März 2007
Übereinkommen gegen Doping im Sport: Erste Vertragsstaatenkonferenz in Paris

- Foto © UNESCO
Die erste Konferenz der Vertragsstaaten der internationalen UNESCO-Konvention gegen Doping im Sport fand vom 5. bis 7. Februar 2007 in Paris statt.
Unter dem Vorsitz von Vyacheslav Fetisov (Russland) bestätigten die 41 Vertragsstaaten einstimmig die Liste verbotener Wirkstoffe und Methoden 2007 der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Die Verbotsliste ist integrativer Bestandteil der Konvention und wird jährlich von der WADA aktualisiert.
Ziel der Konferenz war die Verabschiedung von Verfahrensregeln für die zukünftigen Vertragsstaatenkonferenzen sowie für das Monitoring der Konvention. In Anlehnung an die bereits bestehenden Monitoring-Programme für den Welt-Anti-Doping-Code der WADA und für die Anti-Doping-Konvention des Europarates wird das UNESCO-Sekretariat einen Fragebogen entwickeln. Auf diesem sollen die Vertragsstaaten alle zwei Jahre über Maßnahmen zur Bekämpfung des Doping im Sport Bericht erstatten. Für die Zukunft ist geplant, mit der WADA und dem Europarat abgestimmte Fragebögen zum Monitoring zu entwickeln.
Im Rahmen der Konferenz kündigten China, Dänemark, Griechenland, Luxemburg, die Niederlande, Schweden, Südafrika und Spanien an, einen Beitrag zum freiwilligen "Fonds zum Kampf gegen Doping im Sport" zu leisten. Kanada hatte bereits zuvor finanzielle Unterstützung zugesagt. Es wurde beschlossen, mit den bisher rund 300.000 US-Dollar des Fonds in den Mitgliedstaaten Bildungsprojekte in Jugend- und Sportorganisationen sowie Politikberatung und Aus- und Weiterbildungsprogramme zu finanzieren.
Die nächste Vertragsstaatenkonferenz wird voraussichtlich im November 2009 stattfinden.
Weitere Informationen
unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
Deutsche UNESCO-Kommission e.V., Colmantstraße 15, D-53115 Bonn
Telefon 0228 / 60497-0, -11 Fax 0228 / 6049730 www.unesco-heute.de



