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Neueinschreibungen in die Welterbeliste und Erweiterungen bestehender Stätten

im Rahmen der 41. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees vom 2. bis 12. Juli 2017 im polnischen Krakau

In alphabetischer Reihenfolge nach Ländern:

 - frei zur redaktionellen Verwendung -

© Brazhda Fatmir
  • Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas [Erweiterung der bestehenden Stätte „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“] (Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien, Ukraine)
    Die bisherige Stätte „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ mit Teilgebieten in der Ukraine, Slowakei und Deutschland ist nunmehr um 63 Teilgebiete in 10 Ländern erweitert. Zusammen bilden die Teilgebiete ein außergewöhnliches Beispiel für die herausragende Entwicklung eines terrestrischen Ökosystems und der Entwicklung von Lebensgemeinschaften seit der letzten Eiszeit. Die europäische Buche (Fagus sylvatica) ist nur in Europa heimisch und hat für die Funktionstüchtigkeit  der europäischen gemäßigten Laubwaldökosystemen eine besondere Bedeutung.
© INPC
  • Altstadt von M’banza Kongo (Angola)
    Die Stadt M’banza Kongo liegt auf einem 570 Meter hohen Plateau und hat ca. 25.000 Einwohner. Sie war das politische und spirituelle Zentrum des Königreichs Kongo, eines der größten Reiche des südlichen Afrikas, das vom 14. bis zum 19. Jahrhundert bestand. Die Altstadt hat sich um den königlichen Palast und die zugehörigen Gebäude – die königliche Residenz, das Stammesgericht, den heiligen Baum sowie die königlichen Grabstätten – entwickelt. Mit ihrer Ankunft im 15. Jahrhundert fügten die Portugiesen der aus lokalen Baumaterialien errichteten Stadt feste, nach europäischen Standards gebaute Gebäude hinzu. Wie sonst nirgendwo in Subsahara-Afrika veranschaulicht M’banza Kongo die tiefgreifenden Veränderungen, die die Einführung des Christentums und die Ankunft der Portugiesen in der Region bewirkten. Die Altstadt von M’banza Kongo ist die erste Welterbestätte Angolas. Zum Porträt im Rahmen der Serie Neue Welterbestätten 2017.
© Ricardo Villalba
  • Nationalpark Los Alerces (Argentinien)
    Der Nationalpark Los Alerces liegt in den Anden im argentinischen Teil von Patagonien und erstreckt sich im Westen entlang der chilenischen Grenze. Aufeinanderfolgende Eiszeiten haben das Relief der Region geprägt und spektakuläre Kar- und Moränenlandschaften mit kristallklaren Seen hervorgebracht. Der Park zeichnet sich durch dichten gemäßigten Regenwald aus, der unterhalb der steinigen Andengipfel in Bergweiden übergeht. Die Stätte ist überlebenswichtig für einige der letzten zusammenhängenden und weitestgehend unberührten patagonischen Waldflächen, die Lebensraum für zahlreiche vom Aussterben bedrohte oder gefährdete endemische Tier- und Pflanzenarten sind. So wurde der Park 1937 gegründet, um die letzten Bestände der Patagonischen Zypresse (spanisch Alerces) zu schützen. Diese Zypressen von bis zu 50 Metern können Jahrtausende überdauern - einige Exemplare im Nationalpark Los Alerces werden auf etwa 3.000 Jahre geschätzt. Zum Porträt im Rahmen der Serie Neue Welterbestätten 2017.
