Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Juli 2010

Fünf Jahre UNESCO-Welterbe Limes

Jubiläumsprogramm im Römerkastell Saalburg

Vor fünf Jahren hat die UNESCO den Obergermanisch-Raetischen Limes, die ehemalige Grenze des Römischen Reiches zu den Germanen, in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dieses Jubiläum feiert das Römerkastell Saalburg in Bad Homburg am Sonntag, den 18. Juli 2010, mit einem Jubiläumsprogramm.

Römischer Soldat auf dem Limeswall
© Römerkastell Saalburg

Auf dem Programm stehen Vorträge zur Geschichte des Limes und zum UNESCO-Welterbe sowie geführte Wanderungen entlang des römischen Grenzwalls. Dr. Peter Henrich, Geschäftsführer der Deutschen Limeskommission, informiert über die historische Bedeutung des Limes zwischen Britannien und Nordafrika und stellt die Verteidigungsstrategien an den römischen Reichsgrenzen vor.

Das Römerkastell Saalburg bietet am Jubiläumstag spezielle Führungen für Kinder und Jugendliche an. Der Archäologische Park und das Museum laden zu einem Ausflug in die Römerzeit vor 2000 Jahren ein. Das Limesinformationszentrum in der Saalburg informiert anhand von Texten, Fotos und anschaulichen Zeichnungen über den Bau des Limes, seinen Verlauf und die Funktion der Grenzanlagen.

Der Obergermanisch-Raetische Limes war vom Ende des 1. Jahrhunderts bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts die Grenze des Römischen Reiches zu den germanischen Stammesgebieten. Von Rheinbrohl am Rhein bis Eining an der Donau führte er durch die heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Zirka 120 größere und kleinere Kastelle und rund 900 Wachttürme dienten der Bewachung der 550 Kilometer langen Grenzanlage. Sie sollte verhindern, dass die Grenze unkontrolliert passiert und Waren ein- und ausgeführt wurden. Die Überreste der Grenzanlage bilden heute das größte Bodendenkmal Europas.

Der Obergermanisch-Raetische Limes wurde im Juli 2005 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Zusammen mit dem Hadrianswall in Großbritannien (seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe) und dem Antoninuswall in Schottland (Erweiterung der Welterbestätte 2008) bildet er die grenzüberschreitende Welterbestätte "Grenzen des Römischen Reiches".

Weitere Informationen: www.saalburgmuseum.de

unesco heute online • Redaktion: Farid Gardizi / Kurt Schlünkes
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