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27. Januar: UNESCO gedenkt Opfern des Holocausts

Internationaler Gedenktag unter dem Titel „Von Worten zum Völkermord: Antisemitische Propaganda und der Holocaust“

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die sowjetische Armee befreit. 2005 beschlossen die Vereinten Nationen die Einrichtung eines Internationalen Holocaust-Gedenktags: Jedes Jahr am 27. Januar wird seitdem an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnert.

© UNESCO

In diesem Jahr steht der Holocaust-Gedenktag unter dem Titel „Von Worten zum Völkermord: Antisemitische Propaganda und der Holocaust“.

Das NS-Regime benutzte die Macht von Massenkommunikation um Rassismus zu schüren und Gesellschaftsgruppen als "rassisch " minderwertig zu dämonisieren. Dabei verfolgten die Nationalsozialisten das radikale Ziel, Europa zu beherrschen und das jüdische Volk zu vernichten. In unserer vernetzten Welt hat Propaganda auch heute noch tödliches Potenzial: vor dem Hintergrund konfessioneller Spannungen, Terrorismus und der Verfolgung von ethnischen, religiösen und politischen Minderheiten.

Mehrere Veranstaltungen bei der UNESCO in Paris und zwei Ausstellungen zeigen im Rahmen des Holocaust Gedenktags, warum es wichtig ist, sich gegen die negative Kraft der Propaganda zur Wehr zu setzen und Bildung zu fördern, die auf Menschenrechten basiert und Jugendliche zum kritischen Denken befähigt.

Rolle der Bildung zentral für Kulturdialog

Bildung und Aufklärung spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus. Irina Bokova, UNESCO-Generaldirektorin betont: „Die Verhinderung von Völkermord beginnt auf den Schulbänken. Bildung kann dabei helfen, Hetzreden zu verhindern und Vorurteile zu untergraben, indem sie Ignoranz den Nährboden entzieht, indem sie zeigt, wie das Zusammenleben funktionieren kann und indem sie Respekt für alle Menschen vermittelt. In einer Welt, in der das Lokale nur einen Klick vom Globalen entfernt ist, brauchen wir eine erneuerte Verpflichtung zu Dialog, Toleranz, Versöhnung und Verständigung – online und offline.“

Der Holocaust in Lehrplänen weltweit

Forscher des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung haben sich der Frage gewidmet, wie der Holocaust in Sekundarstufen-Lehrplänen für Geschichte und Sozialkunde weltweit dargestellt wird. Wie wird er in den Schulbüchern konzipiert und erzählt? In Kooperation mit der UNESCO haben sie 272 aktuell zugelassene Lehrpläne aus 135 Ländern und 89 Schulbücher auf das historische Verstehen des Holocaust hin untersucht und verglichen. Der Bericht zeigt, dass der Holocaust in weitgehend gemeinsamen Mustern dargestellt wird, die wiederkehrende räumliche und zeitliche Maßstäbe, Protagonisten, Interpretationsmuster (gemäß Definitionen, Ursachen, Relativierungen oder Banalisierung), Erzähltechniken und didaktische Methoden vermitteln. Laut Autoren „hilft uns der Bericht nicht nur Einblick in den Status des Holocaust in Bildungsmaterialien in Afrika, Asien, Europa und Amerika zu gewinnen, er bietet auch Entscheidungsträgern Ideen darüber, wie Bildung bezüglich des Holocaust und anderer Massengräueltaten (weiter)entwickelt werden kann.“ Zu dem Bericht.

(Artikel erstellt am 27. Januar 2016)

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