© Hamissou Halilou Malam Garba
  • Nationalparkkomplex W - Arly - Pendjari [Erweiterung der bestehenden Stätte „Nationalpark W“, Niger] (Benin, Burkina Faso)
    Der 1996 in die Welterbeliste aufgenommenen Nationalpark W in Niger wurde vom Welterbekomitee erweitert. Es handelt sich um das größte zusammenhängende Gebiet terrestrischer, halbaquatischer und aquatischer Savannen-Ökosysteme in Westafrika. Das Gebiet ist Heimat vieler fast ausgestorbener oder vom Aussterben bedrohter Tierarten. Hier leben die größte Elefantenpopulation Westafrikas und ein Großteil der für die Region typischen großen Säugetierarten wie Geparde, Leoparden und Afrikanische Manatis. Zudem ist in dem Komplex die einzige lebensfähige Löwenpopulation der Region zu finden. Die Größe des Schutzgebietsystems und die enorme Vielfalt der Habitate und Vegetation machen den Nationalparkkomplex zu einem der letzten Rückzugsräume für Arten, die im Rest Westafrikas verschwunden sind. Die der Welterbestätte hinzugefügten  Schutzgebiete - Parc W in Benin und Burkina Faso, Arly in Burkina Faso und Pendjari in Benin - erweitern den bisher eingeschrieben Nationalpark W in Niger um 1,5 Millionen Hektar. Das Welterbegebiet liegt eingebettet in mehrere größere Biosphärenreservate. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt  den Schutz und die nachhaltige Nutzung in der Region seit 2015.
© Camila Agostini
  • Archäologische Stätte Valongo-Kai (Brasilien)
    Die archäologische Stätte Valongo-Kai befindet sich im Zentrum von Rio de Janeiro und umfasst den gesamten Platz des Jornal do Comércio und das alte Hafengebiet Rios. Dort wurde 1811 mit dem Bau eines Steinkais zur Anlandung der für den südamerikanischen Kontinent bestimmten Sklaven aus Afrika begonnen. Schätzungen zufolge sind etwa 900.000 Menschen aus Afrika über Valongo nach Amerika gelangt. Die Stätte besteht aus mehreren übereinanderliegenden archäologischen Schichten. Die tiefste Schicht bildet ein im Pé-de-Moleque-Stil gepflasterter Boden, der als ursprünglicher Valongo-Kai gilt. Bei der Stätte handelt es sich um das wichtigste Zeugnis der Ankunft afrikanischer Sklaven auf dem amerikanischen Kontinent.
© KULANGSU Administrative Committee
  • Kulangsu: eine historische internationale Siedlung (China)
    Kulangsu ist eine kleine, an der Flussmündung des Chui-lung gelegene Insel in der Nähe der Stadt Xiamen. Mit der Öffnung Xiamens zum Handelshafen 1843 und der Ausweisung von Kulangsu als internationale Niederlassung 1903 wurde die Insel an der Südküste des chinesischen Reiches in kurzer Zeit zu einem wichtigen Handelsplatz zwischen China und dem Ausland. Kulangsu ist ein außergewöhnliches Beispiel kultureller Verschmelzung, die aus dem intensiven Austausch entstand und noch heute im Stadtgefüge sichtbar ist. Unterschiedliche architektonische Stile vermischen sich, darunter insbesondere der traditionelle Stil aus dem Süden der Provinz Fujian, der neo-klassizistische Stil des Westens sowie der von Veranden geprägte Kolonialstil. Daraus entstand eine einzigartige architektonische Ausprägung: Der Amoy Deco-Stil, eine Synthese zwischen Art déco und der modernen Architektur zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Zum Porträt im Rahmen der Serie Neue Welterbestätten 2017.
© Peking University
  • Qinghai Hoh Xil (China)
    Im tibetischen Hochland liegt die entlegene und bevölkerungsarme Region Hoh Xil. Die Qinghai-Tibet-Hochebene ist das höchste und größte Plateau der Welt. Hochgebirge und Steppen prägen das 4.500 Meter über dem Meeresspiegel liegende Gebiet. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt hier im Minusbereich. Die geografischen und klimatischen Bedingungen haben eine einzigartige biologische Vielfalt hervorgebracht. Mehr als ein Drittel der Pflanzenarten und alle pflanzenfressenden Säugetiere kommen nur hier vor. Die Stätte umfasst zudem die gesamte Wanderroute der gefährdeten endemischen Tibetantilope.
