Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Schloss Augustusburg © Hans-J. Aubert

Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl

Als Meisterwerk des Rokoko ist Schloss Augustusburg in Brühl unmittelbar mit der Geschichte der großen europäischen Architektur in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts verbunden. Kurfürst Clemens August beauftragte 1725 den westfälischen Architekten Johann Konrad Schlaun, auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg ein Residenzschloss zu bauen. In drei Jahren entstand ein bescheidenes dreiflügliges Gebäude, in das die alte Bausubstanz mit einbezogen war. Schlauns Nachfolger François Cuvilliers war ein Meister des Ornaments. In seinen Arbeiten triumphierte das Rokoko und ließ auf den Baustellen österreichische, bayerische, italienische und französische Künstler zusammenkommen. Kernstück von Augustusburg ist die Treppe Balthasar Neumanns, die im Mittelflügel ihren Platz hat.

Als ein herausragendes Beispiel der Schlossbaukunst des 18. Jahrhunderts wurden Augustusburg und Falkenlust 1984 in die Welterbeliste aufgenommen. Sie stellen die ersten bedeutenden Schöpfungen des Rokokostils in Deutschland dar und waren über ein halbes Jahrhundert Vorbild für eine Vielzahl deutscher Fürstenhöfe.

Weitere Informationen: www.schlossbruehl.de