August 2010
ISEC 2010… einfach unvergesslich!
International Science and Engineering Camp
Von Robin Kurth
Robin Kurth, Preisträger des DUK-Sonderpreises zum Bundesjugendwettbewerb "Jugend forscht" nahm am internationalen Jugendcamp vom 1. bis 14. August 2010 in Seoul, Südkorea, teil. In dem folgenden Artikel schildert er seine Eindrücke vom Wissenschaftscamp.
Ungewöhnliches Essen, massig Hochhäuser, feuchtwarmes Klima, aber auch 130 junge Menschen und rund 35 lustige "Aufpasser" – wo findet man eine solche Kombination? Ganz klar: im "International Youth Science and Engineering Camp 2010" (ISEC) in Seoul.
Die Teilnahme an dem Camp verdanke ich dem Sonderpreis der Deutschen UNESCO Kommission beim diesjährigen Bundeswettbewerb "Jugend forscht". Als ich den Preis entgegen nahm, hatte ich noch keine Ahnung, was in diesen beiden Wochen in Seoul auf mich zukommen würde. Mein erster Gedanke war: Cool, Südkorea! – Gemeinsam mit Julia Krämer, der anderen Preisträgerin, ging es am 31. Juli von Frankfurt los nach Incheon.
In Südkorea waren wir in einem Wohnheim untergebracht. Schon hier überraschte mich die ausgesprochen freundliche und zuvorkommende Art der Koreaner, die ich in den folgenden zwei Wochen noch mehrfach kennen lernen sollte.
Während des gesamten Camps wurde das "Zusammensein" groß geschrieben. So lernte ich die verschiedenen Seiten der unterschiedlichsten Kulturen auf der "International Night" kennen und schätzen. Mit meiner "Activity Group" ging es auf eine faszinierende Entdeckungsreise in die Stadt Seoul. Das Stadtbild und auch die Bewohner Seouls sind in ständigem, schnellen Wandel. Besonders fiel mir der Ehrgeiz und die hohe Motivation der jungen Koreaner auf. Auch beim "Science Festival" war die ausgesprochene Lernbereitschaft der Koreaner beeindruckend.
Das Leben in den zwei Wochen an der Seoul National University (SNU) gestaltete sich für uns kurzweilig, denn es gab viele spannende Programmpunkte. Wir bauten unseren eigenen Drachen, fertigten traditionelle Masken an, viel Spaß machte das "Linedancing". Koreaner sind sportliche Menschen. Wenn ich nachts durch die SNU lief, sah ich keine ruhende Universität, sondern nachtaktive Studenten. Die zahlreichen Fitnessstudios sind bis in die Morgenstunden gut besucht. Bei ISEC kam Sport nicht zu kurz.
Wissenschaftliche Arbeit in den "Lab Groups"
Nicht nur kulturell wurde etwas geboten. Die renommierte Seoul National University veranstaltete ein spannendes Forschungsprogramm. Wir erforschten in "Lab groups" verschiedene wissenschaftliche Themen. Mein Thema war "Optical Engineering". Wir lernten von engagierten Studenten, Doktoranden und Wissenschaftlern der SNU Grundprinzipien der 3D-Displaytechnologie. Es gab sehr interessante und auch unterhaltsame Vorträge und Experimente. Auf den Schüler-Seminaren hielten die Teilnehmer eigene Vorträge, präsentierten ihre Projekte auf Postern und beantworteten Fragen dazu. Professoren hielten Vorträge zu Themen wie "Dark Age of Science" oder "Vision and limitation of technologies in the 21th century" und diskutierten anschließend mit den Teilnehmern.
Höhepunkte waren die Präsentationen der einzelnen Lab Groups vor versammelter Mannschaft bei der Abschlusszeremonie. Jede Lab Gruppe versuchte, den anderen möglichst verständlich zu erklären, was sie in den vergangenen beiden Wochen erforscht und erlebt hatte.
Für mich waren die beiden Wochen ein unvergessliches Erlebnis. Besonders werde ich die liebevolle Betreuung und die freundliche und angenehme Art der Koreaner in Erinnerung behalten. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Freundschaften, die ich und alle anderen geschlossen habe.
Ein herzliches Dankeschön an die Deutsche UNESCO-Kommission, die mir das grandiose Erlebnis ermöglicht hat.
Robin Kurth erhielt im Mai 2010 den Sonderpreis der DUK zu "Jungend forscht" für sein Projekt "Funktionsmodell für miniaturisierte Laserprojektoren" im Fachbereich Technik.
Redaktion: unesco heute online Deutsche UNESCO-Kommission e.V. • Colmanstraße 1553115 Bonn • Telefon 0228 / 60497-0 • www.unesco.de






