Referenten
Marie-Theres Albert
Marie-Theres Albert ist seit 1994 Leiterin des Lehrstuhls Interkulturalität und seit 2003 Inhaberin des UNESCO-Lehrstuhls für „Heritage Studies“ an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus. Als habilitierte Erziehungswissenschaftlerin ist sie an einer Vielzahl von Forschungs- und Bildungsaktivitäten zur Interkulturalität und zu Fragen des Welterbes beteiligt und hat diverse Consulting- und Projektarbeiten in europäischen, lateinamerikanischen und asiatischen Ländern durchgeführt. Seit 2004 ist sie Projektleiterin des Programms EU-Asia-Link „Development of Multidisciplinary Management Strategies for Conservation and Use of Heritage in Asia and Europe” (MUMA), in dessen Rahmen Partneruniversitäten in China, Indien und Spanien in Fragen des Welterbeschutzes qualifiziert werden. Sie ist weiterhin Projektleiterin des EU-Australien Projekts „Sharing Our Heritages“, das in Zusammenarbeit mit acht Partneruniversitäten in Europa und Australien die jeweiligen länderspezifischen Schwerpunkte in der Auseinandersetzung mit Erbe und Identität vermittelt.
Franz-Peter Boden
Franz-Peter Boden ist seit Mai 2003 Bausenator der Hansestadt Lübeck und dort sowohl für die Stadt- und Verkehrsplanung als auch für den Hoch- und Straßenbau, das Stadtgrün und die Friedhöfe sowie den Wasser- und Hafenbau zuständig. Er studierte an der Universität Dortmund Raumplanung mit Abschluss Diplom-Ingenieur. Danach folgten Tätigkeiten als Ortsplaner bei der Landesentwicklungsgesellschaft NRW in Bielefeld, als technischer Angestellter der Stadt Gevelsberg, als Abteilungsleiter im und Leiter des Stadtplanungsamtes Heilbronn sowie als Technischer Beigeordneter der Stadt Hürth.
Mounir Bouchenaki
Mounir Bouchenaki wurde im November 2005 zum Generaldirektor des Internationalen Studienzentrums zur Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut (ICCROM) ernannt. Diesem Posten ging eine langjährige Karriere bei der UNESCO voraus. Zuletzt bekleidete er dort das Amt des Beigeordneten Generaldirektors für Kultur. Zuvor war Bouchenaki Direktor für Altertümer, Museen und historische Denkmäler im Algerischen Ministerium für Kultur und Information. Er besitzt einen Doktortitel der Archäologie und Alten Geschichte der Kunstgeschichtlichen Fakultät der Universität Aix-en-Provence, Frankreich. Ihm wurden die Titel „Chevalier des Arts et des Lettres“ und „Officier des Arts et des Lettres“ vom französischen Kultusministerium verliehen. 2002 erhielt er vom Präsidenten der italienischen Republik die Auszeichnung des „Commendatore dell'Ordine della Stella della solidarietà italiana“. Im April 2006 wurde er vom Präsidenten der französischen Republik zum „Chevalier de la Légion d’Honneur“ ernannt.
David Breeze
David Breeze ist Vorsitzender des "International Congress of Roman Frontier Studies“ und des beratenden wissenschaftlichen Komitees der Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches“. Als Direktor leitet er das von der Europäischen Union finanzierte „Frontiers of the Roman Empire“ Kulturprogramm 2000. Breeze war ehemals Generalkonservator in Schottland sowie Präsident der „Society of Antiquaries of Scotland“. Seit zwei Jahren widmet er sich der Erstellung von Dokumenten zur Ernennung des Antoninischen Walls in Schottland zur Welterbestätte. Breeze hat sowohl am Hadrians- als auch am Antoninischen Wall in Großbritannien Ausgrabungen durchgeführt und Studien zu beiden Monumenten publiziert. Er ist Ehrenprofessor der Universitäten von Durham, Edinburgh und Newcastle.
