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Juni 2013

Zehn Jahre Konvention zum immateriellen Kulturerbe

Deutsche UNESCO-Kommission veranstaltet Fachsymposium "Immaterielles Kulturerbe erhalten und wertschätzen"

Zum zehnjährigen Bestehen des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes finden weltweit Ausstellungen, Konferenzen, Musik- und Kulturfestivals statt. Die Deutsche UNESCO-Kommission veranstaltet im Jubiläumsjahr Regionalforen und ein Fachsymposium.

Immaterielles Kulturerbe: Karneval von Aalst
© UNESCO/DAK Jan Ardans

Am 17. Oktober 2003 wurde das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes auf der 32. UNESCO-Generalkonferenz in Paris verabschiedet. Seitdem haben bereits 153 Staaten das Übereinkommen ratifiziert (Stand April 2013). Die Wertschätzung für immaterielle Kulturformen ist weltweit deutlich gestiegen. Auf der "Repräsentativen Liste", der "Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes" und im Register guter Praxisbeispiele der UNESCO sind bereits mehr als 290 Formen immateriellen Kulturerbes verzeichnet.

Traditionelles Wissen und die Vielfalt immateriellen Kulturerbes haben eine wichtige Bedeutung für nachhaltige Entwicklung. Viele Staaten haben nationale Organisationen für das immaterielle Kulturerbe eingerichtet, passen ihr innerstaatliches Recht den Zielen der Konvention an und erfassen systematisch die Formen des immateriellen Kulturerbes in ihrem Staatsgebiet. Zum immateriellen Kulturerbe gehören mündliche Überlieferungen, traditionelle Musik, Theater, Tanz und Handwerkskünste.

Aktionen weltweit

Die Vertragsstaaten der Konvention planen für das laufende Jahr zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen, um die Sichtbarkeit des immateriellen Kulturerbes zu erhöhen: Ausstellungen, Konferenzen und Diskussionsrunden, Musik- und Kulturfestivals, Medienkampagnen, Filmproduktionen, Buchveröffentlichungen, Jugendforen und vieles mehr. Über die weltweit organisierten Veranstaltungen informiert das UNESCO-Sekretariat in einem Online-Kalender

Deutschland seit diesem Jahr Vertragsstaat

Deutschland wird im Jubiläumsjahr Vertragsstaat des Übereinkommens. Das Bundeskabinett hat am 12. Dezember 2012 den Beitritt beschlossen. Die Beitrittsurkunde wurde, nachdem alle Bundesländer zugestimmt hatten, am 10. April 2013 bei der UNESCO in Paris hinterlegt. Drei Monate später, am 9. Juli 2013, tritt das Übereinkommen in Deutschland offiziell in Kraft.

Die Geschäftsstelle Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission führt in Zusammenarbeit mit den Kulturministerien der Länder als Informations- und Beratungsangebot zum Start der Umsetzung des Übereinkommens in Deutschland Regionalforen zum immateriellen Kulturerbe durch. Die Regionalforen richten sich in erster Linie an Akteure, die in Gruppen und Gemeinschaften kulturelle Ausdrucksformen praktizieren und pflegen, aber auch an die interessierte Öffentlichkeit und Multiplikatoren. Auf den Veranstaltungen in Leipzig, Lübeck, Mainz, Osnabrück, Berlin und Augsburg werden Inhalt und Ziele des UNESCO-Übereinkommens vorgestellt sowie Möglichkeiten der Mitwirkung an der Umsetzung und das Bewerbungsverfahren zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes präsentiert.

Mongolisches Musikensemble 'Egschiglen'
© DUK/Matthias Fluhrer

Fachsymposium "Immaterielles Kulturerbe erhalten und wertschätzen"

Ein weiterer deutscher Beitrag zum Jubiläumsjahr ist ein Fachsymposium am 30. Oktober 2013 in Berlin. Dazu lädt die Deutsche UNESCO-Kommission in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Kulturstiftung des Bundes und dem Japanischen Kulturinstitut Köln in die Berliner Uferstudios ein. Das Fachsymposium "Immaterielles Kulturerbe erhalten und wertschätzen" bilanziert zehn Jahre nach Verabschiedung der Konvention die weltweit gesammelten Erfahrungen und nimmt davon ausgehend die Herausforderungen und Aufgaben der kommenden Jahre in den Blick. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Anregungen für die Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens in Deutschland.

Das Symposium richtet sich in erster Linie an ein Fachpublikum. Zielgruppen sind Träger immaterieller kultureller Ausdrucksformen, Wissenschaftler und Vertreter von Politik und Verwaltung. Mit Blick auf die zukunftsorientierte Dimension des Übereinkommens sind ausdrücklich auch jüngere Generationen eingeladen, sich am Austausch zu beteiligen.

Anmeldung zum Fachsymposium

Interessierte können sich ab sofort für die Teilnahme am Symposium "Immaterielles Kulturerbe erhalten und wertschätzen" anmelden: Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 30. August 2013 per E-Mail an ike(at)unesco.de und beantworten Sie in dem Anschreiben folgende Fragen:

  • Was ist Ihr persönlicher Hintergrund bzw. welches Interesse haben Sie am Thema Immaterielles Kulturerbe?
  • Zu welcher Altersgruppe (unter 25 Jahre, 25-35 Jahre, 35-45 Jahre, 45-55 Jahre, 55+ Jahre) gehören Sie?
  • Warum möchten Sie am Fachsymposium teilnehmen?

Falls die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Plätze übersteigt, wird auf Basis Ihrer Angaben eine Auswahl getroffen. Eine Rückmeldung zur Teilnahme erfolgt spätestens bis zum 13. September 2013.

Für die Verpflegung während des Fachsymposiums wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 20 EUR erhoben. Reisekosten werden von den Teilnehmer/innen selbst getragen. Am Abend des 30. Oktober 2013 haben Teilnehmer/innen des Fachsymposiums zudem die Möglichkeit, im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie das Konzert "UNTERWEGS mit Roger Willemsen nach Mali" zum Sonderpreis von 10 EUR (für Plätze in der 1. und 2. Kategorie) zu besuchen.

Weitere Informationen zum 10. Jahrestag der Konvention:
Interview mit Samuel Lee

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