© Christian K. Madsen
  • Kujataa - eine subarktische Agrarlandschaft in Grönland (Dänemark)
    Kujataa ist eine subarktische Agrarlandschaft im Süden Grönlands. Die umliegende Landschaft ist von der Eiskappe, hohen Bergen, Wildnis und tiefen Fjords geprägt, die die Kujataa-Tiefebene und das dortige Lokalklima schützen und dadurch landwirtschaftliche Aktivitäten ermöglichen. Die Stätte besteht aus fünf Komponenten, die zusammen das demographische und administrative Kernstück zweier historischer Jagd- und Bauernkulturen bilden: eine nordisch-grönländische Kultur aus dem späten 10. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts und eine europäisch beeinflusste Inuit-Kultur von den 1780er Jahren bis heute. Diese unterschiedlichen Kulturen sowie die landschaftlichen und klimatischen Bedingungen in diesem Teil Grönlands haben eine Kulturlandschaft geschaffen, die auf Landwirtschaft, Beweidung und der Jagd auf Meeressäugetiere basiert. Die Landschaft zeugt von der frühesten Einführung der Landwirtschaft in der Arktis und der nordischen Besiedlung jenseits von Europa.
© Tim Schnarr
  • Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau [Erweiterung der bestehenden Stätten „Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau“] (Deutschland)
    Die 1996 in die Welterbeliste aufgenommene Stätte umfasste ursprünglich die Ensembles und Denkmäler in Weimar und Dessau, die unter der Leitung des ersten Bauhaus-Direktors Walter Gropius gebaut wurden sowie den Gründungsort der Schule in Weimar. Die Stätte wird nun um die Laubenganghäuser in Dessau – dreistöckige Ziegelsteinhäuser für Mieter mit geringem Einkommen – und die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau erweitert, die unter der Leitung von Hannes Meyer, Gropius‘ Nachfolger bis 1930, entstanden. Die Erweiterung macht den Beitrag der Architekturabteilung der Schule zur schlichten Gestaltung, zum Funktionalismus und zu den gesellschaftlichen Idealen der Bauhaus-Bewegung sichtbar und trägt zu dessen wesentlicher Rolle in der Entwicklung der Architektur des 20. Jahrhunderts bei. mehr...
© Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart
  • Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura (Deutschland)
    Die ersten modernen Menschen erreichten Europa vor 43.000 Jahren während der Eiszeit. Sie ließen sich unter anderem auf der Schwäbischen Alb im Süden Deutschlands nieder. In sechs Höhlen der Region finden seit den 1860er Jahren Ausgrabungen statt, die Relikte von vor 43.000 bis 33.000 Jahren zutage brachten. Darunter befinden sich vor allem geschnitzte Tierfiguren (Höhlenlöwen, Mammuts, Pferde, Rinder), Musikinstrumente und Schmuckstücke. Zu den herausragenden Funden gehören die Figur eines weiblichen Körpers sowie Darstellungen von Wesen zwischen Mensch und Tier. Die archäologischen Stätten zeugen somit von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit und liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst. mehr...
© unknown
  • Asmara: Eine modernistische Stadt Afrikas (Eritrea)
    Die 2.000 Meter über dem Meeresspiegel gelegene eritreische Hauptstadt entwickelte sich ab den 1890er Jahren aus einem militärischen Vorposten der italienischen Kolonialmacht. Von 1935 an wurde in der Stadt ein umfassendes Bauprogramm im italienischen Stil dieser Zeit umgesetzt. So wurden Regierungs-, Wohn- und Geschäftsgebäude, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Kinos, Hotels und weitere Bauten errichtet. Die Stätte umfasst das von den verschiedenen Phasen der Stadtentwicklung zwischen 1893 und 1941 betroffene Gebiet sowie die ursprünglichen, nicht nach städtebaulichen Plänen entwickelten Viertel Arbate Asmera und Abbashawel. Asmara ist ein außergewöhnliches Zeugnis des Städtebaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts und dessen Umsetzung im afrikanischen Kontext. Es ist die erste Welterbestätte Eritreas. Zum Porträt im Rahmen der Serie Neue Welterbestätten 2017.
