Pressemitteilung, 25. Januar 2006
Kulturelle Vielfalt und Meisterwerke traditioneller Weltkulturen
Öffentliche Abendveranstaltung am 2. Februar in der Bonner Brotfabrik
Die Deutsche UNESCO-Kommission präsentiert am Donnerstag, den 2. Februar 2006, um 20 Uhr im Theatersaal der Bonner Brotfabrik „Meisterwerke traditioneller Weltkulturen“. Die Veranstaltung ist kultureller Höhepunkt einer Fachtagung am 2. und 3. Februar zur deutschen Mitarbeit am UNESCO-Programm zum Schutz des immateriellen Kulturerbes.
Am 20. April 2006 tritt die „UNESCO-Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes“ in Kraft, nachdem 30 Staaten sie ratifiziert haben. Verabschiedet wurde das Übereinkommen auf der UNESCO-Ge-neralkonferenz im Oktober 2003. Zum immateriellen Erbe gehören Sprachen, mündliche Literaturformen wie Mythen, Epen und Erzählungen, Musik, Tanz, Spiele, Bräuche, handwerkliche Fähigkeiten und andere Künste. Seit 2001 führt die UNESCO eine Liste der "Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit". Sie verzeichnet 90 Einträge aus allen Weltregionen. Ziel der jetzt in Kraft tretenden Konvention ist es, diese Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu bewahren.
Die Veranstaltung in der Bonner Brotfabrik wird vom Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Roland Bernecker eröffnet. Danach werden einige Beispiele des immateriellen Erbes aus China, Ghana und Marokko präsentiert, unter anderem ein Klangportrait des Djema el Fna von dem syrischen Autor und Journalisten Suleman Taufiq. Auf diesem Platz in Marrakesch führen Artisten, Barden, Märchenerzähler und Schlangenbeschwörer ihre Künste auf. Die Filmdokumentation von Wolfgang Groh-Bourgett (filmhouse Busè & Groh) aus der Reihe „Global Culture - Local Heritage“ porträtiert die chinesische Kunqu-Oper, eine der ältesten Operntraditionen der Welt.
Höhepunkt des Abends ist der Auftritt des Ensemble Adesa aus Süd-Ghana. Es wurde von Mitgliedern des berühmten Künstlerclans „Odametey“ gegründet. Die Musiker und Tänzer gehören zur Tigari-Gemeinschaft („Götter des Windes“). Die Motive sind in Mythen und in uraltem Wissen um die Kräfte der Natur verwurzelt. Getragen von Gesängen vermischen sich die Klänge der ghanaischen Laute „Korlegor“, der Geige „Gonje“, der Bass-Kalima „Ashuwa“, den Wasserkalebassen „Bunte“ sowie Balafon, Hörnern und Flöten mit den kraftvollen Rhythmen der Percussionisten zu packenden Trance Grooves.
„Kulturelle Vielfalt und Meisterwerke traditioneller Weltkulturen“,
Theatersaal in der Brotfabrik, Kreuzstr. 16, 53225 Bonn; Telefon: 0228-421310, E-Mail: mail@brotfabrik-bonn.de, Internet: www.brotfabrik-bonn.de;
Eintritt: 5 €, Vorverkauf: BonnTicket, Telelefon 0228-421310, www.bonnticket.de
Weitere Informationen:
Deutsche UNESCO-Kommission: Christine M. Merkel, Referentin für Kultur,
Telefon: 0228-604 97-18 / -0, E-Mail: merkel@unesco.de, Internet: www.unesco.de
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Redaktion: Dieter Offenhäußer, Colmantstraße 15, 53115 Bonn
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