Deutsche UNESCO Kommission e.V.

September 2010

Vom Konzept zur Praxis – mit der UNESCO-Konvention kulturelle Vielfalt stärken

Forum "Kultur und Entwicklung" auf dem 3. Bundesfachkongress Interkultur

In welchen Sprachen spricht die Zukunft? Wie sehen ein Museum, ein Jugendzentrum oder eine Bildungseinrichtung im Jahr 2030 aus? Wie spiegelt sich die kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft? Um diese Fragen geht es auf dem Forum "Kultur und Entwicklung" am 28. Oktober 2010 im Rahmen des Bundesfachkongresses Interkultur in Bochum.

 
Eingebettet in das Festival MELEZ.2010, entwickelt der Kongress zukunftsfähige Antworten und innovative Handlungsweisen im Themenfeld "Interkultur". Er bringt Akteure aus Politik und Verwaltung, aus den Bereichen Kultur, Jugend, Bildung und Soziales und der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zusammen.

Die Deutsche UNESCO-Kommission beteiligt sich an dem Forum zu Kultur und Entwicklung am zweiten Tag des diesjährigen Bundesfachkongress Interkultur. Das Thema: "Vom Konzept zur Praxis – mit der UNESCO-Konvention kulturelle Vielfalt stärken". Das Forum fragt nach dem Verhältnis von Kulturpolitik, Interkultur und Entwicklungszusammenarbeit vor dem Hintergrund des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen.

Deutschland ist ein Einwanderungsland, dessen kulturelle Vielfalt in der Kulturpolitik noch nicht ausreichend berücksichtigt wird. Fest steht, dass wir bunter werden und der rasante demografische Wandel die Gesellschaft und ihre Institutionen in zunehmendem Maße verändert. Vor dem Hintergrund der Globalisierung und globaler Migrationsbewegungen ist eine interkulturelle Öffnung der Kultureinrichtungen für Kulturangebote von Migranten und Künstlern aus den Ländern des Südens zeitgemäß. Internationale Kulturpolitik, Interkultur und Entwicklungszusammenarbeit werden bisher meist getrennt diskutiert und in der Regel auch getrennt praktiziert. Dabei gibt es viele Schnittstellen, die eine engere Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Konvention erleichtern könnten.

Ziel des Forums ist es daher, die UNESCO-Konvention als Handlungschance für eine entwicklungsorientierte Kulturpolitik zu begreifen und ihre Umsetzung auf den verschiedenen Handlungsebenen anzuregen. Dazu soll mit kulturpolitisch Verantwortlichen und mit Kulturpraktikern über Handlungsmöglichkeiten innerhalb ihres Bereiches diskutiert werden. Bestehende gute Beispiele, die bereits zur Umsetzung der Konvention beitragen, werden vorgestellt.

Nach den ersten beiden Bundesfachkongressen Interkultur in Stuttgart (2006) und Nürnberg (2008) werden in diesem Jahr die Jahrhunderthalle und das Schauspielhaus Bochum zu kreativen Denk-Werkstätten. Beiträge aus Politik, Wissenschaft und der interkulturellen Praxis sind die Basis für dieses einmalige Forum des Austauschs zu interkulturellen Fragen.

Anmeldung für den Bundesfachkongress bis zum 11. Oktober 2010
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