© Mission Patrimoine - GCT Ville et Eurometropole de Strasbourg
  • Straßburg: von der Grande-Île zur Neustadt, eine europäische Stadtszenerie [Erweiterung der bestehenden Stätte „Straßburg – Grande-Île“] (Frankreich)
    Die 1988 in die Welterbeliste aufgenommene Stätte bestand bisher aus dem um das Straßburger Münster entstandenen historischen Zentrum der Stadt auf der Grande-Île. Die Erweiterung umfasst nun die Neustadt, ein Planviertel das unter deutscher Verwaltung (1871-1918) angelegt wurde. Die Neustadt wurde nach dem Model des Stadtplaners Georges-Eugène Haussmann angelegt. Die Gebäude des Viertels wurden nach deutschem Vorbild gebaut. Dieser doppelte Einfluss hat ein unverwechselbares Stadtbild hervorgebracht, in dem die vom Münster ausgehend angelegten Sichtachsen eine einzigartige Stadtlandschaft rund um die Gewässer und Kanäle schaffen.
© SCP
  • Taputapuātea (Frankreich)
    Die Region Taputapuātea liegt auf der Insel Raiatea im Zentrum des Polynesischen Dreiecks. Dieses großräumige Gebiet im Pazifik mit verstreuten Inseln wurde als eine der letzten Regionen der Erde vom Menschen besiedelt. Zur Stätte gehören zwei bewaldete Täler, ein Teil einer Lagune und eines Korallenriffs sowie ein Streifen offenes Meer. Im Herzen der kulturellen und marinen Landschaft befindet sich der Marae Taputapuātea, eine Anlage mit politischer und zeremonieller Bedeutung, auf der auch Bestattungsriten durchgeführt wurden. Der Marea besteht aus einer gepflasterten Plattform, in dessen Mitte ein hoher Stein errichtet wurde. Die in Polynesien weit verbreiteten Marae waren Orte des Austausches zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Vorfahren. Taputapuātea ist ein außergewöhnliches Zeugnis von 1.000 Jahren der Mā’ohi-Zivilisation. Zum Porträt im Rahmen der Serie Neue Welterbestätten 2017.
© Roberto Cantoni
  • Kloster Gelati [Bedeutende Grenzänderung bestehender Stätte „Bagrati-Kathedrale und Kloster Gelati“] (Georgien)
    Die 1994 in die Welterbeliste eingetragene Stätte „Bagrati-Kathedrale und Kloster Gelati“ in Georgien wird auf die Stätte „Kloster Gelati“ reduziert. Durch die Rekonstruktion der Bagrati-Kathedrale ist deren Authentizität unwiederbringlich verloren. Die verkleinerte Stätte besteht nunmehr lediglich aus dem Kloster Gelati. Die Stätte „Bagrati-Kathedrale und Kloster Gelati“ war 2010 in die Liste des gefährdeten Welterbes eingetragen worden. Durch die Reduzierung der Stätte wurde sie von dieser Liste gestrichen. Das Kloster Gelati befindet sich im westlichen Georgien und wurde 1106 gegründet. Es ist ein Meisterwerk des „Goldenen Zeitalters“ des mittelalterlichen Georgien, einer Zeit politischer Stärke und wirtschaftlicher Blüte zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. Die Klosteranlage zeichnet sich durch Fassaden mit glatt behauenen Blöcken, ausgewogenen Proportionen und Blendbögen in der Außendekoration aus. Das Kloster Gelati zählt zu den größten mittelalterlichen orthodoxen Klosteranlagen. Es war zudem ein Zentrum für Gelehrte und die hier gegründete Akademie war eines der wichtigsten kulturellen Zentren im alten Georgien.
