April 2009
Start der "World Digital Library"
Schätze der Antike bestaunen, Weisheiten von Konfuzius nachlesen, historische Landkarten anschauen - mit einer digitalen Weltbibliothek macht die UNESCO seit dem 21. April Kulturschätze aus aller Welt zugänglich. Die "World Digital Library" stellt kulturell herausragende Dokumente aus aller Welt kostenfrei und mehrsprachig im Internet bereit. Wichtige Manuskripte, Karten, seltene Bücher, Drucke, Fotografien, Musikstücke sowie Aufnahmen und Filme werden damit weltweit zugänglich gemacht und als Ressource für Lehre und Forschung zur Verfügung gestellt.
Das Projekt wurde auf der UNESCO-Generalkonferenz 2007 in Paris ins Leben gerufen. Hauptinitiator des Projekts war James Billington, damaliger Direktor der Library of Congress, Washington. Partner des Projekts sind der Internationale Verband der bibliothekarischen Vereine und Institutionen (IFLA), die Bibliotheca Alexandrina und mehrere Nationalbibliotheken und Archive.
Die World Digital Library soll die internationale Zusammenarbeit und den interkulturellen Dialog stärken und das kollektive Gedächtnis der Menschheit besonders auch Nationen zugänglich machen, die nicht zur westlichen und englischsprechenden Hemisphäre zählen. Zum Start präsentiert sich die World Digital Library (WDL) in den sechs UNO-Sprachen Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch sowie zusätzlich in Portugiesisch.
Weitere Informationen unter http://www.wdl.org
unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
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