Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung
Der zweite Pragraph der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte lautet: "Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand."
Der erste Artikel der UNESCO-Verfassung betont, dass die "Menschenrechte[n] und Grundfreiheiten [...] den Völkern der Welt ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder Religion durch die Charta der Vereinten Nationen bestätigt worden sind."
Die Menschenrechte wurden seither differenziert, modernisiert und völkerrechtlich verbindlicher formuliert. Heute sind sich Experten und Regierungen einig, dass Menschenrechte nicht nur das Verhältnis zwischen Staat und Bürger, sondern zwischen allen Menschen regeln. Daher ist die obige Botschaft der Menschenrechte Auftrag für jeden Einzelnen: keinen Mensch zu diskriminieren, das heißt willkürlich, allein aufgrund äußerer Merkmale, anders zu behandeln.
Die noch nicht in Kraft getretene EU-Grundrechtecharta zählt auch Behinderung, sexuelle Orientierung und Alter hierzu. Diskriminierung ist ein Verstoß gegen eine der zentralen Grundfesten der Menschenrechte. Die Vereinten Nationen und alle ihre Sonderorganisationen kämpfen daher besonders nachdrücklich gegen Diskriminierung in allen Erscheinungsformen.
Ohne eine bestimmte Form der Diskriminierung besonders herausheben zu wollen, sind die Vereinten Nationen besonders dazu berufen, gegen den Rassismus einzutreten. Rassismus ist ein Spaltkeil für jede moderne Gesellschaft in der nicht zuletzt durch die Globalisierung Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenleben und –arbeiten.
Diskriminierung kann viele Ursachen haben: ein übersteigerter Nationalismus, eine menschenfeindliche Ideologie, das engere Zusammenleben in der globalisierten Welt, oder, in neuer Gestalt, die Einführung neuer Technologien. Das wichtigste Ereignis für dieses Themengebiet war die 2001 im südafrikanischen Durban veranstaltete Weltkonferenz gegen Rassismus, der Höhepunkt der dritten UN-Dekade gegen Rassismus und Rassendiskriminierung 1993-2003. In ihrer 2003 verabschiedeten Strategie gegen Rassismus (32 CRes. 28) fasst die UNESCO ihr Verständnis des Problems und ihr Programm dagegen zusammen.
Strategie gegen Rassismus: http://unesdoc.unesco.org/images/0013/001312/131202E.pdf






