Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

November 2010

Grenzüberschreitendes Grundwassermanagement

Internationale Konferenz ISARM 2010

Unter dem Dach des IHP der UNESCO arbeiten mehrere hydrologische Programme zu spezifischen Themen: Das Programm ISARM beschäftigt sich mit grenzüberschreitenden Grundwasservorkommen. Vom 6. bis 8. Dezember 2010 werden bei einer internationalen Konferenz in Paris die Ergebnisse der ersten Phase des Programms (2000 bis 2010) präsentiert.

Besonders in Regionen mit ariden oder semiariden klimatischen Bedingungen sind grenzüberschreitende Grundwasserleiter wichtige Lieferanten für Süßwasser. Auf der 14. Sitzung des Zwischenstaatlichen Rates des Internationalen Hydrologischen Programms (IHP) im Jahr 2000 wurde daher die Initiative "Internationally Shared Aquifer Resources Management" (ISARM) beschlossen. Das ISARM-Programm arbeitet eng mit der International Association of Hydrogeologists (IAH), der FAO und der UNECE zusammen.

Unter dem Titel "Grenzüberschreitende Grundwasservorkommen: Herausforderung und neue Wege" werden auf der Konferenz im Dezember 2010 die bisherigen Aktivitäten und Ergebnisse des ISARM-Programms präsentiert. Zunächst führte ISARM eine globale Bestandsaufnahme der grenzüberschreitenden Grundwasservorkommen durch und fasste diese in einem weltweiten Atlas zusammen. Auf regionaler Ebene wurden Inventarisierungen vorgeführt und Fallstudien zur gemeinsamen Nutzung von Daten erarbeitet.

Der Aufbau eines Expertennetzwerks und eine Reihe analytischer Studien waren weitere Aktivitäten der ersten ISARM-Phase. Die dabei entstandenen Leitlinien zur grenzüberschreitenden Bewirtschaftung von Grundwasservorkommen, die den Mitgliedstaaten der UNESCO den Umgang mit diesen Ressourcen erleichtern sollen, werden während der Konferenztage kritisch unter die Lupe genommen. Daneben beschäftigen sich die Teilnehmer mit Fragen des Capacity-building und möglichen Wegen einer weiteren Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit in der kommenden Projektphase.

Die Konferenz diskutiert auch die in diesem Zusammenhang relevanten Resolutionen der UN-Generalversammlung, die 2008 zum Thema "The law of transboundary aquifers" und 2010 zum Thema "The human right to water and sanitation" verabschiedet wurden. Im Anschluss an die Konferenz wird UNESCO-ISARM vom 9. bis 10. Dezember einen Kurs über Instrumente und Methoden eines integrierten grenzüberschreitenden Grundwassermanagements anbieten.

Weitere Informationen zur ISARM-Konferenz:  http://www.isarm.net/publications/342

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