Forschung zu Landnutzung und Ökosystemen
Die UNESCO hat den Verfassungsauftrag, die globale wissenschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Besonders wichtig, weil entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Menschheit, ist Forschung zu nachhaltiger Landnutzung. Wie kann der Mensch die Biosphäre so bewirtschaften, dass sie künftig funktionsfähig bleibt? Die UNESCO bringt dazu Forscher weltweit in Netzwerken zusammen und führt eigene Projekte durch. Sie bietet Trainingsprogramme zu Umweltmanagement und nachhaltiger Entwicklung an. Schwerpunkt liegen auf der Forschung über biologische Vielfalt und über moderne und schonende Formen der Landwirtschaft.
Da das Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate repräsentativ alle Ökosystemtypen der Welt abbildet, eignet es sich hervorragend, um im globalen Vergleich interdisziplinär über die Beziehungen des Menschen zu seiner Umwelt zu forschen.
Landnutzungsforschung in Usbekistan (Khorezm-Region)
Landnutzungsforschung in China (ERSEC)
Forschung in deutschen Biosphärenreservaten
Trainingskurse in Umweltmanagement (CIPSEM)
Forschung in Biosphärenreservaten international
Da das MAB-Programm in den 1970er Jahren als Forschungsprogramm gegründet wurde, finden weltweit auch heute noch eine Fülle von Forschungsprojekten statt. Beispiele sind Biosphere reserve integrated monitoring ( BRIM), die Erforschung von abnehmender Biodiversität im globalen Vergleich, die Erforschung des globalen Wandels in Gebirgsbiosphärenreservaten ( GLOCHAMORE), Raumplanung im marinen Umfeld (Gemeinschaftsprojekt mit UNESCO-IOC) oder die Erforschung von Trockengebieten, Wüsten und Wüstenbildung. Die Trockengebietsforschung ist eine Aufgabe der UNESCO bereits seit den 1950er Jahren.