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© L'Oréal

Frauen in der Wissenschaft

Wissenschaft braucht die besten Köpfe. Allerdings wird immer noch viel Forschungspotenzial verschenkt, da zu wenige von jenen Frauen in der Forschung arbeiten, die eine teure akademische Ausbildung genossen haben. Das UNESCO-Institut für Statistik hat 2009 Daten zum Frauenanteil in der Wissenschaft vorgestellt. Weltweit liegt der Frauenanteil bei 29 Prozent (ähnlich in der Europäischen Union), in Afrika bei 33 Prozent, in Asien bei nur 18 Prozent, in Südamerika hingegen bei 46 Prozent. In Europa haben nur fünf osteuropäische Länder Geschlechterparität.

Jedoch verrät diese Statistik noch nichts über Karriereverläufe. Forschungsinstitute werden weltweit meist von Männern geleitet, und immer noch bestehen Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern. Viele hochqualifizierte Frauen schaffen es in ihrer Karriere aufgrund institutioneller Diskriminierung nicht über die mittlere Verantwortungsebene hinaus. Kinder sind eine Hürde, erklären aber bei weitem nicht faktische Einkommens- und Verantwortungsunterschiede. Vorurteile, Old-Boys-Netzwerke und andere "unsichtbare" Faktoren sind entscheidender.

Patentlösungen gibt es nicht: Es braucht Wissenschaftlerinnen als Vorbilder, den Aufbruch traditioneller Rollenbilder und gezielte Förderung von Frauen, und besonders Müttern. Die UNESCO trägt dazu mittels vielfältiger Projekte und Programme bei, vor allem über den L’Oréal-UNESCO-Preis für Frauen in der Wissenschaft: Seit 1998 macht er herausragende Leistungen von Frauen in der Forschung deutlich.

In Deutschland fördern DUK und L'Oréal seit 2006 Forscherinnen mit Kindern. Darauf kann ein internationales Stipendienprogramm aufsatteln.

Außerdem stellt die UNESCO regelmäßig internationale Vergleichsstudien vor (Studie 2007). Zudem setzt sich ihr sozialwissenschaftliches Programm für die Geschlechtergleichstellung in allen anderen Lebensbereichen ein. 

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