Yves Dauge
Neben seinen Ämtern als Senator und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Chinon, Frankreich, ist Yves Dauge Berater des Beigeordneten Generaldirektors für Kultur der UNESCO und Präsident des Naturparks Loire Anjou Touraine. Er studierte an renommierten Universitäten in den USA, Frankreich und Indien und schloss weiterführende Studien in den Fächern Wirtschaft und Politische Wirtschaft ab. Nach Tätigkeiten in den französischen Ministerien für Landwirtschaft und Infrastruktur übernahm Dauge Direktorenposten bei einem Amt für betriebswirtschaftliche Stadtplanung und einer öffentlichen Wohnbaugesellschaft. 1980 wurde er zum Generaldirektor der Vereinigung der PACT-ARIM Zentren ernannt. Im folgenden Jahr begann er seine Arbeit als Projektmanager im Büro des Premierministers. 1982 wurde er Direktor der Stadt- und Landschaftsplanung im französischen Ministerium für Infrastruktur, bevor er den Posten des interministeriellen Vertreters für Stadtplanung und soziale Stadtentwicklung übernahm. 1991 ernannte ihn François Mitterrand zum Projektmanager des französischen Staatsoberhaupts. Dieses Amt übte Dauge bis 1995 aus und wurde dann Chefinspektor für Bautechnik im Ministerium für Infrastruktur.
Tamás László Fejérdy
Tamás László Fejérdy ist seit 2003 Vizepräsident des Ungarischen Amts für den Erhalt des Kulturerbes, und seit 2005 Vizepräsident von ICOMOS International. Nach Abschluss seines Architekturstudiums an der Technischen Universität Budapest im Jahr 1970 absolvierte er ein weiterführendes Studium im Bereich der Denkmalpflege und –erhaltung. 1984 schloss Fejérdy seine Doktorarbeit zum "Schutz von historischen Stätten und Ensembles in Ungarn" ab. Während der folgenden Jahre hatte er diverse Posten im Amt für den Erhalt des Kulturerbes in Ungarn inne. Von 1997 bis 2003 war Fejérdy Präsident des Ungarischen Nationalkomitees von ICOMOS, von 2002 bis 2003 Vorsitzender der 26. Sitzung des Welterbekomitees.
Petra Hedorfer
Als Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) verantwortet Petra Hedorfer seit November 2003 das Marketing für das Reiseland Deutschland im In- und Ausland. Nach dem Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Augsburg begann Hedorfer ihre Karriere im Jahr 1990 als Konferenzmanagerin bei der Management Circle GmbH in Frankfurt. 1991 folgte der Wechsel zur F.W. Woolworth Co. GmbH. Nach ihrer Tätigkeit als Marketingleiterin der Alten Oper in Frankfurt am Main von 1995 bis 1998 wechselte Petra Hedorfer zur DZT. Hier übernahm sie die Marketingleitung weltweit und wurde zwei Jahre später zum Marketingvorstand berufen. Ihr Aufgabenbereich umfasste die weltweite Marktforschung, die Entwicklung von Marketingkonzepten sowie Planungen für das überregionale Inlandsmarketing und das Auslandsmarketing. Darüber hinaus ist sie unter anderem als Vorsitzende des Verwaltungsrates des German Convention Bureau (GCB) und als Vizepräsidentin der European Travel Commission (ETC) tätig.
Walter Hirche
Minister Walter Hirche ist seit 2002 Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Auch ist er Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Er ist seit 1969 Mitglied der DUK, von 1984 bis 1988 war er Mitglied im Fachausschuss Kommunikation, von 2000 bis 2002 Vizepräsident der DUK. Hirche war bereits von 1986 bis 1990 Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Technologie und Verkehr und von 1990 bis 1994 Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des Landes Brandenburg. Von 1994 bis 1998 arbeitete er als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Er war von 1994 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1998 bis 2002 Mitglied des Auswärtigen Ausschusses. Von 1994 bis 2006 war Hirche Landesvorsitzender der niedersächsischen FDP.
