Oktober 2009
UNESCO-Initiative zur Stärkung von Journalistenschulen in Afrika
Die Initiative der UNESCO, afrikanische Journalistenschulen zu stärken, kommt voran. Mit einem kürzlich geschlossenen Abkommen der UNESCO und der Afrikanischen Union werden 21 Journalistenschulen unterstützt, die zu Exzellenz- und Referenzzentren ausgebaut werden sollen.
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Um dafür zu sorgen, dass Journalisten eine bessere Ausbildung erhalten, unterstützt die UNESCO Journalistenschulen in Afrika dabei, sich qualitativ zu verbessern. 2007 hat die UNESCO mit der Rhodes Universität in Südafrika und der französischen École Superieur de Journalisme aus Lille Informationen über 96 afrikanische Journalistenschulen ausgewertet und potenzielle Exzellenz- und Referenzzentren ermittelt. Die Exzellenzzentren sollen die Medienentwicklung auf dem ganzen Kontinent voranbringen. Die Referenzzentren hingegen haben großes Potenzial in einzelnen Fachgebieten. Sie sollen bei der Umsetzung konkreter Projekte unterstützt werden.
Die Förderinitiative für Journalistenschulen verzeichnet bereits Erfolge: Als erste Universität der Zentralafrikanischen Republik hat die Universität Bangui einen Fachbereich Journalismus eröffnet. Dieser konnte in Zusammenarbeit mit einem der Zentren aufgebaut werden. Darüber hinaus wurden bereits Studienreisen zwischen zukünftigen Exzellenzzentren und internationalen Universitäten organisiert.
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Die zukünftigen Exzellenzzentren setzen für das Jahr 2010 zwei Schwerpunkte: Afrikanische Journalismusdozenten sollen im Bereich neue Medien fortgebildet werden; ein Forschungskolloquium soll den zweiten Weltkongress für Journalistenausbildung im Jahr 2010 vorbereiten. Die Rhodes Universität ist ein führender Partner dieser UNESCO-Initiative. Sie mobilisiert Mittel, um die beiden Schwerpunkte umzusetzen. Mit Hilfe des Zwischenstaatlichen Programms zur Medienförderung (IPDC) hat die Universität einen Aufbaustudiengang für Journalismusdozenten ins Leben gerufen.
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Die UNESCO hat Modell-Curricula für die Ausbildung von Journalisten entwickelt. Journalisten sollen nicht nur Wissen in verschiedensten Fachgebieten erwerben, sondern auch lernen, zuverlässige Quellen zu identifizieren, sie sollen Themen in kurzer Zeit kritisch bewerten und für andere verständlich erklären können. Damit soll erreicht werden, dass Journalisten demokratische Diskussionen anregen und die Bürger stärker in Entscheidungen einbeziehen.
Weitere Informationen auf der Webseite der UNESCO:
Training of Media Professionals
unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
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