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Das Abdus Salam Zentrum für theoretische Physik

Das Enrico-Fermi-Gebäude des ICTP
© Marvin (PA) (Flickr CC)

Das ICTP im italienischen Triest ist eines der wichtigsten Forschungsinstitute der Physik weltweit. Die UNESCO ist die für das Management des ICTP zuständige UN-Einrichtung. Seit seiner Gründung 1964 durch den pakistanischen Nobelpreisträger Abdus Salam fördert das ICTP vorrangig Wissenschaftler aus Entwicklungsländern. Über 100.000 Wissenschaftler haben dort gearbeitet, 20 Prozent davon aus Afrika, 35 Prozent aus Asien, 15 Prozent aus Lateinamerika und 20 Prozent aus Europa.

Abdus Salam hatte die Idee eines Internationalen Physik-Instituts erstmals im September 1960 der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) vorgetragen. Mitten im Kalten Krieg sollten je ein Drittel der Forscher aus NATO-Staaten, aus Warschauer-Pakt-Staaten und aus Entwicklungsländern kommen. Die UNESCO war neben der italienischen Regierung und der IAEA der dritte Gründungspartner des ICTP 1964 und finanzierte von Anbeginn Gastaufenthalte von Forschern aus Entwicklungsländern.

Im Hörsaal des ICTP
© phauly (Flickr CC)

Abdus Salam war Gründungsdirektor des ICTP bis 1994, bis zwei Jahre vor seinem Tod. Kamen 1965 nur etwa 50 Forscher jährlich ans ICTP, waren es 1970 bereits 580, 1980 mehr als 1.500 und 1990 schon 4.000. Die Forschungsthemen des ICTP sind zugleich vielfältiger geworden: Anfangs lag der Schwerpunkt auf der Theorie der Atom-, Kern- und Teilchenphysik. Heute reicht das Spektrum von der angewandten Physik (Medizinphysik, Bio- und Neurophysik, Umweltökonomie, Flüssigkeitendynamik, Optik und Laser) über Festkörperphysik und Statistische Mechanik, Physik der Erde (Atmosphärenphysik, Wetter- und Klimaphysik, nichtlinineare Dynamik des Planeten, Bodenphysik), Hochenergiephysik, Kosmologie und Astroteilchenphysik bis hin zur Mathematik.

Das "Associate Scheme" unterstützt etablierte Wissenschaftler aus Entwicklungsländern , um "Brain Drain" zu vermeiden. Verschiedene Programme sprechen Diplomstudenten, Doktoranden und Post-Docs aus Entwicklungsländern an. Am umfangreichsten sind die Zahlen im Besucherprogramm: bis zu drei Monate können Besucher am ICTP bleiben.

Das Hauptgebäude des ICTP
© Marvin (PA) (Flickr CC)

Da sich die Forschungsgebiete des ICTP im Lauf der Zeit weg vom Fokus der IAEA entfernt haben, ist seit 1996 die UNESCO für das Management des ICTP allein verantwortlich. Sie finanziert Programme des ICTP mit ca. 500.000 US-$ jährlich, der Beitrag des italienischen Staates liegt bei fast 30 Millionen US-$. Das ICTP ist ein "Kategorie-I-Institut" der UNESCO, es ist integraler Bestandteil der UNESCO.

Insgesamt haben mehr als 100 Nobelpreisträger am ICTP gelehrt. Etwa 50 Besucher bleiben pro Jahr für drei Monate oder mehr, mehr als 400 für einen kürzeren Aufenthalt. Etwa 30 Diplomstudenten und 50 Post-Doc-Forscher beginnen jährlich ihren Forschungs-Aufenthalt. 100 Forscher werden neu in das "Associate Scheme" aufgenommen. Wenn man alle Veranstaltungen am ICTP zusammen zählt, kommen jährlich 6.000 Wissenschaftler aus über 120 Ländern ans ICTP.

Website: www.ictp.it

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