November 2011
Leitfaden zu Open Educational Resources
Am 1. November 2011 wurde auf der UNESCO-Generalkonferenz in Paris ein Leitfaden zu Open Educational Resources (OER) in der Hochschulbildung vorgestellt. OER sind öffentlich und kostenlos zugängliche Lehr-, Lern- und Forschungsmaterialien. Die als Open Content lizenzierten Materialien können legal kopiert und weiterverbreitet werden und tragen so zur Förderung qualitativ hochwertiger Bildung bei.

- © UNESCO
Der von der UNESCO und dem Commonwealth of Learning (COL) herausgegebene Leitfaden soll verdeutlichen, wie OER zur Qualitätssteigerung von Lehr- und Lerninhalten eingesetzt werden können. Der Leitfaden richtet sich vor allem an Regierungseinrichtungen, Hochschulen, Lehrpersonal, Studierende sowie Qualitätssicherungs- und Akkreditierungsbehörden.
Wegbereitend für die Publikation war die UNESCO-Weltkonferenz zur Hochschulbildung 2009, die das Potenzial von OER für einen verbesserten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung verdeutlichte. Auf der 35. UNESCO-Generalkonferenz 2009 appellierten die USA anschließend mit einem Resolutionsentwurf an die Mitgliedstaaten, technologiegestützte Lernmaterialien zu verbessern und die Nutzung von OER zu fördern.
Vor diesem Hintergund und mit der Unterstützung der USA schlossen sich die UNESCO-Sektoren für Bildung und Kommunikation schließlich der Initiative "Taking OER beyond the OER Community: Policy and Capacity" an, um Entscheidungsträger von der Wichtigkeit der OER zu überzeugen.
Mit Unterstützung der William und Flora Hewlett-Stiftung werden die UNESCO und das Commonwealth of Learning 2012 einen OER-Weltkongress organisieren. Das Hauptaugenmerk wird auf dem OER-Leitfaden und auf herausragenden Praxisbeispielen liegen sowie einer Deklaration, die Regierungen weltweit zur Unterstützung der Entwicklung und der Nutzung von OER auffordern soll.
Weitere Informationen:
Redaktion: unesco heute online Deutsche UNESCO-Kommission e.V. • Colmanstraße 1553115 Bonn • Telefon 0228 / 60497-0 • www.unesco.de