© AMC
  • Altstadt von Ahmedabad (Indien)
    Die indische Stadt Ahmedabad wurde im 15. Jahrhundert von Sultan Ahmed Shah am östlichen Ufer des Sabarmati gegründet und weist noch heute ein reiches architektonisches Erbe aus der Zeit des Sultanats auf, darunter die Zitadelle von Badhra sowie die Mauern und Tore der befestigten Stadt. Auch zahlreiche Moscheen und Grabstätten sowie bedeutende Hindu- und Jain-Tempel späterer Zeit sind hier zu finden. Die Altstadt ist durch dicht aneinander gereihte traditionelle Häuser (pols) entlang geschlossener traditioneller Straßen (puras) geprägt, die durch Vogelhäuschen, öffentliche Brunnen und religiöse Stätten gekennzeichnet sind. Ahmedabad war lange Zeit Hauptstadt des Staates Gujarat und ist seit 600 Jahren eine florierende Stadt.
© ICHHTO
  • Altstadt von Yazd (Iran)
    Die Stadt Yazd befindet sich in zentraler Lage im iranischen Hochland, 270 km südöstlich von Isfahan, in der Nähe der Seidenstraße und der Gewürzstraße. Sie ist ein lebendiges Zeugnis für die sinnvolle Nutzung von begrenzten Ressourcen in einer unwirtlichen Umgebung. Die Wasserversorgung der Wüstenstadt erfolgt über das Qanat-Bewässerungssystem, einer traditionellen Form der Frischwasserförderung in Wüstengebieten. Lehm ist das wesentliche Baumaterial in Yazd und wird auch für Wände und kuppel- oder gewölbeförmige Dächer verwendet. Windtürme, Innenhöfe und dicke Lehmmauern schaffen ein angenehmes Mikroklima. Im Unterschied zu vielen, heute zerstörten Städten in traditioneller Lehmbauweise ist Yazd dem Modernisierungstrend entkommen und besteht noch heute, mitsamt dem Qanat-System, traditionellen Häusern, Basaren, Hammams, Zisternen, Moscheen, Synagogen, zoroastrischen Tempeln und dem historischen Garten von Dolatabad. Zudem ist die Stadt von der friedlichen Koexistenz zwischen Islam, Judentum und Zoroastrismus geprägt.
© World Heritage Promotion Committee
  • Heilige Insel Okinoshima und zugehörige Stätten in der Region Munakata (Japan)
    Die Insel Okinoshima, 50 Kilometer vor der Westküste der Insel Kyushu gelegen, ist ein außergewöhnliches Beispiel für traditionelle Riten auf einer heiligen Insel. Die erhaltenen archäologischen Stätten sind weitestgehend intakt und geben einen chronologischen Überblick über die Entwicklung der auf der Insel praktizierten Rituale zwischen dem 4. und 9. Jahrhundert. Im Zuge der Rituale wurden Votive als Opfergaben an verschiedenen Punkten der Insel abgelegt. Viele dieser Objekte sind kunstvoll ausgearbeitet und zeugen aufgrund ihrer entfernten Herkunftsorte vom intensiven Austausch zwischen der japanischen Inselgruppe, der koreanischen Halbinsel und dem asiatischen Kontinent. Als Teil des großen Heiligtums von Munakata wird die Insel Okinoshima bis heute als heilig angesehen.
© So Sokun Theary
  • Tempelanlage von Sambor Prei Kuk, Archäologische Stätte des alten Ishanapura (Kambodscha)
    Die Tempelanlage von Sambor Prei Kuk ist das Kernstück der ehemaligen Hauptstadt Ishanapura des Königreiches von Chenla im heutigen Kambodscha, dessen Blütezeit zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert liegt. Der Tempelkomplex besteht aus drei Hauptanlagen mit je einem zentralen Turm und einer erhöhten Plattform umgeben von kleineren Türmen und weiteren Strukturen. Die Ikonographie der Anlage stellt eine eigene Stilrichtung dar und ist der früheste Beleg eines eigenen Khmer-Stils. Einige Elemente der Tempelanlage sind Meisterwerke der Khmer-Kunst. Spätere Elemente aus dem 8. Jahrhundert zeugen zudem von der Übergangsphase künstlerischer Ausdrucksformen hin zum Stil des Khmer-Reiches von Angkor.
