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UNESCO-Weltbericht zur Erwachsenenbildung

Weltbericht zur Erwachsenenbildung
© UNESCO

Anlässlich des Welttags der Alphabetisierung ist im September 2016 der dritte UNESCO-Weltbericht zur Erwachsenenbildung (Global Report on Adult Learning and Education, GRALE III) erschienen. Er stellt den Stand der Erwachsenenbildung weltweit dar und analysiert die Auswirkungen von Erwachsenenbildung auf die Bereiche Gesundheit, Arbeit und Soziales. Der Weltbericht zur Erwachsenenbildung wird alle drei Jahre vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen herausgegeben.

Mit dem dritten Weltbericht fordert die UNESCO die internationale Gemeinschaft auf, mehr in lebenslanges Lernen zu investieren und betont dessen Bedeutung für die Globale Nachhaltigkeitsagenda (Sustainable Development Goals, SDGs). Die Alphabetisierungsrate von Erwachsenen zu steigern und den Zugang zu Erwachsenenbildung sicherzustellen, sind Kernziele der Agenda Bildung 2030 (SDG 4).

Holistischer Ansatz des Lebenslangen Lernens

Der diesjährige Bericht legt den Schwerpunkt auf das Potenzial von Erwachsenenbildung, die Gesundheit, berufliche Kompetenzen und demokratische Wertvorstellungen zu fördern, aktive gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Dies reflektiert den holistischen Ansatz des Konzepts des Lebenslangen Lernens, welches für die neue Bildungsagenda zentral ist.

Der Bericht bietet politische Leitlinien und Handlungsempfehlungen im Bereich der Erwachsenenbildung und dient dem Monitoring des Belém Framework for Action, welches im Jahr 2009 auf der sechsten UNESCO-Weltkonferenz über Erwachsenenbildung (CONFINTEA VI) in Belém, Brasilien, von 144 UNESCO-Mitgliedstaaten verabschiedet wurde. Zukünftig wird er zudem die Fortschritte bei der Umsetzung der UNESCO-Empfehlung zur Erwachsenenbildung (2015) messen.

Internationale Entwicklungen in der Erwachsenenbildung

Der Bericht zeichnet internationale Entwicklungen in der Erwachsenenbildung in den Bereichen Policies und Governance, Finanzierung, Partizipation und Qualitätssicherung nach.

Seit 2009 haben 70 Prozent aller befragten UNESCO-Mitgliedstaaten neue politische Richtlinien eingeführt. Drei Viertel der Staaten berichten über signifikante Verbesserungen im Bereich der nationalen Erwachsenenbildungspolitik seit diesen Reformen. 85 Prozent gaben an, dass der Alphabetisierung und der Förderung von Grundfertigkeiten höchste Priorität zukomme. Dies gelte für alle Länder unabhängig von ihrem wirtschaftlichen Entwicklungsstand.

Dennoch komme dem Bereich der Erwachsenenbildung nur ein geringer Anteil der öffentlichen Ausgaben zugute. 42 Prozent der Länder investieren weniger als 1 Prozent ihres Bildungsbudgets in die Erwachsenenbildung und nicht mal ein Viertel investieren mehr als 4 Prozent. Viele Länder wollen ihre Investitionen in diesen Bildungsbereich aber zukünftig erhöhen.

Obwohl die Partizipationsraten im Bereich der Erwachsenenbildung in drei von vier Ländern gestiegen sind, haben immer noch zu wenig Erwachsene Zugang zu Möglichkeiten des lebenslangen Lernens. Für den Bereich der Qualitätssicherung hält der Bericht fest, dass in 81 Prozent der Länder Aus- und Weiterbildungsangebote für Fachpersonal in der Erwachsenenbildung bestehen.

Weitere Informationen:

GRALE III auf der Webseite des UNESCO-Instituts für Lebenslanges Lernen (UIL)

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