Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Mai 2010

Sonderpreis der DUK zu "Jugend forscht"

Gewinner nehmen am internationalen Wissenschaftscamp in Südkorea teil

Dieter Offenhäußer, stellvertretender Generalsekretär und Pressesprecher der Deutschen UNESCO-Kommission, mit den beiden Preisträgern
© Jugend forscht

Julia Krämer und Robin Kurth sind die Gewinner des Sonderpreises der Deutschen UNESCO-Kommission beim bundesweiten Wettbewerb "Jugend forscht". Beide werden vom 1. bis 15. August 2010 am internationalen Wissenschaftscamp in Südkoreas Hauptstadt Seoul teilnehmen. Zum dritten Mal unterstützt die Deutsche UNESCO-Kommission zwei junge Forscher mit diesem Sonderpreis.

Die diesjährigen Auszeichnungen des Bundeswettbewerbs "Jugend forscht" wurden am 15. Mai 2010 in der Bochumer Jahrhunderthalle vor mehr als 500 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik verliehen. Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde der Sonderpreis der DUK an die beiden strahlenden Sieger überreicht.

Julia Krämer
© Jugend forscht

Julia Krämer vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach (Saarland) erhält die Auszeichnung für ihre "Faszination Penrose-Parkettierung" im Fachbereich Mathematik/Informatik. Sie wandte mathematische Methoden auf aperiodische Parkettierungen an und fasste die bisher bekannten Ergebnisse zu diesem Thema in bestechender Klarheit zusammen. Bei Parkettierungen handelt es sich um eine spezielle mathematische Familie von Kachelmustern, die eine Ebene lückenlos ausfüllen, also parkettieren können, ohne dass sich dabei ein Grundmuster periodisch wiederholt. Die 17-jährige Schülerin zeigte auch Zusammenhänge aperiodischer Parkettierungen mit komplexen Kristallstrukturen in der Chemie auf. Schließlich fand sie eine treffende algorithmische Beschreibung dieses Problems.

Robin Kurth
© Jugend forscht

Robin Kurth vom Matthes-Enderlein-Gymnasium in Zwönitz (Sachsen) hat im Fach Technik ein "Funktionsmodell für miniaturisierte Laserprojektoren" entwickelt. Bei seinem Miniprojektor für hochauflösende visuelle Informationen kommt im Gegensatz zu bereits erhältlichen Kleinstprojektoren Lasertechnik zum Einsatz. Der 19-Jährige verwendete spezielle Bauelemente, die die besonderen Eigenschaften des Laserlichts nutzen. So ließ sich der Projektionskopf gegenüber Geräten, die mit konventionellen Lichtquellen arbeiten, erheblich verkleinern. Nach der Berechnung des Strahlenverlaufs und einer Computersimulation entwarf Robin Kurth einen geeigneten Projektionskopf, den er erfolgreich in der Praxis getestet hat.

ISEC 2010

Die beiden Gewinner werden sich mit etwa 100 anderen Nachwuchswissenschaftlern  an der renommiertesten Universität Südkoreas, der Seoul National University, zum International Youth Science and Engineering Camp (ISEC) im August 2010 treffen. Auf dem Programm stehen wissenschaftliche Vorlesungen, gemeinsame Forschungsarbeit im Labor, Exkursionen und kulturelle Veranstaltungen.

Die Deutsche UNESCO-Kommission trägt die Reisekosten und die Teilnahmegebühr. Die Kooperationspartner der DUK, die Korea Foundation for the Advancement of Science and Creativity (KOFAC) und die UNESCO-Nationalkommission Südkoreas (KNCU), übernehmen weitere anfallende Kosten.

Mehr Informationen unter www.kofac.or.kr/en/index.jsp und www.jugend-forscht.de


unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
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