Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Juli 2007


Partnerschaftsbesuch koreanischer Mönche im Kloster Lorsch

Mit einem feierlichen Empfang begrüßte die Welterbestätte Kloster Lorsch am 6. Juli 2007 die Gäste aus dem südkoreanischen Partnerkloster Haein-sa. Anlass des Besuchs war die Partnerschaft der beiden Klöster im Rahmen des Welterbeprogramms der UNESCO. Das Kloster Lorsch hat 2001 ein interkulturelles Netzwerk von aktiven Klöstern auf der Welterbeliste initiiert, dem neben Partnerklöstern in Armenien und der Schweiz auch das Kloster Haein-sa angehört. Als Vertreter des Abts in Haein-sa brachte Mönchspriester Doyoung Suenim seinen Wunsch zum Ausdruck, die Partnerschaft mit dem Kloster Lorsch weiter zu vertiefen. In Haein-sa leben etwa 500 Mönche in einer zen-buddhistischen Gemeinschaft. Seit 1995 ist das Kloster auf der UNESCO-Liste des Welterbes verzeichnet. Der Leiter der buddhistischen Mönchsakademie in Haein-sa, Dekan Prof. Dr. Beopjin Suenim, gab einen Einblick in das Alltagsleben der Mönche und erläuterte die historischen Besonderheiten des koreanischen Buddhismus, der auf eine über 1700-jährige Geschichte zurückblickt.

V.l.n.r. Mia Shin, Namil Suenim, Doyoung Suenim, Young-Jin Kim, Dieter Offenhäußer, Beopjin Suenim. Foto © DUK

An dem Empfang nahmen über 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien und der koreanischen Gemeinschaft im Rhein-Main-Kreis teil. Die Kulturreferentin der Koreanischen UNESCO-Kommission Mia Shin würdigte das Partnerschaftsprojekt der beiden Klöster als einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Begegnung und zum religiösen Dialog. Dr. Hermann Schefers, Leiter des Museumszentrums Kloster Lorsch, und sein koreanischer Amtskollege, der Museumsleiter Namil Suenim, unterstrichen die Bedeutung des Treffens. Es sei ein Signal zur Intensivierung des internationalen Austauschs. Die Idee des globalen Netzwerks der Klöster sei auf einen fruchtbaren Boden gefallen. Der Pressesprecher und stellvertretende Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Dieter Offenhäußer betonte in seinem Grußwort die langjährigen Beziehungen zur Koreanischen UNESCO-Kommission und die besondere Rolle des Lorscher Klosters im Netzwerk der Welterbestätten. "Lorsch kommt als Lernort und Initiator der spannenden Partnerschaftsprojekte den Zielen und Idealen der UNESCO-Idee besonders nahe". Auch die Initiative zu dem jährlich stattfindenden UNESCO-Welterbetag in Deutschland sei von Lorsch ausgegangen.


unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
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