Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Februar 2010

Klimawandel und Konflikte

Der Klimawandel kann negative Folgen auf das friedliche Zusammenleben der Menschen haben. Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung e.V. vom 26. bis 28. Februar 2010 in Hamburg führt die Friedens- mit der Klimaforschung zusammen und analysiert kritisch aktuelle Diskurse. Die DUK ist Partner der Tagung.

Der Klimawandel wird ausgelöst durch menschlichen Raubbau an der Natur und eine auf fossilen Brennstoffen basierende Wirtschaftsweise. Zwar sind die Ursachen des Klimawandels unumstritten, aber Unklarheit herrscht über die Auswirkungen. Schon jetzt ist klar, dass der Klimawandel unabhängig von seiner letztlichen Intensität die Weltgesellschaft tiefgreifend verändern wird. Weite Teile der Erde können unbewohnbar werden, einzelne Staaten düften kaum mehr eine Basis für ein Fortbestehen haben. Die Tagung spitzt das komplexe Thema auf die Gegenüberstellung "Versicherheitlichung versus präventive Friedenspolitik?" zu. Letztlich soll die Tagung Perspektiven entwickeln, wie man der Falle von Abschottung und Abwehr entkommen kann.

Drei Problemkreise stehen im Zentrum der Tagung: die Auseinandersetzung mit der sicherheitspolitischen Debatte; der Zusammenhang von Klimawandel und Gewaltkonflikten; sowie Szenarien destruktiver Folgen des Klimawandels und friedenspolitische Präventionsstrategien. Im interdisziplinären Austausch zwischen Friedensforschung und Klima(folgen)forschung soll auch das Forschungsinteresse des friedenswissenschaftlichen Nachwuchses an der Problematik Klimawandel gefördert werden. Die Tagung leistet einen Beitrag zur stärkeren Verschränkung von Forschung und Praxis und zu interdisziplinären Forschungsansätzen.

Mehr Informationen unter www.afk-web.de


unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
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