Pressemitteilung, 29. Juni 2006
Walter Hirche als DUK-Präsident wiedergewählt
66. Hauptversammlung verabschiedet Resolution zum UNESCO-Welterbe in Deutschland
Mit der Wahl neuer Mitglieder und des Präsidiums und der Verabschiedung einer Resolution zum UNESCO-Welterbe endete heute, am 29. Juni 2006, in Hildesheim die 66. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission. Neuer und alter Präsident ist Walter Hirche.
Bei den turnusgemäßen Wahlen der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) wurden das Präsidium und ein Teil der Kommissionsmitglieder neu gewählt. Walter Hirche, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, wurde einstimmig als Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission wiedergewählt. Er ist seit 1969 Mitglied der DUK und seit 2002 deren Präsident. Die Hauptversammlung hat auch Dr. Verena Metze-Mangold, Geschäftsführerin der Filmförderung des hr-Rundfunks, als Vizepräsidentin wiedergewählt. Sie ist seit 1982 Mitglied der DUK und seit 1996 Vizepräsidentin. Seit 2001 ist sie deutsche Vertreterin im Zwischenstaatlichen Rat für das UNESCO-Programm „Information für Alle“. Zweiter Vizepräsident der DUK ist weiterhin Ministerialdirektor Prof. Dr. Hermann Schäfer, Abteilungsleiter für Kultur und Medien beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und vormals Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Schäfer gehört der DUK seit 2000 als Mitglied an, seit 2002 ist er deren Vizepräsident. Er ist seit 1999 Mitglied und seit 2004 stellvertretender Vorsitzender im deutschen Nominierungskomitee für das UNESCO-Programm „Memory of the World“ zum Schutz des Weltdokumentenerbes.
In einer Resolution nahm die Deutsche UNESCO-Kommission zum UNESCO-Welterbe Stellung. Die Resolution hebt die besondere Verantwortung hervor, die die Bundesrepublik Deutschland als Vertragsstaat der Welterbekonvention für die eigenen Welterbestätten und – in Zusammenarbeit mit allen Vertragsstaaten – für die Gesamtheit des Welterbes übernimmt. Die DUK weist dabei auf die gemeinsame Verantwortung von Bund, Ländern und Gemeinden und auf die hohe weltweite Sichtbarkeit der internationalen Kooperation im Rahmen der Welterbekonvention hin.
Die „Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt in Deutschland“ war auch Thema der öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der Hauptversammlung am 28. Juni in Hildesheim. Die Idee der UNESCO-Welterbekonvention von 1972 erläuterte DUK-Präsident Walter Hirche so: „Mit der Auszeichnung als Welterbe stellen die Vertragstaaten ihr Kultur- und Naturerbe bewusst in den universellen Kontext der Geschichte der gesamten Menschheit. Sie verzichten damit auf eine lediglich nationale Inanspruchnahme dieser wichtigen Güter. In diesem partiellen Souveränitätsverzicht liegt der kulturpolitische Kern der Welterbeidee.“
Die Deutsche UNESCO-Kommission unterstützt die Reformbemühungen des Welterbekomitees bei der Fortschreibung der Welterbeliste. Wichtige Beschlüsse werden von der bevorstehenden Tagung des Komitees vom 8. bis 16. Juli in Vilnius, Litauen, erwartet. Das Komitee wird auch über die Neuaufnahme von Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und in die Liste des gefährdeten Welterbes („Rote Liste“) entscheiden.
Ansprechpartner:
Dieter Offenhäußer, Pressesprecher der Deutschen UNESCO-Kommission
Telefon: 0228-60497-11; FAX: 0228-60497-30.
Die Resolution der 66. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission ist auf der Homepage der DUK www.unesco.de veröffentlicht.
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Die Deutsche UNESCO-Kommission hat bis zu 100 Mitglieder, unter ihnen Vertreter von Bund und Ländern, wichtiger Organisationen aus Bildung, Wissenschaft, Kultur und Medien. Sie berät die Bundesregierung, die Kultusminister der Länder und andere Stellen in allen Fragen, die sich aus der Mitgliedschaft Deutschlands in der UN-Sonderorganisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) ergeben. Sie ist Verbindungsstelle zwischen Staat und Wissenschaft und Partnerin der UNESCO und ihrer 191 Nationalkommissionen.
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