Ina Marčiulionytė
Seit 2003 ist Ina Marciulionyte Botschafterin und ständige Vertreterin der Republik Litauen bei der UNESCO. Botschafterin Marciulionyte schloss ihr Studium der Litauischen Sprache und Literatur im Jahr 1986 an der Universität Vilnius ab. Im Anschluss arbeitete sie als Korrespondentin und Herausgeberin für Litauische Zeitungen und Magazine. 1991 war sie Mitgründerin des „Open Society Fund Litauen“, in dem sie in den folgenden Jahren als Direktorin des Kulturprogramms und des „Fund House“ arbeitete. Als Vizeministerin des Kulturministeriums der Republik Litauen war Botschafterin Marciulionyte von 1999 bis 2003 zuständig für das Kulturerbe. Seit 1999 ist sie Vorsitzende des Kulturausschusses der Litauischen UNESCO-Kommission. Als Vertreterin Litauens ist sie Mitglied des Welterbekomitees seit 2004. In der 30. Sitzung von 2005 bis 2006 war Botschafterin Marciulionyte Vorsitzende des Komitees.
Pedro Ortún Silván
Seit Januar 2007 leitet Pedro Ortún Silván die Direktion „Industrien des Neuen Konzepts, Tourismus, SVU“ in der Generaldirektion (GD) „Unternehmen und Industrie“ der Europäischen Kommission. Ortún absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur und besitzt einen Doktortitel in Betriebsökonomie der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Madrid. 1973 begann er seine berufliche Laufbahn als Mitglied der Studienabteilung der genossenschaftlichen Entwicklungsabteilung des spanischen Chemiekonzerns Unión Explosives Rio Tinto (UERT). Im spanischen Ministerium für Industrie und Energie übernahm er 1979 den Vorsitz der Abteilung „Beziehungen mit dem Europäischen Rat“. Anschließend arbeitete er im Kabinett der Minister für Industrie und Energie. 1988 begann Ortún seine Arbeit bei der Europäischen Kommission als Direktor für Stahl innerhalb der GD „Binnenmarkt und Industriegeschäfte“, in der er später für alle Grundindustrien zuständig war. Im Jahr 2000 wechselte er in die neue Generaldirektion für Unternehmen. Von 2005 bis 2006 leitete er die Direktion „Grund- und Designindustrien, Fremdenverkehr, IDABC“ in der GD „Unternehmen und Industrie“.
Mechtild Rössler
Seit Juli 2001 ist Mechtild Rössler Leiterin der Abteilung Europa und Nordamerika und damit zuständig für die Hälfte aller Welterbestätten und 50 Staaten. Rössler schloss ihr Studium der Geographie und Germanistik an der Universität Freiburg im Jahr 1984 ab und erhielt ihren Dr.rer.nat 1988 von der Fakultät für Geowissenschaften der Universität Hamburg. Auf einem Posten des „Centre National de la Recherche Scientifique“ begann sie 1989 ihre Tätigkeit im Forschungszentrum “Cité des Sciences et de L’Industrie”, Paris, Frankreich. Rössler arbeitete 1990 und 1991 als Gastdozentin an der Fakultät für Geographie der Universität von California in Berkeley, USA. Seit 1991 ist sie in der UNESCO in Paris tätig. Nach einem Jahr in der Abteilung für ökologische Wissenschaften, begann sie 1992 ihre Arbeit im UNESCO-Welterbezentrum als Expertin für Naturerbe und Kulturlandschaften.
Wolfgang Tiefensee
Seit November 2005 ist Wolfgang Tiefensee Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. Bundesminister Tiefensee ist studierter Ingenieur für Industrielle Elektronik, Fachingenieur für Informatik im Bauwesen und Diplomingenieur für Elektrotechnik. Zwischen 1979 bis 1990 arbeitete er als Entwicklungsingenieur im VEB Fernmeldewerk Leipzig und an der Universität Leipzig. Am Runden Tisch Leipzig war Bundesminister Tiefensee von 1989 bis 1990 politisch aktiv und wurde während dieser Zeit zum Stadtrat ohne Ressort berufen. Nach Leitung des Schulverwaltungsamts übernahm er das Amt des Stadtrats für Schule und Bildung der Stadt Leipzig. 1994 trat Bundesminister Tiefensee das Amt des Bürgermeisters und des 1. Stellvertretenden Oberbürgermeisters an, bevor er 1995 in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands eintrat. 1998 und 2005 wurde er zum Oberbürgermeister von Leipzig gewählt. Von 2001 bis 2005 war er Vizepräsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, von 2002 bis 2004 Präsident des Städtenetzwerks EUROCITIES.















