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September 2015

Nachhaltigkeit muss Fundament des deutschen Bildungssystems werden

Startschuss für UNESCO-Weltaktionsprogramm in Deutschland

Am 29. September 2015 ist der Startschuss für das UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland gefallen. Unter Vorsitz der Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, hat erstmals die Nationale Plattform "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Berlin getagt.

Mitglieder der Nationalen Plattform 'Bildung für nachhaltige Entwicklung'
© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die Nationale Plattform vereint 37 Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam werden sie Ziele, Strategien und Maßnahmen zur strukturellen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Deutschland festlegen. Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) Dr. Verena Metze-Mangold ist Mitglied des Gremiums. Minister a.D. Walter Hirche, Vorstandsmitglied der DUK, ist Berater für die Anbindung an den internationalen Prozess. 

"Wir haben mit der Verabschiedung der Sustainable Development Goals in der letzten Woche einen klaren Auftrag erhalten: Nachhaltige Entwicklung jetzt umsetzen! Dafür brauchen wir die Bildung. Denn Nachhaltigkeit muss gelernt und erprobt werden", sagt Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission. "Deutschland muss jetzt zügig die bestehenden Erfahrungen aus den exzellenten Bildungsprojekten zur nachhaltigen Entwicklung nutzen und systematisch in den Strukturen unseres Bildungssystems verankern. Nachhaltigkeit muss im Zentrum von Curricula, Lehrplänen und Ausbildungsordnungen stehen. Nur dann können wir Menschheitsherausforderungen wie den Klimawandel, Armut oder Ressourcenknappheit bewältigen", so Metze-Mangold weiter. 

Fachforen und Partnernetzwerke

Die Deutsche UNESCO-Kommission wird herausragende Bildungseinrichtungen, Netzwerke und Kommunen für ihre Arbeit zur nachhaltigen Entwicklung auszeichnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat dieses Format ins Leben gerufen. Erste Auszeichnungen sollen im Sommer 2016 bei einem Agendakongress durch Staatsekretärin Cornelia Quennet-Thielen und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Verena Metze-Mangold verliehen werden. Die DUK wird zudem über Nachhaltigkeit in der deutschen und globalen Bildungslandschaft auf www.bne-portal.de informieren. Darüber hinaus verknüpft sie internationale Entwicklungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung mit der deutschen Umsetzung des Weltaktionsprogramms.

Auftaktkonferenz der Nationalen Plattform 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' in Berlin
© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung richtet neben der Plattform zum Weltaktionsprogramm Fachforen und Partnernetzwerke ein, in denen das Wissen zahlreicher Experten zu Bildung für nachhaltige Entwicklung zusammengeführt wird. Ein jährlicher Agendakongress versammelt alle Interessierten und die beteiligten Akteure. Im Zentrum des ersten Agendakongresses im Sommer 2016 werden die Leitlinien eines Nationalen Aktionsplans für Bildung für nachhaltige Entwicklung stehen.

Das UNESCO-Weltaktionsprogramm

Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Kompetenzen für die Gestaltung einer tragfähigen Welt. Das 2014 ausgerufene Weltaktionsprogramm (2015-2019) soll die Ergebnisse der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) in die Breite tragen und in den Strukturen des Bildungssystems verankern. Die deutsche Umsetzung der UN-Dekade hat mit der Vernetzung von über 1.900 ausgezeichneten BNE-Projekten, 21 Dekade-Kommunen und hunderten von Bildungsakteuren eine stabile Allianz für nachhaltige Entwicklung in Deutschland geschaffen. Diese soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

Weitere Informationen:

BNE-Portal der Deutschen UNESCO-Kommission

UNESCO-Webseite zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung
(in englischer Sprache)

Bundesministerium für Bildung und Forschung

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