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UNESCO-Lehrstuhl an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeweiht

Immaterielles Kulturerbe durch Transkulturelle Musikforschung fördern

Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto, © Guido Werner

Am 3. Juli wurde der UNESCO-Lehrstuhl für Transkulturelle Musikforschung an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT eingeweiht. Er arbeitet damit in einem weltweiten Netzwerk mit über 700 Lehrstühlen in mehr als 120 Ländern an der Umsetzung der UNESCO-Ziele und der Globalen Nachhaltigkeitsagenda. Lehrstuhlinhaber ist Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto. Ihm wurde die UNESCO-Urkunde von Prof. Dr. Gerd Michelsen, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission überreicht.

Der UNESCO-Lehrstuhl am Gemeinsamen Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena als UNESCO Chair on Transcultural Music Studies erforscht musikalische Darbietungen in ihren soziokulturellen, historischen und globalen Kontexten. Die Musiker als Träger der darstellenden Künste stehen dabei im Sinne der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes im Fokus. Die Forschung des Lehrstuhls ist interdisziplinär ausgerichtet und anwendungs- sowie projektorientiert. Schwerpunkte werden gemeinsam mit den Praktizierenden, deren Musiktradition erforscht wird, definiert. Übergreifend untersucht wird dabei, welche Chancen und Herausforderungen eine Anerkennung von Musiktraditionen als Immaterielles Kulturerbe für die Weitergabe und Inwertsetzung der Ausdrucksformen mit sich bringen.

„Mit seiner umfangreichen Expertise im Bereich der transkulturellen Musikforschung unterstützt der UNESCO-Lehrstuhl in herausragender Weise die Erforschung des Immateriellen Kulturerbes weltweit. Innovative und meist inter- und transdisziplinäre Forschung und Lehre werden hier kombiniert mit internationaler Wissenschaftskooperationen und interkulturellem Dialog. Das macht diesen Lehrstuhl so besonders“, erklärt Prof. Dr. Gerd Michelsen, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission anlässlich der Urkundenverleihung.

„Bei uns steht die Musik als Immaterielles Kulturerbe und ihre Erforschung aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive im Zentrum. Musikalische Stile aus der ganzen Welt sind dabei von Interesse. Unsere Forschung kann also nur in internationaler Zusammenarbeit erfolgreich sein. Deshalb ist die Ernennung als UNESCO-Lehrstuhl und die damit einhergehende Kooperation mit Lehrstühlen auf der ganzen Welt so wichtig", sagt Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto.

Der neue UNESCO-Lehrstuhl stärkt wie alle bestehenden Lehrstühle die akademische Kooperation mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen in Schwellen- und Entwicklungsländern, aber auch innerhalb Deutschlands und in Europa.

Hintergrund

Im Netzwerk der UNESCO-Lehrstühle kooperieren derzeit mehr als 700 UNESCO-Lehrstühle in über 120 Ländern, um die Ziele der UNESCO in Wissenschaft und Bildung zu verankern. Elf UNESCO-Lehrstühle gibt es in Deutschland. Sie zeichnen sich durch ihre Forschung und Lehre in den Arbeitsgebieten der UNESCO aus. Zu den Prinzipien ihrer Arbeit gehören die internationale Vernetzung, insbesondere im Nord-Süd- und Nord-Süd-Süd-Bereich, sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs. UNESCO-Lehrstühle sorgen für eine größere Mobilität von Studenten, Lehrkräften und Forschern und tragen zu einer weltweit ausgewogeneren Schaffung und Nutzung von Wissen bei. 

Weitere Informationen

UNESCO-Lehrstuhl für Transkulturelle Musikforschung  
UNESCO-Lehrstuhlprogramm

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