Deutsche UNESCO Kommission e.V.

"Kulturelle Vielfalt - Europas Reichtum. Das UNESCO-Übereinkommen mit Leben füllen"

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"Back for More Umbrellas" (Thomas Hawk)

Fachkonferenz im Rahmen der Deutschen  EU-Ratspräsidentschaft 2007

Logo der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft

Donnerstag, 26. April, bis Samstag, 28. April 2007 in Essen, Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

Texte und Ergebnisse

"Ich bin dafür, den verhältnismäßig kleinen Preis für die Erhaltung der Vielfalt zu zahlen statt den großen für deren Verlust". WIM WENDERS

Diese internationale Fachtagung stellte das Leitbild Kulturelle Vielfalt zur Debatte: Was bedeutet es, wo gibt es Gefährdungen, wo tun sich besondere Chancen auf? Wie kann das UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen nach Inkrafttreten am 18. März 2007 durch Kooperation mit Leben gefüllt werden?
Was bedeutet das Übereinkommen für die Europäische Union? Gemeinsam mit Vertretern der internationalen Zivilgesellschaft wurden Elemente für einen europäischen Aktionsplan erarbeitet.

Arbeitssprachen: Deutsch, Englisch und Französisch.

Veranstalter: Deutsche UNESCO-Kommission e. V. in Zusammenarbeit mit dem Kulturhauptstadtbüro RUHR.2010, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der Europäischen Kommission und dem Auswärtigen Amt.

Programm

Liste der beteiligten Referenten, Moderatoren und Künstler

Dokumente und Informationen


Ausgangspunkt

Es ist eine besondere Herausforderung, den aus der gemeinsamen europäischen Geschichte resultierenden kulturellen Reichtum und die kulturelle Vielfalt Europas als ein Fundament des europäischen Integrationsprozesses wirksam zur Geltung zu bringen. Kulturelle Zusammenarbeit schafft und stärkt kulturelles Selbstbewusstsein auch und gerade im Zeitalter der Globalisierung. Kultureller Vielfalt kommt deswegen besondere Bedeutung für das politische Ziel zu, ein Europa ohne trennende Gräben - Einheit in Vielfalt - zu schaffen.

Das gemeinsame Auftreten der EU-Mitgliedstaaten hat maßgeblich zum Gelingen der komplexen Verhandlungen beigetragen, die im Oktober 2005 zur Annahme des Übereinkommens zur Kulturellen Vielfalt führte. Entsprechend haben sich die EU-Mitgliedstaaten bei der Ratifizierung und Umsetzung des Übereinkommens gleichermaßen engagiert. Auch die Europäische Gemeinschaft ist dem Übereinkommen als Vertragspartei beigetreten.

Im Bereich kultureller Dienstleistungen kann die Verhandlungsdynamik im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) trotz derzeitiger Stagnation langfristig dazu führen, dass gezielte öffentliche Förderung kultureller Angebote als wettbewerbsverzerrender Eingriff in das Marktgeschehen bewertet und sanktioniert werden. In der Europäischen Union besteht aber weitgehend Konsens, dass Kultur nicht eines von vielen anderen Marktsegmenten ist, in dem Angebot und Nachfrage die gewünschte Marktstruktur hervorbringen, sondern dass es kulturpolitischer Gestaltung bedarf.

Kultur ist in unserem Verständnis das Gespräch einer Gesellschaft mit sich selbst, die Reflexion auf die eigene Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Aus dieser Sicht nimmt eine Kulturpolitik ihre Legitimation, die nationale oder regionale Kulturproduktionen fördert. Bei der Bewahrung und Förderung der kulturellen Vielfalt geht es auch um die Rolle des öffentlichen Raumes, der durch politische Rahmenbedingungen gegen die weitgehende Durchdringung sowohl von staatlicher Regulierung als auch von Marktinteressen geschützt werden muss.

Ziele

Im Rahmen des aktuellen europäischen Ratifizierungsprozesses des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz und Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (2005) stellte der internationale Kongress das Leitbild Kulturelle Vielfalt mit Foren zu den Themenbereichen Film, Musik, Rolle der Zivilgesellschaft,  Nord-Süd-Kooperation, urbaner öffentlicher Raum und Medienpolitik zur Diskussion. Was bedeutet dieses Leitbild für Europa? Wie kann die UNESCO-Konvention zur Kulturellen Vielfalt umgesetzt werden? Welche Aufgaben stellen sich in den nächsten drei Jahren für die Regierungen, welche für die Gesellschaft? Die Fachkonferenz sammelte Anregungen und Vorschläge für einen europäischen Aktionsplan.

Mit Blick auf die Nachwuchsförderung wurde im Rahmen des Mentee-Programms "U 40 / Kulturelle Vielfalt 2030" eine strukturierte Vorarbeit mit jungen Expertinnen und Experten bereits ab Februar 2007 durchgeführt. Mit einem Pre-Workshop und einem eigenen Forum haben sie sich an der Gesamtkonferenz beteiligt.


Gefördert durch:

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