© Municipality of Palmanova
  • Venezianisches Verteidigungssystem des 15. bis 17. Jahrhunderts (Italien, Kroatien, Montenegro)
    Die Stätte umfasst sechs Komponenten eines Verteidigungssystems, das sich über mehr als 1.000 Kilometer zwischen der italienischen Region der Lombardei und der Ostküste der Adria in Kroatien und Montenegro erstreckt. Die Festungsanlagen des Stato da Terra, einer von drei Regionen des früheren venezianischen Herrschaftsgebietes, schützten die Republik Venedig im Nordwesten, während die Befestigungsanlagen des Stato da Mar die Meeresstraßen und die Häfen der Adria in Richtung Levante absicherten. Die Anlagen waren Voraussetzung für den Machterhalt und die Expansion der Serenissima zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert. Die mit der Einführung des Schießpulvers einhergehenden Veränderungen in den militärischen Techniken und Bauweisen spiegeln sich in den Entwürfen dieser modernen Festungsanlagen, die sich in ganz Europa ausbreiten sollten.
© A. Butorin
  • Daurische Landschaften (Mongolei, Russische Föderation)
    Daurien ist eine Gebirgsregion, die sich vom Osten der Mongolei bis ins russische Sibirien und den Nordosten Chinas erstreckt. Sie stellt in einzigartiger Weise das Ökosystem der daurischen Steppe dar. Durch die zyklischen Klimaveränderungen mit ausgeprägten Trocken- und Feuchtperioden ist hier eine große Arten- und Ökosystem-Vielfalt von weltweiter Bedeutung entstanden. Die Feuchtwiesen, Waldsteppen und Steppenseen sind Lebensraum für seltene Tierarten wie den Weißnackenkranich oder die Großtrappe sowie für Millionen von gefährdeten oder bedrohten Zugvögeln. Darüber hinaus ist es ein wichtiges Gebiet auf der Wanderroute der Mongolischen Gazelle.
© Firas Al Hashlamoun
  • Hebron / Al-Khalil Altstadt (Palästinensische Gebiete)
    Die Nutzung des lokalen Kalksteins prägte den Bau der Altstadt von Hebron / Al-Khalil während der Mamluken Periode zwischen 1250 und 1517. Im Zentrum der Stadt liegt die Al-Ibrahim Moschee / die Patriarchengräber, die in einem im 1. Jahrhundert n. Chr. erbauten Gebäudekomplex angesiedelt sind. Dieser Ort hat sich zur Pilgerstätte für die drei monotheistischen Religionen entwickelt: das Judentum, das Christentum und den Islam. Zahlreiche Handelsrouten führten durch die Stadt. Obwohl bereits während des osmanischen Reiches (1517-1917) eine Erweiterung der Stadt mit zahlreichen architektonischen Neuheiten stattgefunden hat, ist der Baustil der die Altstadt prägenden Mamluken Zeit erhalten geblieben.
© Tarnowskie Góry Land Lovers' Association
  • Blei-Silber-Zink-Mine von Tarnowskie Góry und ihr unterirdisches Wassermanagementsystem (Polen)
    Die oberschlesische Blei-Silber-Zink-Mine von Tarnowskie Góry und ihr unterirdisches Wassermanagementsystem befinden sich in Südpolen, ungefähr 180 km südöstlich von Breslau. Die nominierte Stätte umfasst die gesamte unterirdische Mine und ihr Wasserablaufsystem, welches im 15. und 16. Jahrhundert entwickelt, und bis ins 19. Jahrhundert erweitert wurde. Das Wasserablaufsystem besteht aus insgesamt 50 km Hauptentwässerungsstollen und einem 150 km umfassenden, sekundären Entwässerungssystem. Dieses unterirdische Hydrauliksystem ist ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft und spiegelt das beständige Bemühen über drei Jahrhunderte, den Untertagebau bestmöglich zu entwässern. Tarnowskie Góry war ein wichtiger Standort in der weltweiten Blei- und Zinkproduktion. Das hier gewonnene Blei deckte lange Zeit einen Großteil des weltweiten Bedarfs und wurde vor der Entwicklung des Quecksilberverfahrens in den Abbau- und Verarbeitungsverfahren in den Silberminen Neuspaniens eingesetzt.
