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UNESCO/Justin Mott UNESCO/Tomas Munita Ulfert Engelkes

Inklusive Bildung

Inklusive Bildung ist ein zentrales Anliegen der UNESCO. Inklusion im Bildungsbereich bedeutet, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale entwickeln zu können, unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen.

Bereits die Salamanca-Erklärung der UNESCO von 1994 hält das Ziel fest, Bildungssysteme inklusiv zu gestalten. Ende 2008 haben die Teilnehmer der Weltbildungsministerkonferenz diese Notwendigkeit erneut bestätigt. In der Abschlusserklärung fordern sie die Mitgliedstaaten auf, inklusive Bildung zu verwirklichen. Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Jahr 2009 gilt das in Artikel 24 beschriebene Recht auf eine gemeinsame Beschulung aller Schüler in einer Regelschule auch in Deutschland. Die Europäische Union hat die Konvention im Dezember 2010 ratifiziert.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat 2010 den Expertenkreis "Inklusive Bildung" gegründet. Sie ist seit 2009 gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Projektträger des Jakob Muth-Preises für inklusive Schule. 2009 hat sie die UNESCO-Publikation "Inklusion: Leitlinien für die Bildungspolitik" in deutscher Sprache herausgegeben, die 2014 in einer erweiterten Auflage erschienen ist. Im Jahr 2012 hat die DUK die Publikation "Bildungsregionen auf dem Weg – Inklusive Bildung in Aachen, Hamburg, Wiesbaden und Oberspreewald-Lausitz" veröffentlicht. Die 69. Hauptversammlung der DUK verabschiedete im Jahr 2009 die Resolution "Frühkindliche Bildung inklusiv gestalten: Chancengleichheit und Qualität sichern", die 71. Hauptversammlung im Jahr 2011 die Resolution "Inklusive Bildung in Deutschland stärken".

Am 19. und 20. März 2014 richtete die Deutsche UNESCO-Kommission zusammen mit einer Reihe von Partnern und Unterstützern den Gipfel "Inklusion – Die Zukunft der Bildung" in Bonn aus. Ziel des Gipfels war es vor allem, eine aktuelle Bestandsaufnahme von inklusiver Bildung in Deutschland zu leisten und eine weitere qualitativ-hochwertige Umsetzung in Deutschland zu stärken. Im Rahmen des Gipfels wurde die "Bonner Erklärung zur Inklusiven Bildung" (2014) verabschiedet. Weitere Ergebnisse des Gipfels finden Sie auf dem Konferenzportal. 

Aktuelles
Ingmar Zahorsky, CC BY-NC-ND 2.0.

Großes Potenzial für Bildung und Teilhabe

Gemeinsam mit der indischen Regierung organisierte die UNESCO vom 24. bis 26. November 2014 die internationale Konferenz "From Exclusion to Empowerment". Über 600 internationale Experten diskutierten in Neu-Delhi, wie Technologie für die gesellschaftliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen genutzt werden kann. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht. mehr...

© UNESCO

Inklusion von Anfang an

Die UNESCO hat gemeinsam mit dem Europarat die Publikation "Inclusion from the Start – Guidelines on inclusive early childhood care and education for Roma children" herausgegeben. Die Veröffentlichung soll dazu beitragen, frühkindliche Bildung inklusiv zu gestalten und das Recht auf Bildung für Roma-Kinder effektiv umzusetzen. mehr...

© UNESCO/Abdelhak Senna

Bonner Erklärung zur Inklusiven Bildung

Im Rahmen des Gipfels "Inklusion – Die Zukunft der Bildung", den die DUK am 19. und 20. März 2014 ausrichtete, wurde die "Bonner Erklärung zur Inklusiven Bildung" verabschiedet. Die Teilnehmer des Gipfels fordern in dieser Abschlusserklärung alle relevanten Akteure auf, sich aktiv für die erfolgreiche Umsetzung von inklusiver Bildung in Deutschland einzusetzen und unterstützende Maßnahmen auf allen Ebenen zu fördern. Zur Bonner Erklärung…

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