in einem komplexen dynamischen System, wie es die globalen und die regionalen Wasserkreisläufe darstellen, macht eine qualitativ hochwertige Wasserforschung und Wasserbewirtschaftung im globalen Maßstab notwendig. Erforderlich sind international vergleichbare Messstandards, die Verfügbarkeit von langfristigen Messreihen, in vielen Ländern auch der erstmalige Aufbau von Infrastruktur und die Ausbildung von Personal. Besondere Anforderungen stellen grenzüberschreitende Flussläufe und Grundwasservorkommen. Um diese für die Landwirtschaft, für die Binnenschifffahrt, zur Trinkwasserversorgung oder zur Energieerzeugung zu nutzen und um die Gefahren von Überschwemmungen oder Schadstoffeinträgen zu reduzieren, müssen Regierungen, die hydrologischen Dienste und die Wissenschaft eng kooperieren. Das Ziel ist eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung, die einen ökologisch verträglichen, gerechten Interessenausgleich heute und die Bewahrung tragfähiger Wasservorkommen für künftige Generationen umfasst. Entscheidend ist, durch Bildung weltweit ein Bewusstsein für diese Fragen zu schaffen.

Foto einer Dürre in Sichuan
© Peter Daalder (Flickr CC)

Das IHP ist der Beitrag der UNESCO zur Lösung dieser Fragen. "Hydrologie" ist die Wissenschaft vom Wasser und seiner Verteilung in der Atmosphäre und auf der Erdoberfläche – im Kontext der UNESCO werden gerade die Wechselbeziehungen mit der übrigen Umwelt und der Gesellschaft betont. Das zwischenstaatliche IHP soll die hydrologische Forschung anregen und unterstützen. Es soll helfen, Forschungsergebnisse zur Anwendung zu bringen, und die Ausbildung in Hydrologie und Wasserbewirtschaftung fördern.

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