Januar 2008
Deutsche Stiftung Welterbe unterstützt UNESCO-Welterbestätte in der Mongolei
Für die Restaurierung von Kulturgütern der UNESCO-Welterbestätte Orchon-Tal in der Mongolei hat die Deutsche Stiftung Welterbe ein Fördergeld von über 3.000 Euro zur Verfügung gestellt. Damit sollen Restaurierungsarbeiten von archäologischen Funden aus Karakorum, der ehemaligen Hauptstadt des mongolischen Reichs, finanziert werden. Aufgrund mangelnder technischer Mittel vor Ort werden die Restaurierungsarbeiten an der Universität Bonn unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Bemmann vom Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie durchgeführt.
Die Deutsche Stiftung Welterbe ist eine Initiative der Welterbestätten Stralsund und Wismar. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ärmere Staaten bei der Erhaltung ihres Welterbes zu unterstützen. Der Mongolei half die Stiftung bei der Erarbeitung eines Managementplans für die Kulturlandschaft Orchon-Tal und schaffte damit die Voraussetzung zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste im Juli 2004. Im Orchon-Tal wurden in den letzten Jahren im Rahmen archäologischer Grabungen sensationelle Funde gemacht. Das Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Bonn bereitet gegenwärtig einen Depotfund aus dem 14. Jahrhundert auf, darunter die Bronzefigur eines Buddhas und ein filigraner Bronzebeschlag. Im Jahr 2005 unterstützte die Stiftung ein Projekt zur Restaurierung des ersten lamaistischen Klosters in Tuvkhun.
unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
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