© Regional Foundation of Revival of Historical and Cultural Monuments of Republic of Tatarstan
  • Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale der Inselstadt Swijaschsk (Russische Föderation)
    Die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale auf der Inselstadt Swijaschsk ist Teil des gleichnamigen Klosters. Die Inselstadt befindet sich an der Einmündung der Swijaga und Schchuka in die Wolga und an der Kreuzung der Seidenstraße und der Wolga im östlichen Teil des europäischen Russlands. Swijaschsk wurde 1551 von Zar Iwan IV., dem Schrecklichen als Vorposten für die Eroberung der Stadt Kasan gegründet. Die Lage und Architektur des Mariä-Himmelfahrts-Klosters veranschaulichen das Politik- und Missionierungsprogramm von Zar Iwan IV.  zur Erweiterung des Moskauer Reichs. Die Fresken der Kathedrale sind eines der seltenen Beispiele orthodox-orientalischer Wandmalereien.
© Francois Odendaal Productions (FOP Films)
  • Kulturlandschaft der ǂKhomani (Südafrika)
    Die Kulturlandschaft der Khomani liegt im Norden des Landes an der Grenze zu Botswana und Namibia. Die Stätte umfasst ein weitläufiges Gebiet, das sich mit dem Kalahari-Gemsbok-Nationalpark überschneidet. Von der Steinzeit bis heute sind in der Sanddünenlandschaft Belege für die Präsenz des Menschen vorzufinden, die mit der Kultur der San in Verbindung stehen. Die eingeschriebene Stätte umfasst Zeugnisse der Geschichte, Migration, Lebensgrundlagen und des kollektiven Gedächtnisses der San, die die Anpassungsfähigkeit und Interaktion der San-Gemeinschaften für das Überleben in einem Wüstenklima veranschaulichen.
© Aphrodisias Museum
  • Aphrodisias (Türkei)
    Die antike Stadt Aphrodisias liegt im Südwesten der Türkei und besteht aus zwei Komponenten: der archäologischen Stätte von Aphrodisias und dem nordöstlich davon gelegenen Marmorsteinbruch. Die Stadt Aphrodisias entstand im 2. Jahrhundert v. Chr. im Zuge der Verbreitung der hellenistischen Kultur im südöstlichen Anatolien. Der namensgebende Aphrodite-Tempel stammt bereits aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Der Reichtum der Stadt rührte von dem Steinbruch und den Kunstwerken der Bildhauer von Aphrodisias her. Das Stadtbild ist durch große öffentliche Bauten geprägt, insbesondere mehrere Tempel, ein Theater, eine Agora und Bäder.
© Andrew Locking
  • Der englische Lake District (Vereinigtes Königreich)
    Die Täler des Lake Districts, einer Gebirgsregion im Nordwesten Englands, entstanden in der Eiszeit und wurden später durch eine land- und weidewirtschaftliche Nutzung geprägt, die besonders durch die ummauerten Felder sichtbar wird. Die Wechselwirkung von natürlichen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten hat eine harmonische Landschaft hervorgebracht, in der sich Berge in Seen spiegeln. Bedeutende Villen, Gärten und Parks wurden erbaut und angelegt, um die Landschaft weiter zu verschönern. Ab dem 18. Jahrhundert verehrten Künstlerinnen und Künstler der englischen Romantik die malerische Landschaft und widmeten ihr Gemälde, Skizzen und Schriften. Das Bewusstsein für die Bedeutung der Landschaft wurde dadurch gestärkt und führte zu ersten Erhaltungsmaßnahmen.
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