Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen
Der Geopark umfasst den Harz und das nördlich davon gelegene „Braunschweiger Land“ bis zum Flechtinger Höhenzug. Innerhalb des Geoparks finden sich u. a. die Städte Goslar, Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Wernigerode, Halberstadt, Quedlinburg, Nordhausen, Osterode am Harz, Sangerhausen, Eisleben und Hettstedt. Zwischen dem Harzer Grundgebirge und dem Flechtinger Höhenzug liegt eine besondere geologische Struktur von Mulden (Synklinalen) und Sätteln (Antiklinalen) mit Salzstöcken sowie Lagerstätten von Eisenerzen und Braunkohle. Daher findet sich hier auch Bergbau und Stahlindustrie und letztlich auch die Autoindustrie.

- © Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen
Besucher erhalten Einblick in viele verschiedene Abschnitte der Erdgeschichte, zum Beispiel Gesteine des Trias entlang der Salz-Antiklinalen, Schiefer und Dinosaurierreste aus dem Jura, Eisenerze aus der Kreidezeit oder eiszeitlichen Strukturen.
Der Harz bietet sowohl Sedimentstrukturen wie Gesteine vulkanischen Ursprungs, vor allem aber im Südharz beeindruckende Karstlandschaften. Das „Alleinstellungsmerkmal“ ist die über 1.000 Jahre zurückreichende Bergbau- und Forschungsgeschichte. Das Bergwerk Rammelsberg ist UNESCO-Weltkulturerbe, Goethe untersuchte schon die Granitgesteine des Brocken. Die Gegend zwischen Goslar und Harzburg ist wegen der einmaligen Einblicke in die Sedimentablagerung im Mesozoikum (Trias, Jura und Kreide, vor 65 bis 250 Millionen Jahren) international bekannt. Dazu gibt es prähistorische Gräber und berühmte Ausgrabungsstätten der menschlichen Frühgeschichte mit den ältesten Jagdwerkzeugen der Menschheit.

- © Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen
Die beiden Vereine Regionalverband Harz e.V. (RVH) in Quedlinburg (für die Landkreise des Harzes) und Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen e. V. (FEMO) betreuen gemeinsam den Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen aufgrund dessen großer räumlicher Ausdehnung.
Angeboten werden dem Besucher GeoRouten, Erlebnispfade, Findlingsgärten, Steinbrüche und Salzlagerstätten. Museen und Schaubergwerke erläutern die Geologie des Harzes.
- Jahr der Anerkennung als Nationaler Geopark: 2002 (Teilbereich "Braunschweiger Land“)
- Jahr der Anerkennung als Europäischer Geopark: 2004
- Jahr der Anerkennung durch die UNESCO: 2004
- Fläche: etwa 11.500 km2
- Geologische Einheiten: Flechtinger Höhenzug (Perm), Harzvorland (Perm - Quartär) und Harz (Ordovizium – Perm)
- Landschaftsräume: Harz, Braunschweiger Land, Ostfalen
- Bundesland: Niedersachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
- Verwaltung:
Geopark Geschäftstelle
An der Stadtkirche 2
38154 Königslutter
Telefon: 0 53 53 / 91 32 35
Telefax: 0 53 53 / 91 09 505
E-Mail: post(at)geopark-braunschweiger-land.de
Internet: www.geopark-braunschweiger-land.de




