Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Januar 2011

Der Umgang mit dem "schwierigen Erbe"

Internationaler Workshop für Museumskuratoren aus Südosteuropa

Die Deutsche UNESCO-Kommission veranstaltet gemeinsam mit dem UNESCO-Büro Venedig und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin am 27. und 28. Januar einen internationalen Workshop für Museumskuratoren aus Südosteuropa. Thema ist die Rolle von historischen Museen beim Umgang mit "schwierigem Erbe" wie dem Holocaust.

Holocaust-Denkmal in Berlin
© UNESCO/Yara Lemke de Faria

Der Workshop steht unter dem Titel "Best Practices in Museum Management: Dealing with Difficult Heritage, Educating on History in South-East Europe". Er findet im Zusammenhang mit der internationalen Ausstellung "Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen" statt, die derzeit im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt wird. Zugleich ist der Workshop ein Beitrag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar.

Es gehört zum Bildungsauftrag von historischen Museen, insbesondere auch an die dunklen Seite der Geschichte wie Gewalt und Völkermord zu erinnern und die Auseinandersetzung mit diesen Themen durch geeignete museumspädagogische Konzepte zu fördern. Vor diesem Hintergrund bietet der Workshop Museumskuratoren eine Plattform, um sich darüber auszutauschen, wie in verschiedenen europäischen Ländern mit dem "schwierigen Erbe" umgegangen wird.

Drei Themen stehen im Mittelpunkt: die Rolle von historischen Museen beim Umgang mit "schwierigem Erbe", museumspädagogische Konzepte zum Erinnerungsdiskurs und der Beitrag von historischen Museen zur Förderung des interkulturellen Dialogs. Auf dem Workshop sollen gute Praxisbeispiele des Museumsmanagements vorgestellt werden. Ziel ist es auch, die Zusammenarbeit zwischen mittel- und südosteuropäischen Museumsexperten zu stärken und Kooperationsprojekte anzuregen.

An dem Workshop nehmen Museumsexperten aus zahlreichen südosteuropäischen Ländern sowie Vertreter des Europarates teil. Prof. Dr. Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, wird den Workshop am 27. Januar in Berlin eröffnen.

Der Workshop ist eine Folgeveranstaltung der internationalen Konferenz "National History Museums in Southeast Europe: learning history, building shared memories", die das UNESCO-Büro Venedig in Kooperation mit der Griechischen UNESCO-Nationalkommission im Oktober 2010 in Thessaloniki organisiert hat.

Weitere Informationen auf der  Website des UNESCO-Büros Venedig

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