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Das Weltnetz der Geoparks

Gebiete mit landschaftlichen oder geologischen Besonderheiten können den Titel "Geopark im von der UNESCO unterstützten Weltnetz" beantragen. Im Unterschied zur UNESCO-Welterbekonvention gelten für Geoparks weniger restriktive Kriterien. Es geht also nicht um den Schutz von Stätten von außergewöhnlichem Wert im globalem Maßstab, sondern um solche mit besonderem Wert im nationalen oder kontinentalen Maßstab. Es geht darum, in Regionen mit einer einzigartigen Landschaft, besonderen Fossil- oder Mineralfundstellen oder bedeutenden geologischen Formationen den Menschen vor Ort ihr geologisches Erbe näher zu bringen, Identifikation mit der Region zu schaffen und Tourismus und Regionalentwicklung zu fördern. Derzeit (September 2013) sind 100 Geoparks aus 29 Ländern Mitglied des Weltnetzes.

© Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen

Geoparks sollen zunächst auf nationaler Ebene gegründet werden. Seit dem Jahr 2002 unterstützt die UNESCO Staaten bei solchen Vorhaben. Geoparks sind keine neue Kategorie von Schutzgebieten, sondern sie bieten die Möglichkeit, den Schutz von Landschaft und  Naturdenkmälern mit Tourismus- und Regionalentwicklung zu verbinden. Seit 2004 gibt es eine weltweite Selbstorganisation der Geopark-Initiativen; dieses "Weltnetz der Geoparke" arbeitet sehr eng mit der UNESCO zusammen. Derzeit umfasst das Weltnetz über 60 Gebiete auf fast allen Kontinenten, mit Schwerpunkten in Europa und China.

Interessierte Gebiete aus Europa müssen sich für eine Anerkennung gemäß den Leitlinien der UNESCO (Stand: April 2010) an die Selbstorganisation der europäischen Geoparks wenden. Die europäischen Geoparks haben sich im Jahr 2000 zu einer eigenen Organisation zusammengeschlossen und vergeben gemäß eines Kriterienkatalogs und nach Begehung vor Ort durch internationale Experten ein eigenes Label. Gemäß der "Erklärung von Madonie" aus dem Jahr 2004 hat eine positive Prüfung durch das europäische Geopark-Netzwerk auch die Vergabe des Logos des globalen Netzwerkes zur Folge. Das europäische Netzwerk evaluiert seine Mitglieder alle vier Jahre; wenn zu wenige Fortschritte in der Entwicklung der Parks zu erkennen sind, ist auch ein Ausschluss möglich.

© Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Voraussetzung einer Bewerbung um die Auszeichnung als Geopark im europäischen und globalen Netz ist gemäß der "Erklärung von Madonie" die Zertifizierung als Nationaler Geopark. Diese Auszeichnung, verbunden mit der Übergabe eines Logos, führt die GeoUnion/Alfred-Wegener-Stiftung durch. Die GeoUnion hat zu diesem Zweck zusammen mit dem "Bund-Länder-Ausschuss Bodenforschung" ein Expertengremium eingerichtet. Dieses hat einen eigenen Kriterienkatalog für die Anerkennung als Nationaler Geopark formuliert, prüft Bewerber gemäß dieser Kriterien und führt regelmäßige Evaluierungen durch. Der Kriterienkatalog für die Anerkennung als Nationaler Geopark ähnelt dem Kriterienkatalog der europäischen Geoparks. Website der Nationalen Geoparks

Aus Deutschland sind derzeit sechs Regionen Mitglied im Weltnetz der Geoparks und im europäischen Netzwerk. Hier kommen Sie zu den Steckbriefen der Gebiete:

Bergstraße-Odenwald (Website)

Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen (Website)

Muskauer Faltenbogen (Website)

Schwäbische Alb (Website)

TERRA.vita (Website)

Vulkaneifel (Website)

 

Wesite der UNESCO zu den Geoparks

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